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Hallo Gabriele,
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| Naja, ehe der Mensch erkennt, muß er erst mal durch alles durch, was es so gibt und ehe er ein bißchen weiser wird und die so wichtigen Dinge kennt, muß er sie erst erfahren. Man wird von einem Säugling nicht erwarten, daß er gleich das Abitur macht, sobald er die ersten Töne hören läßt. |
Das Problem der Lebewesens in dem vor uns manifestierten materiellen, zeitweiligen Kosmos ist nicht das es nichts weiss, sondern das es nichts wissen will.
Das Wesen unseres ewigen, transzendentalen Selbst ist von ewiger Substanz voll Wissen und Glückseligkeit.
Weil das Lebewesen aber Gott vergessen möchte wird es in Unwissenheit geboren.
Verstehen ist abhängig von Bewusst-sein.
Bewusst-sein bedeutet "wie stark identifiziere ich mich mit dem Körper und der mit ihm verbundenen Denkweise".
Der Bauer wirft die "Perlen" auch nicht vor die Schweine die nur daran interessiert sind, sich im eigenen Kot zu wälzen. Sie kennen den Wert der Perlen nicht, weil ihnen Perlen nicht die Freude schenken die sie suchen. Unser streben nach Glück ist von unserem Bewusstsein, der Identifikation mit unserem zeitweiligen Körper, abhängig.
Das Schwein findet Freude am eigenen Kot, der Hund findet Freude am Schnuppern von Urinspuren und am Geschlechtsverkehr in aller Öffentlichkeit.
Alles was wir tun, steht in Beziehung mit Suche nach Freude/Glück.
Das Lebewesen sucht, abhängig von seinem Bewusstsein, nach verschiedenen Arten des Glücks. Manche nach Glück in der Erscheinungsweise der Unwissenheit, tamaguna (z.Bsp. Schlaf, Drogen, Fleischessen) andere in der Erscheinungsweise der Leidenschaft, rajaguna ("großartige" materielle Ziele - Bau von Wolkenkratzern oder Firmen/Machtimperien, Gründung von Hilfsorganisationen basierend auf der Hilfe für den vergänglich, materiellen Körper) und andere in der Erscheinungswiese der Tugend, sattvaguna (Suche nach Selbsterkenntnis, Gotteserkenntnis).
Was aber ist der Faktor der verantwortlich ist für die jeweilige Bewusstseinsebene des Lebewesens?
Es ist Karma - das Geniessen wollen der Ergebnisse unserer Handlungen.
So geht das Lebewesen entweder sündhaften oder frommen Tätigkeiten nach. Fromme Handlungen schenken uns in der Zukunft materielle Freuden (Schönheit, Reichtum, Ruhm etc.) und sündhaftes Handeln schenkt uns Leid.
So ist das Bewusstsein des Lebewesens gebunden an die eigenen Handlungen in der Vergangenheit.
Es gibt also keine stetige nach obengerichtete Entwicklung des Bewusstseins, vielmehr ist es gefangen im "Rad des Lebens", samsara.
Vergleichbar einem Riesenrad - mal rauf - mal runter, mal rauf - mal runter ......
In diesem Kreislauf ist das Lebewesen hilflos gefangen. Erst durch das Einwirken der Höchsten Persönlichkeit Gottes kann es aus samsara befreit werden.
Shri Krishna in der Bhagavad-Gita:
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| "Alle belohne Ich in dem Masse, wie sie sich Mir ergeben. Jeder folgt Meinem Pfad in jeder Hinsicht, o Sohn Pritas." (BG 4.11) |
Und über die Art und weise wie wir uns dem Höchsten alles kontrollierenden Wesen ergeben können, kann uns nur der Höchste Herr selbst Auskunft geben.
Sobald sich das Lebewesen in dieser Weise dem Herrn zuwendet, wird es nach und nach von seinem Karma befreit und kann erst dann auf die transzendentale Ebene gelangen wo es sich selbst und später auch Gott verstehen kann. ---> nicht mit materieller Intelligenz, sondern mit transzendentaler Intelligenz.
Shri Krishna in der Bhagavad-Gita:
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Ich bin der Ursprung aller spirituellen und materiellen Welten. Alles geht von Mir aus. Die Weisen, die dies vollkommen verstanden haben, beschäftigen sich in Meinem hingebungsvollen Dienst und verehren Mich von ganzem Herzen. (BG 10.8 )
Denjenigen, die Mir ständig hingegeben sind und Mir mit Liebe dienen, gebe Ich das Verständnis, durch das sie zu Mir gelangen können. (BG 10.10) |
@Gabriele
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| Ich will es ganz einfach nur verstehen. Und es soll so geschrieben stehen, daß es auch in meinen Gehirnskasten rein geht. Danach kann ich weiter darüber nachdenken. |
Das ist sehr lobenswert. Materielle Dinge können wir auf diese Weise verstehen. Aber transzendentale Themen sind für ein materielles Bewusstsein unerreichbar. Erst wenn wir von unserem Karma befreit werden, und damit von der uns bindenden materiellen Natur, ist es uns möglich stufenweise zu unserem ursprünglichen transzendentalen Bewusstsein zurückzugelangen.
Wichtig ist auch die Qualität der Wissensquelle. Denn transzendentales Wissen kann nur von jemandem weitergegeben werden der es erfahren hat.
In diesem Zusammenhang spricht man von Jnana und Vijnana (gesprochen; gijana und vigijana)
Wir hören aus der Bhagavad-Gita transzendentales Wissen (jnana), aber erst durch das aktive Handeln nach diesen Anweisungen (vijnana) kommen wir auf die Ebene der Erkenntnis/Erleuchtung.
Liebe Grüsse
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