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gott richtet nicht... das besorgt der mensch schon selber.
ich habe die erfahrung gemacht, dass vegetarier gegenüber fleischessern oft die militanteren personen sind.
vielleicht liegt das daran, dass gerade diejenigen, die schon ein bisschen bewusster sind, aber trotzdem fleisch essen, unterbewusst ein schlechtes gewissen haben und es loszuwerden versuchen, indem sie gegenargumente vortragen. (was den veggi nervt, ist klar.)
oder aber daran, dass viele vegetarier sich für was besseres halten und den fleischesser zu überzeugen suchen.
gestern hatte ich freunde zu besuch, die vorschlugen, ich könnte ja bio-fleisch essen. daraufhin meinte ich: 'geschlachtet werden die trotzdem gleich und eigentlich möchte ich das hier beim essen lieber nicht beschreiben.' die hörten nicht auf! also sagte ich kurz und sachlich, wie so ein tier geschlachtet wird.
ich weiss nicht, ob das richtig war. ich spüre immer dann den drang militant und auch hart zu werden, wenn mir jemand gegenargumente bringt (aus seinem eigenen schlechten fleischessergewissen heraus) und hab dann selber ein schlechtes gewissen.
denn eigentlich soll man die leute so leben lassen, wie sie wollen. und wenn ich fleischesser verurteilen wollen würde, müsste meine ganze familie dran glauben. das wäre nicht fair.
lg an alle
lisken
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