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So wie die zwei anderen monotheistischen Religionen, so hat auch der Islam zwei Seiten ein und derselben Medallie (=Koran). |
Ist es nicht so, daß man immer das, was man braucht und verwenden möchte, in den Heiligen Büchern findet ? Für fast alles ist Antwort da - ob man den Menschen etwas Gutes oder Schlimmes antun möchte. Es ist wie ein Gummiball, der sich ziehen läßt. Genau wie Gesetzesbücher. Jeder Jurist weiß, wo er zu suchen hat.
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Hallo Solution,
"Und selbst wenn dem so waere; die Kriegssituation ist gegeben, solange sich irgendwo auf der Welt Brueder und Schwestern im Islam im Krieg verteidigen muessen. "
Das Problem finde ich, ist noch vielschichtiger. Denn ab wann spricht man denn von einer Kriegssituation ? Für die einen, wenn sie bekämpft werden, für die anderen tritt sie schon ein, wenn der Islam nicht so ausgelebt werden kann oder nicht den Einfluss in der Gesellschaft hat, wie sie es aus SaudiArabien kennen.
Das Grundproblem wäre vielleicht, dass dem unvollkommenen Menschen überhaupt das Recht auf Krieg in betimmten Situationen, durch ein religöses Buch gegeben wird.
Adios
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Hallo *Flip*,
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| Das Problem finde ich, ist noch vielschichtiger. Denn ab wann spricht man denn von einer Kriegssituation ? Für die einen, wenn sie bekämpft werden, für die anderen tritt sie schon ein, wenn der Islam nicht so ausgelebt werden kann oder nicht den Einfluss in der Gesellschaft hat, wie sie es aus SaudiArabien kennen. |
Vollkommen richtig. Und hier ist auch das eigentliche Gefahrenpotential zu finden. Diese mangelnde (Definitions-)Sicherheit ist es, die prinzipiell jede nicht-orthodox-muslimische Gesellschaft zur moeglichen feindlichen Zielscheibe werden laesst.
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| Das Grundproblem wäre vielleicht, dass dem unvollkommenen Menschen überhaupt das Recht auf Krieg in betimmten Situationen, durch ein religöses Buch gegeben wird. |
Gerade im arabischen hat das Wort Krieg vielerlei Bedeutung und Interpretationen. Von einer blutigen kriegerischen Auseinandersetzung, ueber die Auseinandersetzung mit einem Gegner nur durch Worte, bis hin zum Kampf mit sich selbst, um Schlechtes zu unterdruecken und Gutes gewaehren zu lassen.
Bassam Tibi, arabisch: بسام طيبي (geb. 4. April 1944 in Damaskus) ist ein Politologe syrischer Herkunft, seit 1976 deutscher Staatsbürger. Seit 1973 ist er Professor für Internationale Beziehungen an der Georg-August-Universität Göttingen; zudem A.D. White Professor der Cornell University in New York, USA.
Bassam Tibi, Mitbegründer der „Arabischen Organisation für Menschenrechte“, المنظمة العربية لحقوق الانسان (al-munazzama al-'arabiya li-huquq al-insan), trägt außerdem den „Islamisch-Jüdischen Dialog“ und den „Cordoba-Trialog“ für den jüdisch-islamisch-christlichen Austausch mit. Er schreibt:
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... Im islamischen Kulturkreis, herrschen gänzlich andere Konzepte oder eine ganz andere Ethik bezüglich Krieg und Frieden vor, schreibt Tibi. ... Der Islam gilt als allen Menschen verkündet, natürliche Menschheitsreligion hat also den Anspruch der Missionierung.
Dar al-Islam, als Haus des Islam übersetzt ist gleichzeitig Dar al-Salam, Haus des Friedens.
Unter den Gläubigen soll Frieden herrschen. Der Islam versteht sich als Friedensreligion, die den Weltfrieden bringt. Dar al-Islam ist also auch die Umma, die Gemeinschaft der Gläubigen, die sich in Mekka gründete und von Medina aus ein Weltreich eroberte.
Die Welt der Ungläubigen heißt Dar al-Harb, übersetzt mit Haus des Krieges.
Aktuell würde synonym al-Gharb, der Westen verwendet. Tibi konstatiert eine das Denken bis heute prägende Dichotomie, eine Einteilung der Welt in diese zwei Häuser.
Für die Idee von souveränen Nationalstaaten und Bürgern sei darin kein Platz, die Loyalität gehöre der Umma.
Mohammeds Offenbarungen würden wörtlich genommen und seien zeitlos gültig.
Legitimität könne sich nur aus dem Koran ableiten.
Islam hieße Unterwerfung. Unterwerfung unter die göttlichen Gebote und ihre Auslegungen durch Korangelehrte. Entsprechend erschließen sich die Begrifflichkeiten.
Futuhat übersetzt er ... mit gerechter Krieg. Damit ist die Erweiterung der Umma beschrieben, praktisch die Eroberungen und Missionierungen zu den großen Zeiten der Kalifen
Djihad bedeutet nach Tibi grosse Anstrengung, den Glauben zu wahren, in einer ungläubigen Umgebung, aber auch ihn zu verbreiten. Erstere Bedeutung würden die Koranschriften aus
Medina nahe legen, zweitere die aus Mekka. Diese grosse Anstrengung würde im Jenseits belohnt werden. Aus der zweiten Bedeutung von Djihad ergibt sich die populäre Übersetzung von heiliger Krieg.
Diese Übersetzung wird sowohl im Westen verwendet als auch von fanatischen muslimischen Kämpfern, die den Koran nicht so gut studiert hätten...
Bewaffneter Kampf gegen die Ungläubigen würde im Koran hingegen in einigen Suren unter dem Namen Qihal gefordert.
http://www.kuwi.euv-frankfurt-o.de/.....ws/01-17-2006-Folie-1.pdf |
LG
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Gut, Gotteskrieger hin oder her. Das diese Menschen sich mit allem profieliren was nur halbwechs sich zum "Heiligenkrieg" eignet (im Koran) ist ja bekannt.
Was mich eher abschräckt, ist die so gennanten Blutrache (oder ehren Mord?) . Erst kürzlich wurde ein junges Mädchen gesteinigt, weil sie sich mit den falschen Mann ein ließ. Auch nicht gerade Islamisch oder?
ich unterscheide von den "Gotteskriegern" auf die generelle Islamische Mäntalietät. Auch wenn es warscheinlich das falsche Wort da für ist, aber wo sonst in der ganzen Welt, werden Menschen für ihr (in deren Augen) falsches handeln, ermordet?
Von der eigenen Familie (geplante Morde)
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| Bassam Tibi hat folgendes geschrieben: |
| Diese Übersetzung wird sowohl im Westen verwendet als auch von fanatischen muslimischen Kämpfern, die den Koran nicht so gut studiert hätten... |
Jetzt wäre interessant zu wissen, ob Bassam Tibi den Koranübersetzer Muhammad Muhsin Khan zu den schlecht informierten Westlern oder zu den schlecht informierten Fanatikern zählt.
| Muhsin Khan hat folgendes geschrieben: |
| 47:4 So, when you meet (in fight Jihad in Allahs Cause), those who disbelieve smite at their necks till when you have killed and wounded many of them ... |
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