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Nabend Fatih,
Ich wusste bis ebend nichts von diesem Vorfall. Ich hab zur Zeit keinen Kopf für Nachrichten. Das hat mich dann aber trotzdem aus meinen Abiturvorbereitungen herrausgeholt.
Ich finde es gut, dass du als Muslim etwas dagegen sagst und es verurteilst, allerdings scheinen das nicht viele zu machen. Ich muss gerade im Spiegel lesen, dass geradeinmal 100 Demonstranten in der Innenstadt von Istanbul zusammenkamen und dagegen demonstrierten.
Hallo 100?
Wenn ich meine gesamte Famlie zusammentrommel komm ich ja schon fast auf diese Zahl.
Was ist da los?
Wenn hier in Deutschland ein Afrodeutscher, ein Muslim oder sonsteiner aus einer anderen Kultur niedergeschlagen wird, dann kommen hier Tausende auf die Straße und machen Lichterketten. Und das selbst dann, wenn es nichteinmal feststeht, ob derjenige wirklich wegen seiner Hautfarbe oder einfach nur im Streit zusammen geschlagen wurde.
Ich verstehe das nicht.
In den vielen islamischen Ländern ist Mission verboten, steht sogar unter Strafe. Religiöse Minderheiten werden diskriminiert, die Christen haben da noch die bessere Stellung. Anderen, wie den Bahai hier, geht es noch schlechter, genauso wie vielen Juden.
Und bei allem hört man nur einige wenige Muslime, die etwas dagegen sagen.
Was macht der Rest?
Findet der das gut, stimmt er zu?
Leider erweckt das für mich diesen Eindruck und diesen können mir diese zaghaften Gegenstimmchen von muslimischer Seite nicht nehmen.
Nimm es mir nicht übel Fatih, vielleicht bin ich auch einfach zu aufgewühlt, von diesem Vorfall.
Ich werde für diese Mitbrüder beten, aber nicht nur für diese.
Mit betroffenen Grüßen
Renascor
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