Paradoxes, Kurioses, Groteskes....


Paradox bedeutet "wider die Lehre"
Begriffserklärung:
    Im Sprachgebrauch ist es nicht völlig auf diese Anwendung fixiert, sondern überschneidet sich mit "kurios", "grotesk", "absonderlich", "befremdlich", "komisch", "seltsam", "skurril", "sonderbar", "widersinnig", "widersprüchlich".


Der Mensch ist eines der widersprüchlichsten Wesen das mir bekannt ist, darin liegt die Kompliziertheit des Alltags, sofern man sich bemüht auf einander ein zu gehen, was normalerweise unerlässlich ist.
Aber auch ganz allein für sich ist jedes Manschen Weg zum Glück eine sehr paradoxe Angelegenheit, denn oft bedeutet es, auf ein kleines "Glück" zu verzichten, um ein größeres zu erlangen.

Die Widersprüchlichkeit menschlicher Bedürfnisse liegt im komplizierten Gleichgewicht verschiedenster Bedürfnisse und deren Befriedigung. Beispielsweise besteht einerseits ein natürliches Bedürfnis nach freier Bewegungs- und Entscheidungsmöglichkeit, anderseits eines nach familiärem Zusammenhang, Gesellschaft und sozialer Akzeptanz.

Das ist trivial.
Ebenso trivial ist, dass es ganz verschiedene Ansätze gibt, diesen Bedürfnissen auf gesellschaftlicher Ebene gerecht zu werden und sie zu regeln, woraus Sitten und Gebräuche auf der praktischen Seite entstehen, Gesetze und Recht auf der theoretischen, welche immer erst in der Anwendung interpretiert wird.

Dann hat man eine Weile ein Modell und versucht das zu praktizieren und muss sich damit gegen andere Modelle durchsetzen, so wie die Religionen im Streite lagen und liegen, als auch der Kommunismus mit dem Kapitalismus und dem Sozialismus, welche alle ebenso als Religion angesehen werden können, mit der Besonderheit, dass sie darauf verzichten, einen Gott zu definieren.
Was nicht bedeutet, dass sie ihn unbedingt leugnen wollten.

Und oft sieht es aus, als bestünde die Hauptaufgabe einer Weltanschauung oder Religion darin, sich gegen andere abzugrenzen und andere zu bekämpfen.
Zu lange in Frieden leben hält offenbar kein Mensch aus, er versucht sich dann eben neuen Herausforderungen zu stellen: Der Überwindung der Schwerkraft, oder der Lösung des letzten Geheimnisses der Existenz...

Oder man geht gegen den bösen Nachbarn los, der eben noch in gemeinsamem Kampf gegen einen noch böseren äußeren Feind auf derselben Seite gekämpft hat. Ja, ein äußerer Feind ist immer sehr nützlich, wenn ein Land sich zu spalten droht, sofern es noch früh genug und die Spaltung noch nicht zu tief ist.
Andernfalls riskiert man, dass die eine Gruppe sich mit dem Feind verbündet.....

Das Bedürfnis, jemanden zu kennen, welcher die Geschicke der Menschheit und der Erde lenkt und am Ende für Gerechtigkeit sorgt ist widersprüchlich zum eigenen Anspruch auf Allmacht, denn wir möchten gerne die Zauberer sein, welche mit einem Spruch alles verändern können, oder mit einem Zauberstab oder was auch immer.
Und wenn es uns nicht gelingt, wenn wir selber nicht mehr klar kommen, DANN rufen wir nach dem Allmächtigen, Mutter oder Gott.

Mit Widersprüchlichkeiten möge sich dieser Thread auseinander setzen, in Prosa, Reim, Essay oder Drama, wie immer es eben gerade kommt, wahr oder erfunden, richtig oder falsch. aber schön paradox soll es sein.

Bitte mit Quellenangabe und mit dem Hinweis, ob etwas für wahr gehalten wird, oder klar erfunden sei.
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Zu zweit ist das Singlesein viel schöner
egal ob es etwas außerhalb der Raumzeit gibt.
Diese Vorgänge gelten auf der Ebene der Völker wie im Privatbereich und sogar durchaus zwischen Organen desselben Körpers, wenn die strikte Kontrolle des biologischen Systems aus irgend einem Grund versagt oder durchbrochen wird.
Nicht umsonst gibt es auch in der Sprache auf politischer, wirtschaftlicher und biologischer Ebene dieselben Ausdrücke: Parasiten, System, Ökosystm, Keime, Symbionten, Schmarotzer, Beherrschung, Diktat, Gleichberechtigung....

Auf der Ebene des Quartiers oder eines einzelnen Hauses mit vielen Wohnungen kann es sein, dass so ein System stattfindet, genausogut ist heute möglich, dass die Leute in ihren Wohnungen möglichst nicht mit Nachbarn in Kontakt treten.
In solchen Schlafstädten findet man auch selten einen Laden oder eine Apotheke vielleicht noch, selbst die Polizei ist entfernt.
Auf den Straßen fühlen sich die Leute da unsicher und rennen nach Hause so schnell es geht, so weit sie nicht im Auto in die Tiefgarage und von da direkt in die Wohnung kommen.

Sicherheit ist eine der obersten Prioritäten und wir lassen es uns eine Menge kosten, wer das nicht tut, macht sich strafbar. Der letzte Landstreicher hat eine Sozialversicherungsnummer, ein "Kaspar Hauser", der nicht registriert wäre ist in Europa kaum denkbar.

Vielleicht als Flüchtling, als Blinder Passagier auf einem Bananendampfer.

Auf dem Flughafen in Zürich wohnt seit zwei Jahren ein Mann, welcher keine Papiere hat, d.h. wenn er noch da ist, die Reportage habe ich vor über einem Jahr gesehen.
Ohne Papiere kommt er nicht durch die Passkontrolle, und so lang er nicht straffällig wird, gibt es keinen Grund, seine Identität auf andere Weise fest zu stellen.

Nach der anderen Seite, also zu den Flugzeugen, kann er auch nicht, denn da brauchte er ebenfalls Papiere und einen Flugschein und so lebt er denn in der Dutyfree Zone.
Das ist tatsächlich so, mal sehen, ob ich noch was davon finde im Netz....
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Zu zweit ist das Singlesein viel schöner
egal ob es etwas außerhalb der Raumzeit gibt.
erst eine andere Geschichte dieser Art, die ist etwas neuer:
Quelle: http://ooe.orf.at/stories/172852/
Zitat:
OHNE PAPIERE 19.02.2007

Fast 50 Jahre staatenlos und illegal in Linz

Fast 50 Jahre lang hat ein Oberösterreicher als Staatenloser quasi illegal in Linz gelebt. Als die ganze Sache vom Magistrat durchleuchtet wurde, strich man dem Mann alle Sozialleistungen, berichten heute die "Oberösterreichischen Nachrichten".

Bei Großeltern aufgewachsen
Ein paar Monate nach seiner Geburt kommt der heute 49-Jährige mit seiner Mutter aus dem früheren Jugoslawien nach Linz und wächst bei den Großeltern auf.
Er geht hier zur Schule, wohnt hier, spricht akzentfrei Deutsch und bekommt den Namen Johann Westermayer.
Niemand kümmerte sich um Papiere
Was er nicht ahnt: Weder Mutter noch Großeltern kümmern sich um entsprechende Papiere, keiner suchte um die Staatsbürgerschaft für ihn an. Als er vor 17 Jahren heiraten will, bekommt er einen Fremdenpass und wird von Johann Westermayer auf Ivica Vestermajer umgetauft.

Sonst ändert sicht nichts. Seiner Arbeit geht er wie gewohnt nach, dass er eigentlich aus Ex-Jugoslawien kommt, hört man dem Mann absolut nicht an.

Nach Arbeitsunfall behindert
Doch jetzt kam man beim Magistrat Linz drauf, dass Ivica Vestermajer keine Papiere hat. Alle Sozialleistungen wurden gestrichen. Sozialleistungen, auf die der nach einem schweren Arbeitsunfall behinderte Mann aber dringend angewiesen ist.

Unterstützung ab 31. März
Aus Umschulungskursen flog er daraufhin hinaus, auch die Notstandshilfe wurde gestrichen. Der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch hat für den 49-Jährigen interveniert. Ab 31. März bekommt er wieder Unterstützung.


Immerhin, dem wird jetzt gehplfen....

weitersuch
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Zu zweit ist das Singlesein viel schöner
egal ob es etwas außerhalb der Raumzeit gibt.
Paradox beispielsweise ist, erst zu behaupten : "Und der Herr schuf Adam nach seinem Bilde"
und anschliessend verbieten: "Du sollst Dir kein Bildnis machen vom Herrn, Deinem Gott ...".

Für wie blöd muss ein Religionsstifter seine Gläubigen halten, zu sagen: "Du bist genau wie ich, aber stell Dir nur ja nichts unter mir vor".
Ja, ich weiß, das sagte ich auch schon irgendwo. Klarer ist es inzwischen nicht geworden.
Erschreckend am Phänomen des grassierenden Kreationismus und bestimmt in engem Zusammenhang mit den vom PISA gemachten Testresultat empfinde ich die folgende Meldung, Abgekürzt: Dass Mensch und Schimpanse gemeinsame «äffische» Vorfahren besitzen, wird von fast 9 Prozent der Biologie-Lehramtsstudenten abgelehnt.

Aber hier der ganze Artikel aus:
Quelle: http://www.szon.de/news/politik/vermischtes/200704251073.html


Zitat:
25.04.2007 11:05
Viele angehende Lehrer bezweifeln die Evolutionslehre

Dortmund (dpa) Jeder achte Lehramtsstudent der Universität Dortmund bezweifelt die von der Wissenschaft nahezu unbestrittene Evolutionstheorie. Dies ist das Ergebnis von zwei Umfragen unter 1228 Studienanfängern des vergangenen Jahres, wie die Universität am Mittwoch mitteilte.

Demnach ist es für 12,5 Prozent der Befragten unklar, ob eine Evolution stattgefunden hat. Unter den Studenten waren auch 148 künftige Biologielehrer. Von ihnen äußerten sich 5,5 Prozent skeptisch - knapp 150 Jahre nach der Vorstellung der Evolutionstheorie durch den britischen Naturforscher Charles Darwin. Die Theorie beschreibt die Entstehung von Tier- und Pflanzenarten durch zufällige genetische Änderungen im Laufe von Jahrmillionen.

Dass Mensch und Schimpanse gemeinsame «äffische» Vorfahren besitzen, wird von fast 9 Prozent der Biologie-Lehramtsstudenten abgelehnt. Unter allen befragten Lehramtsstudenten waren es 13 Prozent. Der Aussage, «ein höheres Wesen hat den Menschen im Wesentlichen in seinem jetzigen Aussehen geschaffen» stimmten fast 10 Prozent der Biologen und 18 Prozent der Studienanfänger insgesamt zu. Die Untersuchung wurde geleitet von Prof. Dittmar Graf, der das Fach Biologie für angehende Lehrer unterrichtet.

«Wir waren ein wenig überrascht, dass solche Ansichten auch unter Biologiestudenten so verbreitet sind», sagte Graf. In den Lehrveranstaltungen würde man es so nicht bemerken. Als Gründe für die Skepsis sieht er Einflüsse aus den USA, wo die Evolutionstheorie viel stärker bezweifelt werde und die wortwörtliche Auslegung des biblischen Schöpfungsberichtes angesehener sei. Auch sei für manche Menschen die Tatsache kränkend, dass der Schimpanse im Erbgut näher mit dem Menschen verwandt sei als mit einem Gorilla. «Wir merken, dass die Skepsis gegenüber der Wissenschaft insgesamt wächst.»



Das einzig Positive an der Welle der Naivität und der Kritik an der Evolutionslehre ist der Zweifel an Wissenschaft im Allgemeinen.
Dass man dabei in den Glauben an Märchen und Mythen wechselt ist schlichtweg tragisch.
Wenn ausgerechnet noch Biologiestudenten bejammern, Schimpansen näher verwandt zu sein als Gorillas, sehe ich darin eine Realsatire und auf diesen Umstand in der Verwandtschaft zu reagieren mit einem Zweifel an der Entwicklung allen Lebens aus wenigen Urformen ist nachgerade lächerlich.
Das Benehmen der "christlichen" Kreationisten ist, verglichen mit der islamischen Entrüstung an den "satanischen Versen" kindisch und entbehrt jedes Ehrgefühls gegenüber göttlicher Schöpfung, denn Schimpansen sind gewiss nicht weniger respektable Primaten als Gorillas oder Paviane und nicht geringer zu schätzende Lebewesen als Wale, Hyazinhten, Brennesseln oder Tausendfüsser.

Wenn man beim gegenwärtig verfügbaren Material an Belegen und Einsichten auf einer paradigmatischen Märchengeschichte beharren will, mag man dies im privaten Rahmen tun, aber solchen Unsinn auch Kindern weiter vermitteln zu wollen grenzt denn doch an geistige Körperverletzung und absichtliche Behinderung intellektueller Entwicklung.
Mit herzlichen Wünschen für gute Besserung allen vom Kreationismus infiszierten Lebewesen.B.E.

Im Zusammenhang mit ebenfalls weltweitem Vorrücken faschistoider Gruppen kann ich den Kreationismus nur als gefährlich und höchst bedenklich einstufen, bei aller Lächerlichkeit.

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Zu zweit ist das Singlesein viel schöner
egal ob es etwas außerhalb der Raumzeit gibt.
Ist auch kurios:

http://www.welt.de/vermischtes/arti.....von-Rumaenen-stoppen.html
Zitat:

Mehrere britische Medien wie etwa der "Guardian" berichten, Downing Street prüfe, ob man sich Migranten mit einer abschreckenden Negativkampagne vom Leib halten könnte. Die Einwanderer sollten nicht meinen, dass "die Straßen hier mit Gold gepflastert sind."

Die Lobbygruppe "Migration Watch" befürchtet, bis zu 250.000 Menschen aus den beiden Staaten könnten in den kommenden fünf Jahren einwandern. In der wirtschaftlich ohnehin angeschlagenen Verfassung Großbritanniens gilt es das unbedingt zu verhindern, findet offenbar die Regierung.

"Das Wetter ist noch mieser als die Isolierung unserer Häuser. Unsere Staatsverschuldung wächst uns über den Kopf. Wir steuern geradewegs auf die dritte Rezession in Folge zu. Unser Essen verursacht Sodbrennen – und unsere Frauen tragen vor allem dann kurze Röcke, wenn sie es sich am wenigsten leisten können." So oder so ähnlich könnte die Werbekampagne aussehen, mit der die britische Regierung Migranten vergraulen will.

Ende des Jahres läuft eine Übergangsregel aus, die die Zuwanderung von Bulgaren und Rumänen beschränkt. Bislang dürfen die jüngsten EU-Mitglieder nur als Selbstständige ihr Glück im Vereinigten Königreich suchen. Ab Dezember 2013 ist es dagegen jedem mit bulgarischem oder rumänischen Pass erlaubt, nach Großbritannien zu ziehen.


Die Vorstellung, hier sei alles umsonst und kostenlos, zieht Menschen magisch in ihren Bann.

Daß es erst erarbeitet werden muß, darauf kommt man in Ländern nicht, in denen das Steuersystem nicht vorhanden oder chaotisch vor sich geht.

Der Steuerzahler wird`s schon richten.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2