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Liebste Gaby,
natürlich gibt`s Situationen, in ddenen man den jeweils anderen verletzt, um nicht sich selbst verletzen zu müssen. Das ist zwar für den jeweils Anderen bedauerlich, aber eben nicht zu vermeiden.
Das kann natürlich auf dem Wege eines Selbstfindungsprozesses passieren (tut`s auch meistens...). Mein Kommentar zu shadow war aber aus einer anderen Perspektive gemeint, und da keiner hier die Geschichte kennt, erzähl`ich sie mal kurz:
Vor ein paar Jahren hatte ich mich Hals über Kopf in eine Frau verliebt (Klar, alle schönen Stories und alle lehrreichen Stories fangen mit der Liebe an... ). Die junge Dame fand mich auch ganz süss und lieb, meinte aber, sei sei in Beziehungen so oft veräppelt worden, das sie sich nun in keine Beziehung mehr einlassen würde und auf dem Weg ihrer Selbstfindung erst mal erprobt, wie es ist, die verliebten Männer im Regen stehen zu lassen.... Das ist dann ein Weg der Selbstfindung, den ich nicht so berauschend finde....
Aber wir (im Forum oder so...) sind ja gereift (wie Wu...) - uns passiert sowas nicht...
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Liebe Gaby,
da hast Du m. E. den Finger auf einen wichtigen Punkt gelegt - um nicht zu verletzen,
ist eine gewisse Reife und stattgehabte Selbstfindung ja schon Voraussetzung - wer mit
sich selbst nicht umzugehen weiß, wie soll der/die sich in Andere hineinfühlen können -
und auf diesem Weg ist oft viel Hilfe notwendig...
Das Nicht-Verletzen beschränkt sich ja nicht darauf, den Anderen nicht mit Fußtritten
und Ohrfeigen zu malträtieren
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Hallo Thomas,
| Zitat: |
Die junge Dame fand mich auch ganz süss und lieb, meinte aber, sei sei in Beziehungen
so oft veräppelt worden, das sie sich nun in keine Beziehung mehr einlassen würde
und auf dem Weg ihrer Selbstfindung erst mal erprobt, wie es ist, die verliebten Männer
im Regen stehen zu lassen.... Das ist dann ein Weg der Selbstfindung, den ich nicht so
berauschend finde.... |
Nun, das ist mal sicher kein Weg der Selbstfindung, sondern ein Weg herauszufinden,
wieviel man Anderen gerade noch - oder nicht mehr - zumuten kann. Und ein Weg,
sich selbst alle Wege zu einer befriedigenden Beziehung zu verbauen...
| Zitat: |
Aber wir (im Forum oder so...) sind ja gereift (wie Wu...) - uns passiert sowas nicht...  |
Schön dass Du eine so gute Meinung von mir hast - ich würd's nicht so sehen
Kennst Du die Geschichte von den zusätzlichen Jahren des Mannes?
Ich bin - gerade gegen Ende meiner Ehe und nachher - öfters verletzt worden, und
habe auch selbst verletzt, und ich glaube mit Sicherheit sagen zu können, dass keine
dieser Verletzungen aus Mutwillen oder Böswilligkeit entstanden ist, sondern immer
aus persönlichen - unaufgearbeiteten - Problemen heraus...
Hier noch die Geschichte:
Gott erschuf den Esel und sagte zu ihm: "Du bist ein Esel. Du wirst unentwegt
von morgens bis abends arbeiten und schwere Sachen auf deinem Rücken tragen.
Du wirst Gras fressen und wenig intelligent sein. Und du wirst fünfzig Jahre leben."
Darauf entgegnete der Esel: "Fünfzig Jahre so zu leben ist viel zu viel, gib mir bitte
nicht mehr als zwanzig Jahre!"
Und es war so.
Dann erschuf Gott den Hund und sprach zu ihm: "Du bist ein Hund. Du wirst
über die Güter der Menschheit wachen, deren ergebenster Freund du sein wirst.
Du wirst das essen, was der Mensch übrig lässt, und 25 Jahre leben."
Der Hund antwortete: "Gott, 25 Jahre so zu leben, ist zu viel. Bitte nicht mehr als
zehn Jahre."
Und es war so.
Dann erschuf Gott den Affen und sprach: "Du bist ein Affe. Du sollst von Baum zu
Baum schwingen und dich verhalten wie ein Narr. Du wirst lustig sein, und so sollst
du für zwanzig Jahre leben."
Der Affe sprach: "Gott, zwanzig Jahre als Clown der Welt zu leben, ist zu viel. Bitte
gib mir nicht mehr als zehn Jahre."
Und es war so.
Schließlich erschuf Gott den Mann und sprach zu ihm: "Du bist ein Mann, das einzige
rationale Lebewesen, das die Erde bewohnen wird. Du wirst deine Intelligenz nutzen,
um dir die anderen Geschöpfe untertan zu machen. Du wirst die Erde beherrschen
und für zwanzig Jahre leben."
Darauf sprach der Mann: "Gott, Mann zu sein für nur zwanzig Jahre ist nicht genug.
Bitte gib mir die dreißig Jahre, die der Esel ausschlug, die fünfzehn des Hundes und
die zehn des Affen."
Und so sorgte Gott dafür, dass der Mann zwanzig Jahre als Mann lebt, dann heiratet
und dreißig Jahre als Esel von morgens bis abends arbeitet und schwere Lasten trägt.
Dann wird er Kinder haben und fünfzehn Jahre wie ein Hund leben, das Haus bewachen
und das essen, was die Familie übrig lässt. Dann, im hohen Alter, lebt er zehn Jahre
als Affe, verhält sich wie ein Narr und amüsiert seine Enkelkinder.
Und so ist es bis heute...
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Hallo,
ich bin der Ansicht, die Grenzen zwischen Selbstfindung/Selbstverwirklichung und Egoismus sind schwimmend.
Wo bitte hört Eigenliebe auf und wo fängt Egoismus an?
Als Mensch ist am tagtäglich anderen Menschen "ausgesetzt", mit denen man kann oder auch nicht. Allein schon diese "Auslese" hat doch schon arg mit Egoismus zu tun. Jemand, der nicht in mein Ziele und meine Perspektiven teilt, ist für mich nicht mehr tragbar, wie bei Aschenputtel, die Guten ins Töpfchen...... der Rest weg, ist nur hinderlich, blockiert.
Für sich selbst die Rosinen aus dem Kuchen picken. Tja, die Frage bleibt, was mache ich z.B. mit Mann und Kindern, die nicht so wollen wie ich?
Die mich hindern, meinen eigenen Weg zu finden, sollte jede Frau
doch kennen, dieses Gefühl um den 40.Gebirtstag, oder nicht?
Geht man dann über Leichen, um sich selbst zu finden?
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Kann man, wachesDornroeschen, kann man....
Kann man aber auch anders: Die "Kunst" der Selbstfindung und Selbstverwirklichung liegt eben darin, aus dem "Rosenkrieg" mit möglichst wenig Schrammen herviorzugehen und dabei auch möglichst wenig Schrammen auszuteilen.
Das Problem, das hier ja schon angesprochen wurde, liegt in der geistigen Reife der Menschen. Trennung schafft bei Jedem Schmerz, haben aber vormalige Partner eine geistige Reife entwickelt, dann weicht der Schmerz, die Trauer auch wieder der Freude. Hat einer der Partner - oder beide - eben nicht dieses Mass an geistiger Reife erreicht, so wird aus Trauer Wut, aus Wut Hass, aus Hass Bitterkeit.
Jeder einzelne Mensch ist bezüglich seiner Gefühle im "zarten Alter ab 30..." selbst versntwortlich. D.h.:wenn bei Deinem Partner eine Trennung Hass und Bitterkeit verursacht, so ist das bedauerlich, aber nicht Dein Verschulden, sondern es liegt an Deinem Partner, seine Gefühle aus dem Weg der Härte in den Weg der Milde zu transformieren. Wenn er die Reife dafür nicht hat - gibt`s psychologische, psychosoziale, philosophische und religiöse Hilfen zu `hauf.
Klar hat das gehen des eigenen Weges auch ein Stück weit was mit Egoismus zutun - meine Erfahrung hier ist ganz einfach: Entweder man traut sich dieses gesunde Mass an Egoismus zu - oder man geht für die/den Anderen unter. Sicherlich gibt`s auch hier einen goldenen Mittelweg - den kenn`ich aber nicht...
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