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Vielleicht auch passend dazu:
http://www.aivanhov.de/theory/1_schoepfung.htm
"Unter den hartnäckigsten Instinkten, die der Mensch besitzt, befindet sich das Bedürfnis ein Schöpfer zu sein und somit Gott ähnlich zu werden. Wenn man nicht 'Schöpfer' von Kindern sein möchte, so wenigstens von Skulpturen, Denkmälern, Tänzen, Liedern, Gedichten oder Musik. Die Existenz der Kunst ist der Beweis dafür, dass dieser Wunsch, Schöpfer zu sein, den jeder Mensch durchlebt, sich nicht nur auf die 'Schöpfung' von Kindern, auf eine einfache Fortpflanzung beschränkt, um die Art zu erhalten, sondern sich auch als das Bedürfnis äußert, weiter zu gehen, ein bisschen mehr zu tun und die alte Form durch eine neue, schönere und vollkommenere zu ersetzen. Die schöpferische Fähigkeit des Menschen ist noch höher einzustufen als seine gewöhnliche Bewusstseinsebene. Sie befindet sich in einem Teil seiner Seele, der in sich die Vorstellungskraft, die Fähigkeit besitzt, die Wirklichkeiten, die uns übertreffen, zu erforschen, zu betrachten und daraus Elemente zu empfangen. Schöpfen heißt, sich selbst zu übertreffen, über sich hinauszuwachsen.
Wir können auf der Erde gar nichts verbessern, wenn wir nicht höher oben andere Bilder, andere Daseinsformen sehen, die uns als Beispiel und als Vorbild dienen. Man kann überhaupt nichts Schöneres und Besseres schaffen, wenn man nicht irgendwo eine Wirklichkeit kontempliert hat, die uns übertrifft. Und dies ist eben die Arbeit der Eingeweihten. In ihren Meditationen, ihren Kontemplationen, ihren Ekstasen schaffen sie es, diese oben vorhandene Vollkommenheit zu empfangen. Und danach bemühen sie sich, dies alles hier auf Erden wiederzugeben. Die meisten Menschen verstehen es nicht, sich zu erheben, um eine höhere Welt aufmerksam zu betrachten und machen keine Fortschritte. Die Natur allein ist wahrhaft schön mit all ihren Seen, ihren Bergen, ihren Flüssen. Das hingegen, was die Menschen da mitten hineingesetzt haben, ist oft so hässlich! Doch dank der Meister und Eingeweihten, die auf die Erde herabsteigen, um trotz aller Hindernisse neue, näher dem Himmel stehende Begriffe zu bringen, schreitet die Arbeit an der Verbesserung der Menschheit fort."
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