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Ich glaube, dass Religionen notwendig sind für die meisten Menschen. Denn sie geben Regeln vor, sie erklären, sie vermitteln zwischen dem großen Gott und mir kleinem Menschlein. Und sie zeigen Wege, wie man frei wird von Schuld durch Vergebung. Und das ist eine großartige Sache.
Weil Religionen Menschenwerk sind, deshalb leiden sie allerdings auch unter den vielen Absonderlichkeiten und Lieblosigkeiten, den Verbrechen, die sie begangen haben und die sie noch immer begehen.
Wenn Du selbst ein gebranntes Kind bist, was Religion angeht, so vergiß bitte nie, dass Gott und die Liebe zu Ihm unabhängig von jeder Religion ist. Gott ist. Liebe ist. Gott und Liebe, beides sind absolutes Sein.
Und wenn man dann tief hinunter fällt in die Dualität, dann wird man mit Religion konfrontiert. Von der man sich aber auch wieder frei machen kann.
Für meine Beziehung zu Gott brauche ich keine Religion, wenn ich bereit bin, ständig im Dialog mit Gott zu bleiben und die Verantwortung für das, was ich lebe, ganz zu übernehmen. Mich Ihm ganz auszuliefern, mit anderen Worten.
Und dazu fällt mir ein Spruch von C.G. Jung ein:
"Der schöpferische Mystiker war von jeher das Kreuz der Kirche. Aber diesen Menschen verdankt die Menschheit ihr Bestes."
Nein, bequem waren und sind Mystiker nicht. Sie sind so schrecklich unabhängig und - frei!
Inanna
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