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Praktischer Alltag












Ja, und wie sieht das nun aus im praktischen Alltag?

Der Franz und der Fritz sind beide in die Lisa verschossen, die Lisa aber die zieht es ganz unheimlich stark zu der Anni hin. Die Anni nun ist vo ganz klein auf 100Pro sicher, dass sie nur in, für und mit Gott lebt und sich mit keinem Menschen verbinden wird, weder geistig noch körperlich, die Anni ist eine geborene Heilige.
Was, sowas gibt´s nicht?

Na gut, dann erfindet einen anderen Grund, warum die Anni vollkommen beziehungslos bleiben will.

Jedenfalls sind diese irdischen Bedürfnisse überwältigend für alle und sie kommen immer wieder an die Grenzen ihrer Kapazität. Franz und Fritz, ursprünglich Freunde werden gehässig mit Lisa, weil die sich so ziert und Lisa fällt in Depressionen.
Anni verhält sich dermaßen neurotisch, dass sie trotz phänomenaler Schulleistungen in eine psychiatrische Klinik zur Resozialisation eingeliefert wird, wo man sie mit Lithium zu behandeln versucht.

Eine Frau von den Zeugen Jehovas kommt bei ihr vorbei, auch eine Dame aus der christlichen Hilfe des Dorfes und verschiedene andere.
Anni lernt normal tun und sich selber trotzdem treu bleiben.
Sie lernt Lügen dass die Balken sich bögen, wenn sie was hören könnten, so müssten sie lachen, wie Anni die Therapeuten veralbert.

Da ist Lisa schlechter dran, sie bekommt Antidepressiva und ist nur noch halbwegs in Betrieb, geistig.

Franz und Fritz verstehen die Frauen an sich und die beiden Kolleginnen im Speziellen überhaupt nicht mehr und werden immer aggressiver.
Von Religion und Erziehung halten sie so viel wie von anderen Verboten auch und überhaupt gefällt ihnen das Leben immer weniger.

Franz raucht gelegentlich einen Joint, Fritz bleibt sauber und reagiert beim Fußball ab, aber sie bleiben Freunde, manchmal versuchen sie noch Lisa zu besuchen, aber die ist weg vom Fenster.

Angenommen, sie hätten erst diese Lebensanweisungen hier gefunden.

Fritz und Franz sind beide überzeugt, Lisa ganz allein glücklich machen zu können. Nur jeder selbst sah sich als die ultimative Chance für die junge Frau, und so wollten beide ihr Bestes.
Lisa wusste zwar um ihren "biologischen Auftrag", doch das änderte nichts an ihrer eineindeutigen Zuneigung zu Anni. Sie hatte keine Ahnung davon, dass Homosexualität etwas vollkommen Natürliches ist, ausserdem geht es in dieser Art Liebe die hier gemeint ist am wenigsten um die egoistische sexuelle Gier.
Aber ausschalten lässt sich die auch nicht einfach so, noch nicht mal mit einer Kastration!

Jedenfalls wird hier klar: Alle WOLLTEN nur das Beste für einander, auch aus egozentrischen Gründen, aber vor allem, um für den/die Geliebten da zu sein.


Ja, ich weiss, es ist vielleicht etwas fremd, einer do hehren Eröffnung so einen Alltagsklatsch gegenüber zu stellen, aber mich würde wirklich interessieren, wie sich diese jungen Menschen verhielten, wenn sie die obigen Regeln befogen.
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