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Salam,
Martin,
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Ich bin der Meinung, dass die Furcht vor etwas einen Menschen vor diesem Etwas eher distanziert als hinführt.
Ich bin auch der Meinung, wenn ich Dinge unterlasse, aus Angst vor einer Bestrafung Gottes, dann ist mein Motiv ein niedrigeres, als wenn ich es unterlasse, weil es meiner Überzeugung zuwiderläuft.
Ebenso bin ich der Meinung, dass wenn ich etwas tue, um dafür von Gott belohnt zu werden, dann ist mein Motiv ein niedrigeres, als wenn ich es aus gutem Willen und ohne Erwartungen tue. |
Nicht jeder Mensch ist in der Lage, diese tiefgründige Erkenntnis zu erlangen. Es gibt mehrere Arten von Menschen und Gläubigen. Die, die sich vor der Strafe fürchten, die, die gerne die Belohnung haben wollen und dann gibt es noch diejenigen, die aus Selbstloser Liebe zu Gott Gutes tun. Die meisten gehören, denke ich, in die erste Kategorie und einige in die Zweite. Die Dritte beschreibt die höchste Stufe des Glaubens und ist das Ziel, welches zu erreichen lobenswert ist. Aber aufgrund der äusseren Umstände in der ein Mensch aufwächst, haben die meisten Menschen nicht die Möglichkeit, diese Einsicht zu erlangen. Sei es aufgrund Armut, mangelnder Bildung oder zu geringer ,Reife"/Lebenserfahrung. Wenn man dies erkennt und das Prinzip, welches dahinter steckt versteht, braucht man sich auch keine Sorgen mehr zu machen, wenn man in die 3.Kategorie gehört. Da der Islam eine Religion für alle Menschen ist, muss auch für die Belange jeder dieser Menschen gesorgt werden. Erzähle mal einem Kameltreiber in Nordafrika, er solle sich an Gottes Gebote halten um ein Gottergebener Mensch zu werden. Der wüsste wahrscheinlich gar nicht, was er mit dieser Aussage anfangen soll. Wenn du ihm aber erzählst, das dann er sonst schlimm bestraft wird bzw. ins Paradies kommen wird, überlegt er sich das Ganze wahrscheinlich nochmal.
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