[...]Spätestens hier aber kommen wir zu dem Kernproblem: zu dem Paradies als solchem. Man wundert sich ja, dass es dort bis heute überhaupt gut gegangen ist. Denn in allen großen Weltreligionen ist nach der frommen Durchquerung des irdischen Jammertals eine Belohnung im Jenseits, im Paradies vorgesehen. Allerdings ist die Zugangsberechtigung und gemeinsame Nutzung des Paradieses noch in vielem ungeklärt. Man sollte also nicht den zweiten Schritt vor dem ersten tun und vor der Abschaffung des Limbus zunächst die Grundfragen des Paradiesaufenthalts klären. Dem kann sich im Rahmen des oft beschworenen interreligiösen Dialogs auch die katholische Kirche schwerlich entziehen. Sie behauptet nach einer jüngsten Erklärung des Papstes zwar zum wiederholten Mal ihr kirchliches Alleinvertretungsrecht, hat aber im Hinblick auf die anderen Weltreligionen das Jenseits nicht etwa in Parallelparadiese oder himmlische Sonderzonen aufgeteilt. Daraus aber könnten sich nun erhebliche Auslastungsprobleme ergeben. Nach der ersten Welle frühchristlicher Märtyrer dürfte inzwischen die wachsende Zahl der selbst ernannten muslimischen Märtyrer, alle in Begleitung von 70 Huris, die paradiesischen Zustände drastisch verändern. Ein überfülltes Paradies ist per definitionem kein Paradies mehr.
ich glaub nicht das es gott gefallen würde wenn der papst bibelstellen wegradieren würde nur weil es nicht zu der zeit passt.
Bibelstellen werden nicht (mehr) ausradiert sondern für metaphorisch erklärt.
Was früher wörtlich und als historisch wahr angenommen wurde, soll heute im übertragenen Sinn verstanden werden.
du meinst sie werden gedanklich wegradiert. ist doch dasselbe.
Was ist daran wegradiert, sie werden anders ausgelegt.