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Erschreckend am Phänomen des grassierenden Kreationismus und bestimmt in engem Zusammenhang mit den vom PISA gemachten Testresultat empfinde ich die folgende Meldung, Abgekürzt: Dass Mensch und Schimpanse gemeinsame «äffische» Vorfahren besitzen, wird von fast 9 Prozent der Biologie-Lehramtsstudenten abgelehnt.
Aber hier der ganze Artikel aus:
Quelle: http://www.szon.de/news/politik/vermischtes/200704251073.html
| Zitat: |
25.04.2007 11:05
Viele angehende Lehrer bezweifeln die Evolutionslehre
Dortmund (dpa) Jeder achte Lehramtsstudent der Universität Dortmund bezweifelt die von der Wissenschaft nahezu unbestrittene Evolutionstheorie. Dies ist das Ergebnis von zwei Umfragen unter 1228 Studienanfängern des vergangenen Jahres, wie die Universität am Mittwoch mitteilte.
Demnach ist es für 12,5 Prozent der Befragten unklar, ob eine Evolution stattgefunden hat. Unter den Studenten waren auch 148 künftige Biologielehrer. Von ihnen äußerten sich 5,5 Prozent skeptisch - knapp 150 Jahre nach der Vorstellung der Evolutionstheorie durch den britischen Naturforscher Charles Darwin. Die Theorie beschreibt die Entstehung von Tier- und Pflanzenarten durch zufällige genetische Änderungen im Laufe von Jahrmillionen.
Dass Mensch und Schimpanse gemeinsame «äffische» Vorfahren besitzen, wird von fast 9 Prozent der Biologie-Lehramtsstudenten abgelehnt. Unter allen befragten Lehramtsstudenten waren es 13 Prozent. Der Aussage, «ein höheres Wesen hat den Menschen im Wesentlichen in seinem jetzigen Aussehen geschaffen» stimmten fast 10 Prozent der Biologen und 18 Prozent der Studienanfänger insgesamt zu. Die Untersuchung wurde geleitet von Prof. Dittmar Graf, der das Fach Biologie für angehende Lehrer unterrichtet.
«Wir waren ein wenig überrascht, dass solche Ansichten auch unter Biologiestudenten so verbreitet sind», sagte Graf. In den Lehrveranstaltungen würde man es so nicht bemerken. Als Gründe für die Skepsis sieht er Einflüsse aus den USA, wo die Evolutionstheorie viel stärker bezweifelt werde und die wortwörtliche Auslegung des biblischen Schöpfungsberichtes angesehener sei. Auch sei für manche Menschen die Tatsache kränkend, dass der Schimpanse im Erbgut näher mit dem Menschen verwandt sei als mit einem Gorilla. «Wir merken, dass die Skepsis gegenüber der Wissenschaft insgesamt wächst.» |
Das einzig Positive an der Welle der Naivität und der Kritik an der Evolutionslehre ist der Zweifel an Wissenschaft im Allgemeinen.
Dass man dabei in den Glauben an Märchen und Mythen wechselt ist schlichtweg tragisch.
Wenn ausgerechnet noch Biologiestudenten bejammern, Schimpansen näher verwandt zu sein als Gorillas, sehe ich darin eine Realsatire und auf diesen Umstand in der Verwandtschaft zu reagieren mit einem Zweifel an der Entwicklung allen Lebens aus wenigen Urformen ist nachgerade lächerlich.
Das Benehmen der "christlichen" Kreationisten ist, verglichen mit der islamischen Entrüstung an den "satanischen Versen" kindisch und entbehrt jedes Ehrgefühls gegenüber göttlicher Schöpfung, denn Schimpansen sind gewiss nicht weniger respektable Primaten als Gorillas oder Paviane und nicht geringer zu schätzende Lebewesen als Wale, Hyazinhten, Brennesseln oder Tausendfüsser.
Wenn man beim gegenwärtig verfügbaren Material an Belegen und Einsichten auf einer paradigmatischen Märchengeschichte beharren will, mag man dies im privaten Rahmen tun, aber solchen Unsinn auch Kindern weiter vermitteln zu wollen grenzt denn doch an geistige Körperverletzung und absichtliche ehinderung intellektueller Entwicklung.
Mit herzlichen Wünschen für gute Besserung allen vom Kreationismus infiszierten Lebewesen.B.E.
Im Zusammenhang mit ebenfalls weltweitem Vorrücken faschistoider Gruppen kann ich den Kreationismus nur als gefährlich und höchst bedenklich einstufen, bei aller Lächerlichkeit.
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