|
|
|
Es besteht ein grundsätzlicher Unterschied zwischen dem Schreiben über irgendetwas und dem Schreiben an jemanden, z.B. über dessen Traum.
Menschen neigen allerdings dazu, entweder alles auf sich zu beziehen, oder dann eben nichts.
Im Traum ist das träumende Bewusstsein das Universum, in welchem sich alles ereignen kann. Da können neue Universen entstehen, ohne Probleme auf dem kleinsten Raum, das kommt uns vor als wären wir durch eine Türe gegangen, dabei gingen wir in eine andere Dimension.
Wenn wir dann im Wachbewusstsein auf das Traumgeschehen schauen, kommt uns vieles unlogisch vor, verrückt eben, nicht verstehbar, und es hat durchaus eine Berechtigung, warum das Bewusstsein im Traum Dinge verarbeitet, in einer symbolischen Form, weil das Bewusstsein wach diese Dinge und deren Verarbeitung nicht zulassen, geschweige denn akzeptieren würde.
Gerade daraus entstehen grotesk anmutende Widersprüche.
Es ist überhaupt kein Widerspruch, verheiratet zu sein und Kinder zu haben einerseits, sich aber anderseits nicht innerlich auf Beziehungen einzulassen. Im Alltag wird das locker mit ein paar Ritualen überbrückt. Man liebt die Menschen, wie man sie sehen will und wird schockiert, wenn man beginnt sie wahrzunehmen.
Genau dasselbe geschieht auch mit der Wahrnehmung der eigenen Person: Man liebt sich so, wie man sich sehen will, und der Traum kann einem oft aufzeigen, wo man beim Hingucken kräftig schummelt.
Gerade dabei sind Symbole das Werkzeug und gerade da liegt die therapeutische Funktion des Träumens und des Verstehens dieser Träume.
Therapie bedeutet nicht, dass jeder Träumer krank und zu therapieren wäre, aber jeder Mensch ist Klient und jedes Menschen Träume sind seine Sitzungen beim internen Psychologen
Was bei Sitzungen beim Psychologen ebenfalls zu erreichen versucht wird, indem Klienten in eine entspannte Bewusstseinslage gebracht werden (je nach Methode des Therapeuten) die einen ähnlich durchlässigen Zugang zum Unterbewusstsein erlaubt wie der Traum.
Traum ist eine Welt
Was wir vom Traum erinnern ist bereits eine weitere Welt, in der die erste angesehen wird
wie wir den Traum verstehen ist dann eine dritte, rationale Welt.
Das Zusammenspiel mehrerer Welten macht dann die Angelegenheit genannt "Leben" eher kompliziert und deren Ungleichgewichte kann man mit ganz vielen unterschiedlichen Methoden zu regeln versuchen.
Von diesen Methoden gibt es dann allerdings gewisse Richtungen, welche Menschen jeweils bevorzugen, was eine gewisse Typologie ermöglicht, welche es vereinfacht, dass im Prinzip die Betrachtung von Träumen 6.5 Milliarden verschiedener Traumsymboliken bedürfte.
Dazu und auch ganz allgemein ist es interessant und hilfreich, sich einmal mit dem Thema "Archetypen" zu befassen, das Stichwort sollte im Google zu einem hinlänglichen Studienmaterial führen.
|
|
|