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Ehrlichkeit?












Also ich habe mir heute mal so einige Gedanken gemacht.

Was würdet ihr tun.

Fall 1: Ihr wollt mit dem Zug in den nächsten Ort fahren. Der Fahrkartenschalter hat geschlossen, der Automat geht auch nicht. Ihr steigt in den Zug, geht zum "Lokführer" (Schienenbus), der meint, da kannich auch nix machen. Ihr fahrt also bis in den nächsten Ort.
Was dann?

Fall 2: Ihr geht in ein Kaufhaus, wenig Leute, dann liegt dort ein 5 Euro Schein.
Was dann?

Mich interesiert was ihr da in diesen beiden Fällen tun würdet. Beide Fälle gab es im realen Leben.
Liebe Aysha,
zu deinem ersten Beispiel kann ich sagen, das mir das durchaus nicht nur einmal passiert ist. Abhilfe habe ich dadurch geschaffen, das ich vom Schaffner die Fahrkarte gekauft habe.
das hat aber meines Empfindens nach nichts mit Ehrlichkeit zu tun, sondern viel mehr mit einer Regel an die ich mich zu halten habe.

Auch im zweiten Falle gibt es eine Verbindung zu einem Geschehnis meiner Seite; ich fand einst ein Portmonaise im Abteil eines Zuges - das Abteil leer, der ganze Waggon nur minimal besetzt; Inhalt der Geldbörse:
2345 DM und ein bisschen Kleingeld, samt Papiere und Ausweisen. Ich habe das Portemonaise mit nach Hause genommen (ohne Inhalt zu entwenden), das Telefonbuch nach den Daten auf dem Personalausweis durchsucht; ein Treffen mit dem Besitzer organisiert und ihm den kompletten Fund übergeben. Er bedankte sich indem er mir 100 DM geben wollte, was ich aber nicht annehmen konnte.

liebe Grüsse
Gaby
Hallo Aysha,

Fall 1: Würde ich im anderen Ort zum Fahrkartenschalter gehen,
um eine Fahrkarte in die 'verkehrte' Richtung nachzulösen, würde
der Beamte dort vielleicht meine Ehrlichkeit (ehrlich?) bewundern,
sich aber ziemlich sicher nur über die zusätzliche Arbeit ärgern.
Ich würde ihm sagen daß der Automat kaputt ist. Dann kann er ja
nachfragen...

Fall 2: Als ich vor ein paar Wochen mit meiner kleinen Tochter
unterwegs war, fand sie am Straßenrand einen € 20.-Schein.
Sie war so selig damit, daß ich den Gang zum Fundamt gar nicht
erwogen habe. Allerdings bin ich auch nicht sicher, ob ich's allein
getan hätte - welcher normale Mensch, der auf der Straße 20 €
verliert, würde am Fundamt danach fragen (vorausgesetzt der
Verlust fällt ihm überhaupt auf...)? Vor ein paar Jahren habe ich
auch auf der Straße eine Kamera gefunden (€ 300.-Klasse).
Natürlich habe ich sie aufs Fundamt getragen - und nach einem
Jahr wieder geholt, weil niemand danach gefragt hatte.
Also dies alles hatte ich persönlich erlebt.

Fall 1:
Zugbegleiter war keiner da, wo ich hätte eine Fahrkarte nachlösen können.
Ich stieg nach 6 km am Fahrziel aus, ging zum Fahrkartenschalter und verlangte eine Fahrkarte von Tiengen nach Waldshut und retour (Tiengen war mein Abfahrtsbahnhof). Der Fahrkartenverkäufer schaute mich mit großen Augen an, konnte es nicht glauben.

Fall2:
Ist mir erst gestern im EDKA markt passiert, es waren keine Kunden zu sehen, beider Kühltheke lag ein 5 Euro Schein, er war zusammengefalltet. Ich hob ihn auf, machte meinen Einkauf und bei der Kasse gab ich die % Euro ab, sagte die habe ich gefunden.
Die Kassiererin schaute mich an, konnte es nicht glauben, meinte das gibt es selten. Ich sagte das ist schon recht. Sie meinte ob sie mich informieren solle wenn sich jemand melden sollte, ich sagte ach nein, das ist nicht notwendig.
"Draufgezahlt" hatte ich natürlich auch schon mal.

Ich war noch ein Kind und vertrug Zeitungen, natürlich musste ich dan auch einmal im Monat kassieren gehen.

Als ich fast fertig war, und bei der nächsten Kundschaft kassieren wollte, da merkte ich , dass der Geldbeutel weg war. Ich den ganzen weg zurück, es waren ja nur 300 Meter Weg wo der Geldbeutel hätte liegen können. Nichts,weg, das Herz raste. Ich ging nach Hause, 700 DM waren weg. Mein Vater mit mir mit, wir hatten gesucht nichts, waren bei den Leuten wo ich zuletzt kassiert hatte nichts. Meine Eltern machten dann so Plakate wo der Geldbeutel beschrieben war,es handelte sich um einen Serviergeldbeutel (oder wie das Teil heißt). Auch beschrieben sie das ich, eben ein Kind das verloren hatte, wie und was. Nix niemand meldete sich.


........dann gibt es da noch eine Freundin von mir.

Wir waren einmal einkaufen. Als wir schon im Auto saßen, wollten gerade wegfahren, da sagte sie zu mir, also ich weiß nicht, mir kommt da etwas komisch vor. Wir rechneten nach und tatsächlich, die Kassiererin gab uns zu viel Geld heraus. Sie stieg aus, und brachte den zuviel erhaltenen Betrag zurück.

Mir ging es so ähnlich, geschah auch in dem Geschäft wo ich die 5 Euro fand. Ich kaufte zwei Schachteln Kakao, also den echten, aber ich sollte einen normalen trinkfertigen kaufen. Als ich zu Hause war sagte die Freundin, oh man DU, nicht den, den den man gleich trinken kann. Okay no Problems, ich zurück, dochunterwegs sah ich mir den Kassenbon an, hatte die doch glatt nur eine Schachtel berechnet, ich hätte also eine behalten können.
Nein!
Ich sagte an der kasse, dass ich eben den falschen kakao gekauft habe, aber eben auch nur eine Schachtel berechnet wurde. Ich gab beide zurück und nahm den richtigen diesmal mit.
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