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Hallo. Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Ich habe schon länger in diesem Forum gelesen und mich heute entschlossen anzumelden.
Ich war bisher unreligiös, da ich glaubte, dass Religionen die Menschen eher auseinander bringt, als zusammenbringt. Ich war einmal aufgrund motorischer Probleme und ADHS für einige Jahre in einer Körperbehindertenschule und habe dort viel Leid gesehen. Mein damals bester Freund ist an Muskelschwund gestorben. Habe aber den Schulwechsel geschafft und nun auch mein Abitur gemacht. Ich will nicht zuviel persönliches schreiben, aber ich möchte meine Situation erklären. Ich hatte ein sehr schweres Leben, da ich aufgrund meiner Behinderung oft nicht von meinen Mitschülern akzeptiert wurde, meine Mutter sich schon mehrere Male das Leben nehmen wollte und mein Vater ein Nazistischer Alkoholiker ist, zu dem ich inzwischen den Kontakt abgebrochen habe. Durch all das wurde ich zu einem Metaller (die Musik wurde sozusagen meine Identität). In meiner Musik konnte ich all meine Enttäuschung und Wut rauslassen. Die Wut und der Hass wurden zu einem weiten Teil meiner Identität.
Nachdem ich jedoch mein Abitur gemacht habe, habe ich mich entschieden für ein Jahr nach Großbritannien zu gehen. Ich habe mich bei einer christlichen Organisation beworben, obwohl ich dem christlichen Glauben doch sehr ablehnend gegenüber stand, tat es jedoch, da ich mir kein Work & Travel leisten konnte. Jetzt bin ich hier und arbeite mit Drogenabhängigen. Dies und die Tatsache, dass ich jetzt das erste Mal sozusagen in Freiheit (davor hatte ich viele Probleme zuhause) lebe, hat mich doch sehr zum Nachdenken gebracht und ich habe mir die Frage nach dem Sinn des Lebens gestellt. Durch meine christliche Organisation habe ich einen Pfarrer als Mentor mit dem ich mich alle 2 Wochen zu einem Gespräch treffe. Wir haben uns von Anfang an sehr offen unterhalten und ich habe so viel Wahrheit im christlichen Glauben gefunden. Der Kerngedanke von (Nächsten-) Liebe ist einfach Wunderbar. Ich erkannte, dass es Liebe war, die ich in meinem alten Leben so sehr vermisst habe. Trotzdem war ich dem Christentum noch sehr skeptisch, da viele Christen meiner Meinung ihren Glauben doch sehr oberflächlich leben, sich einfach nur an Regeln halten, ohne Liebe und Leidenschaft dazu. Damit meine ich nicht jeden, aber viele. Wie zum Beispiel beim Thema "kein Sex vor der Ehe". Ich denke hier sollte es einem nicht bloß um das beachten von Regen gehen, die man einfach nur einhalten muss, sondern man muss bei allem immer den Sinn versehen und ihn dann für sich annehmen. Für mich war dieser Gedanke zu beginn doch sehr abstrus. Warum sollte man so etwas tun und seine Triebe so künstlich unterdrücken. Jedoch habe ich in meiner Arbeit mit den Drogenabhängigen erfahren, was passiert, wenn man sich bloß an seine Triebe hält. Menschen handeln unmoralisch und suchen nur den Schnellen Spass. Das kann durch Sex, Drogen, Alkohol und andere Dinge erfolgen. So habe ich festgestellt, dass es nicht der Sex ist, der schlecht ist, sondern die Gier etwas zu besitzen. Wenn sich Menschen heutzutage oftmals im gegenseitigen Einverständnis als Objekte der Begierde herunterstufen und nicht mehr in eine Beziehung bauen und am Ende bei beiden nur die Leere zurück bleibt. Ich habe hier in Großbritannien eine Reihe junger Christen kennen gelernt, die sich an diese Regel halten wollen. Und ich bewundere, wie sehr sich diese Menschen zu lieben scheinen in einer Welt in der alles immer schneller wird. Jedoch halte ich es aufgrund "neuer" (waren zur Zeit der Bibel ja noch nicht da) Errungenschaften der Verhütungsmethoden für nicht zu schlimm, wenn man in einer gut laufenden Beziehung schon vor der ehe Sex hat. Damals war es sicher noch wichtiger als Heute, da man sich schützen kann.
Jedoch bin ich auch Umweltschützer und viele der Christen die ich hier kennen gelernt habe, haben gemeint, dass man nichts gegen Globale Erwärmung tun könnte und sie lediglich versuchen nach der Bibel zu leben und somit weiter zum Becker mit dem Auto fahren kann. Solche Dinge haben mich so wütend gemacht. Klar das damals noch nichts dergleichen in diesem alten Buch drin stand, dass man Flüge meiden sollte und stattdessen lieber mit dem Zug fahren soll, da das weniger Emissionen verursacht. Deswegen finde ich Religion sollte auch immer mit den Zeitgenössischen Problemen auseinandersetzen und nicht bloß in der Vergangenheit leben, da sich die Welt verändert.
Aber um wieder zu meinem Thema zurückzukommen.
Seit ich mich mit dem Christentum beschäftigt habe habe ich auch sehr viel Angst vor der Hölle bekommen. Es fing mit der ersten Konferenz meiner Organisation an, bei der alle mehrmals täglich beten mussten und uns dort von Erlösung erzählt wurde, weil wir ja alle den richtigen glauben hätten. Es fühlten sich auch viele andere sehr stark in die Ecke gedrängt, vor allem die die nur leicht christlich waren, oder die die es gar nicht waren und wie ich Agnostiker sind/waren. Bei mir hat sich diese Angst jedoch angehalten...
Ich las mehr und mehr über das Christentum und über die Hölle und ich stellte mir logische Fragen wie zum Beispiel, dass Gott (als Jesus) für unsere Sünden selbst sterben musste und das einzige was man daran tun muss ist daran zu glauben? Wenn Gott Gott ist, dann müsste er doch er doch nicht erst selbst für uns sterben, oder? Und was bedeutet glauben? Soll ich Jesus anbeten, oder an seine Werte glauben, an Gewaltlosigkeit, Nächstenliebe und Verzeihung? Dafür brauche ich aber keinen Gott.
Fragen an euch zum Nachdenken. Kommt die gläubige italienische Mafia in den Himmel und ein guter Buddhist (Vegetarier, Menschenrechtler, oder was auch immer er in seinem Leben sein mag) in eine ewige Hölle, weli er nicht an diesen Gott geglaubt hat? Das hört sich für mich nicht nach einem guten Gott an, sondern nach einem zornigen und eifersüchtigen Kind. Aber wenn Gott Gott ist, dann muss man ihn am Ende ja so nehmen wie er ist, weil man ja eh keine Wahl hat. Ich habe dann über die Allaussöhnung und Allversöhnung gelesen und wurde immer verwirrter. Ich fragte mich wie ein liebender Gott sowas wie eine Hölle in der Ungläubige für alle Zeit schmoren sollen erschaffen kann.
Vom Christentum kam ich auf den Islam der mir in vielen Bereichen schlüssiger in seiner Erklärung vorkommt. Die Liebe Gottes scheint bedingt zu sein. Auch das sich Jesus als Sohn Gottes für unsere Sünden hingegeben haben soll wird dort anders beschrieben, indem gesagt wird, dass er nur ein von Allah erretteter Prophet ist und statt Jesus ein anderer Mann gekreuzigt wurde, der ihm ähnlich sieht. Hört sich sehr schlüssig an. Was mich auch immer sehr gestört hat am Christentum ist die Trinität. Jesus betet Gott an, wenn er doch Gott ist. Ich habe mir das Johannesevangelium zum größten Teil durchgelesen (den Schluss noch nicht) und dort bittet Jesus Gott um Hilfe. Er betet ihn an. Würde er sich selber anbeten? Mir scheint dieses Dogma eine falsche Interpretation der katholischen Kirche zu sein, die die Trinität im 3ten Jahrhundert festgelegt hat. Klar es steht, dass man nur durch ihn an Gott kommt, aber es könnten ja auch seine Lehren als Prophet und NICHT als Sohn Gottes gemeint gewesen sein und Jesus wusste nicht, dass nach ihm noch ein Prophet kommt.
Da die Bibel erst mündlich überliefert wurde kann ich mir schon sehr gut vorstellen, dass sie über die Zeit verfälscht wurde. Würde ich jemanden eine Geschichte erzählen, was erst viele Jahre später von anderen Menschen aufgeschrieben wird, dann würde sie z.B. 100 Jahre später sicherlich einen anderen Sinn enthalten.
Der Islam gibt da anscheinend ja die Antwort drauf, jedoch gefallen mir im Islam die vielen "Hassreden" Mohammeds nicht, die mich sehr an das alte Testament erinnern (und irgendwie besser ins das Bild von Gott passen als das neue Testament, wenn man an das AT denkt). Das Mohammed mit der 9-jährigen Aisha Geschlechtsverkehr hatte finde ich schrecklich. Das ist in der westlichen Welt heutzutage aus gutem Grund verboten. Wie denkt ihr Muslime dazu? Haltet ihr den Sex eines 50-jährigen mit einer 9-jährigen für richtig?
Ich habe auch von den Wundern im Koran gelesen, die mich wirklich verblüfft haben, wie zum Beispiel das von Allahs Unterschrift in einem Koordinatensystem und wenn man die Achsen vertauscht bekommt man das Wort Mohammeds in arabischer Handschrift heraus. Im Koran steht nach den neuen Übersetzungen auch, dass die Erde wie ein "Ei" sei und dies wurde ja auch erst später herausgefunden, dass unser Planet weder Flach ist, noch dass die Erde vollkommen rund ist, sondern dass sie Ellipsenförmig ist. Jedoch wird der Koran ins deutscher erst seit dem diese Tatsache bekannt ist so auch übersetzt. Davor wurde die Erde noch als Flach übersetzt. Ich habe auf einer Seite gelesen, dass die Übersetzer die mehreren Möglichkeiten einfach falsch übersetzt haben, weil sie es damals noch für unmöglich hielten, als von einem "Ei" gesprochen wurde. Jedoch weiß ich dass man so einfachen Aussagen aus dem Internet nicht einfach so eben trauen kann. Laut der Aussagen vieler Muslime muss um den Koran zu verstehen Arabisch lernen. Heißt das, dass alle Menschen die keine Chance haben arabisch zu lernen verdammt sind, weil sie eine Religion nicht einfach so glauben können. Gerade als Deutscher habe ich durch die Zeit des Nationalsozialismus gelernt, dass man nicht einfach blind irgendwelchen Autoritäten folgen soll, ohne mich meines Verstandes zu bedienen. Klar ist Gott\Allah nicht Hitler, aber auch Allah scheint gegen den "totalen Krieg" gegen ungläubige aufzurufen? Ist Eifersucht im Islam keine Sünde? Im Christentum ist es eine, glaube ich, oder nicht. Warum darf es dann Gott? Wie ihr sieht habe ich mir in sehr kurzer Zeit sehr viel an gelesen und das aufgrund der Angst, dass ich in die Hölle kommen könnte. Was denkt ihr? Ist dieser Allah ein guter Gott? Wenn er nur eine gewisse Auswahl an Menschen bei sich im Himmel haben möchte, dann könnte er die anderen Seelen ja einfach zerstören, aber nein er muss sie aufs übelste foltern...
Wie kann man nur sowas unnötiges und grausames wie eine Hölle erschaffen?
Schreibt mir eure Gedanken zu dem Beitrag und ob ihr an die Hölle glaubt.
Vielen Dank für jede ernst gemeinte Antwort.
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Oh jeh .... wie hat es mal Lukrez formuliert:
Denn wie Kinder zittern vor Schrecken und alles im blinden Dunkel fürchten, sind wir bei Tage vor Dingen in Ängsten manchmal, die man nicht mehr zu fürchten brauchte als das, was Kinder im Dunkel bebend erwarten und wähnen als kommend. (De rerum natura 60 v. Chr.)
So ist das auch mit der Hölle - wer sich dadurch in Angst versetzen lässt ist selber schuld. Vielleicht sollte mal jemand dem Papst vorschlagen sie abzuschaffen. Die Vorhölle wurde ja vor kurzem vom Papst Benedikt abgeschafft. Ich wäre ja fast schon vom Stuhl gefallen, als ich das gelesen hab.
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Ich fürchte die Hölle, ich habe sehr große Angst davor dass, ich von Gott ins Fegefeuer komme, wenn es soweit ist werde ich meine Bösen Taten bereuen das noch alles, gut wird und wenigsten nach dem, Tote mein Frieden habe.
Allgemeines über das Fegefeuer
Die Realität des Fegefeuers darf nicht stillschweigend übergangen werden. Die Lehrelemente, die eine solche Aussage gestatten, finden sich im wesentlichen in der Heiligen Schrift und in der Tradition. Denn gerade die christliche Tradition übergibt uns die tröstliche Lehre vom Fegefeuer, von der Läuterung in der barmherzigen Liebe Gottes, der will, dass niemand verloren gehe. Ja, es genügt zu lieben, denn "Gott ist Liebe", und unsere Religion ist eine Religion der Liebe. Darum ist jede Sünde zunächst ein Mangel an Liebe. Sie ist ein Vergehen gegen Gottes Liebe. Daher muss sie auch durch die Liebe gesühnt werden: betende und sühnende Liebe in diesem Leben, leidende und verzehrende Liebe im jenseitigen Leben. Denn wer in der Gnade Gottes stirbt, aber noch nicht frei ist von allen Sünden und Sündenstrafen, kann nicht sofort in den Himmel eingehen, sondern kommt an einen Reinigungsort, den die Kirchenväter "Fegfeuer" oder "Reinigungsfeuer" nennen.
Die Armen Seelen sind erfüllt von bitterer Reue über ihre Sünden und von brennender Sehnsucht nach dem heiligen, guten Gott. Sie leiden umso mehr im Reinigungsort, je mehr sie die Gnaden der Bekehrung oder Vereinigung, die Gott ihnen tagtäglich angeboten hat, auf ihrem irdischen Pilgerweg vernachlässigt haben. Die Seelen im Fegefeuer heißen zurecht "Arme Seelen", hilfsbedürftige Seelen. Sie können nichts mehr für sich tun. Nur mehr sühnen, leiden, beten, bitten!
Die Leiden und Strafen der Armen Seelen sind nach dem heiligen Augustinus schlimmer als die Qualen der Märtyrer. Thomas von Aquin, der große Theologe, Kirchenlehrer und Heilige, lehrt: "Die geringste Strafe im Fegfeuer ist schlimmer als das größte Leid auf Erden." ...
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| Für mich bedeutet dies, dass es wirklich woanderes intelligentes Leben im Universum gibt. Angesichts solcher Argumente würde ich auch jeden Kontakt vermeiden!
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Lieber Searcher, ich habe Deinen Text durchgelesen und finde dass das Agnostische einfach das ist, was Dir am besten liegt.
Agnostisch zu sein heißt ja nicht atheistisch zu sein.
Wenn Dir das Christentum, so wie es Dir vermittelt wurde letztlich nur Ängste eingebracht hat, was ist dann der Erfolg davon? Diejenigen, die einen Glauben von Furcht und Verdammnis lehren, sollten sich mal fragen: Wo könnte grenzenlose Liebe eine Grenze haben? Wie könnte ein allmächtiger Gott eine Gegenmacht haben? Wieso brauchen wir für die Fehler, die wir begangen haben (sollen), einen Sündenbock, der an allen Sünden schuld ist? Wenn Liebe selbst die Hölle zum Himmel macht, wie könnte uns dann der Himmel verweigert werden? Sind wir denn nicht immer frei, zu lieben? Wo ist das "Getrennt von Gott", wenn Gott allgegenwärtig ist?
Vielleicht dort wo mit Furcht gelehrt wird: in den Köpfen von Menschen, die nicht auf ihr Herz hören. Als allermindestes sollte die Liebe zu Gott größer sein, als die Furcht vor dem Bösen.
Denn alle Religionen wurden zum Seelenheil des Menschen gegründet. Dennoch hat nichts zu soviel Gewalt geführt, wie der Gedanke der Überlegenheit der eigenen Religion. Selbst heute noch sind viele Menschen davon überzeugt, der eigene Weg sei der einzig richtige. Dem Hinterfragen wird meist mit Zitaten begegnet. Und überhaupt sollen wir glauben wie ein Kind! Sind es aber nicht gerade die Kinder, die am meisten fragen?
Meine Meinung:
Willst Du einen Menschen wirklich kennen lernen, vertraue alleine auf Dein eigenes Erleben und nicht darauf, was Dir andere über ihn berichteten. Das Selbe gilt auch für Gott. Wenn Du glaubst bereits alles über Gott zu wissen und Dein Wissen auch noch auf das gründet, was andere sagten oder was geschrieben steht, dann kannst Du Gott nicht wirklich kennen lernen.
Himmel oder Hölle!
Wer gutes tut, mit dem Hintergedanken, in den Himmel zu kommen und schlechtes nicht tut mit dem Hintergedanken, nicht in die Hölle zu kommen, der handelt viel eigennütziger als ein Atheist, der das selbe tut, oder nicht tut, und dabei nicht an einen richtenden Gott glaubt.
Und wenn Auf der Erde bedingungslose Liebe herrschte, dann bräuchten wir gar keine Religionen!
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