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Ich muss mal sagen, dass Andersgläubige nicht als "Ungläubige" bezeichet werden dürfen.
Ungläubig ist jemand, der an gar nichts glaubt (sofern das überhaupt geht). |
Hallo,
nach dem Islam sind alle Nichtmuslime Ungläubige und werden in die Hölle gehen.
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Hallo zusammen!
@ AleynaNur, Martin:
Danke für eure Antworten, haben mir sehr weitergeholfen!
@ Martin:
Wenn man bedenkt, dass es niemanden gibt, der Gott ebenbürtig ist und ihm gleichgestellt werden kann, ist deine Aussage über den Teufel durchaus zu verstehen.
Ich habe es nur immer so im Kopf, dass der Teufel Gottes Gegenspieler ist- kommt vermutlich davon, dass ich zu viel in der griechischen Mythologie herumgelesen habe- also wegen Zeus und Hades, die sich ja auch bekämpfen (obwohl Hades nicht der Teufel an sich ist, aber so was ähnliches... ihr versteht, was ich meine oder? )
@AleynaNur und auch die anderen
Du bist also der Meinung, dass jeder Mensch, der den Vorschriften des Koran für ein gottesfürchtiges Leben folgt, zu Gott gelangen kann? Ich habe aber die Stelle, die ich ganz am Anfan zitiert habe, so verstanden, dass Gott die Menschen im Vorhinein brandmarkt, ob sie nun "Gut" oder "Böse" sind und die Meschen das aber nicht wissen- wenn sie nun gottesfürchig leben, haben sie aber dennoch keine Chance, zu Gott zu gelangen, weil er sie als "Böse" abgetan hat, vielleicht weil er weiß, dass sie sich irgendwann von ihm abwenden werden... ach ist das kompliziert und ich verstehs einfach nicht, weil da kommen wir jetzt auf den freien Willen zu sprechen. Weil Gott gab uns den freien Willen, aber wenn er weiß, was wir tun werden, so ist es eigentlich schon vorherbestimmt und wir glauben nur, es sei allein unser Wille, der uns zu einer Tat führt....
Hm, also wenn sich jetzt wer besser auskennt als ich ist er/sie gerne gesehen hier!
Bis dann!
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Hallo Nori,
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Ich habe aber die Stelle, die ich ganz am Anfan zitiert habe, so verstanden, dass Gott die Menschen im Vorhinein brandmarkt, ob sie nun "Gut" oder "Böse" sind und die Meschen das aber nicht wissen- wenn sie nun gottesfürchig leben, haben sie aber dennoch keine Chance, zu Gott zu gelangen, weil er sie als "Böse" abgetan hat, vielleicht weil er weiß, dass sie sich irgendwann von ihm abwenden werden... ach ist das kompliziert und ich verstehs einfach nicht, weil da kommen wir jetzt auf den freien Willen zu sprechen. Weil Gott gab uns den freien Willen, aber wenn er weiß, was wir tun werden, so ist es eigentlich schon vorherbestimmt und wir glauben nur, es sei allein unser Wille, der uns zu einer Tat führt....
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Das ist ja sehr kompliziert, deine Frage. Ich kann dir aber gerne meine Meinung hierzu mitteilen. Das mit dem ,brandmarken" ist so gemeint. Gott weiss, welche Seelen sich gegen ihn vergehen werden. Trotzdem hat er uns die Chance gegeben, den Richtigen Weg zu gehen und zu ihm zurückzufinden, indem er uns einen freien Willen gab. Nun gibt es aber bestimmte Menschen, die sich so vollkommen abgewandt haben und nur Schlechtes tun, dass ihr Weg extrem erschwert ist. Sie haben sich somit selber Steine in den weg gelegt.
Menschen die einsichtig sind, und einen Schritt auf Allah zutun, wird er im Gegenzug zehn Schritte entgegen kommen. Einige Menschen gibt es aber auch, die offentsichtlich auf dem falschen Weg sind und denen Allah von vornherein entgegenkommt, bei anderen ist dies eben nicht der Fall, weil sie seine Zeichen verleugnen.
Gott hat also niemanden gebrandtmarkt, in dem Sinne wie du es verstehst. Allein durch die Umstände unserer Geburt, also geburtsort-, Zeit etc. ist es für einige Menschen aber leichter und für andere schwieriger, den richtigen Weg zu finden. Gott erlegt aber gleichzeitig keiner Seele mehr Lasten auf, als sie zu tragen vermag.
Dieses Thema ist wirklich sehr komplex und man müsste sich vielleicht fragen, was passierte, bevor unsere Seelen auf diese Welt kamen. Da kann wahrscheinllich keiner eine eindeutige Antwort finden, aber Gott hat uns sicherlich nicht nur geschaffen um uns zu testen. Darüber können wir ja später reden. Ich hoffe dass dir meine Antwort vielleicht ein wenig geholfen hat.
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Nun, ohne den Anspruch auf Allwissenheit zu erheben, erzähle ich Euch mein Verstehen von der Welt.
Gott ist das „Eine ohne ein Zweites“, die Totalität.
Gottes Natur ist das Geben, das Verströmen und die Expansion.
Da Gott aber das gebende Prinzip ist muss Gott noch einen Empfänger erschaffen.
So wurde das Eine zum Vielen. Dennoch ist das Viele immer noch Eins in Gott.
Wie kann das Licht erfahren, was Licht ist? Das Licht braucht einen Vergleich, die Dunkelheit.
Die Schöpfung ist eine Vergrobstofflichung des Feinstofflichsten. Jeder von uns, ob „leblose“ Materie, Pflanze, Tier, Mensch oder Intelligenzen auf anderen Planeten ist ein Teil Gottes.
In einer Analogie sehe ich Gott als Ozean, jeden von uns als eine Welle. Die Welle ist eins mit dem Ozean. Dennoch hat auch die Welle eine Existenz.
Schwäche entsteht dann, wenn wir unsere tiefere Wirklichkeit vergessen. Wenn wir vergessen, dass wir in Gott sind (Grundgedanke der Advaita-Philosophie) und „aus Gott bestehen“. Und genau hier kommt die Dunkelheit ins Spiel. Wir erleben uns als Unvollständig, wir glauben an den Mangel. Wir vergessen, dass Gott uns ständig versorgt, wenn wir Ihr/Ihm erlauben, dass Sie/Er durch uns handelt und spricht. Nun leben wir in der Illusion, dass die Welle eine eigene Existenz unabhängig von den Ozean hätte und vergessen nach und nach, dass es den Ozean gibt.
In dem Moment wo wir uns selbst ganz Gott übergeben, haben wir uns keineswegs selbst verloren.
Übergeben heißt nicht eine Marionette werden, nein: Wir übergeben uns unserem wahren Selbst.
Wir sind wieder wir selbst geworden. Die Welle verebbt und ihr Wasser ist eins mit dem gewaltigen Ozean!
Und dann geschehen Wunder: Wir müssen gar nicht mehr darüber nachdenken, was wir sagen wollen, Gott spricht durch uns. Handlungen müssen nicht mehr geplant werden, denn Gott handelt durch uns. Wir werden zu einem Vollkommenen Werkzeug Gottes und Gott handelt und spricht durch uns! Wir haben uns nicht verloren, nein: Wir sind wir selbst geworden! Die Illusion der Individualität ist besiegt, wir finden uns wieder als die Totalität!
Dennoch kann es sein, dass wir weiterhin verkörpert sind.
Wir leben als eine Verkörperung des Göttlichen und erkennen unser Sein als ein Grenzenloses Wesen, dass beliebig viele (scheinbare) Individualitäten in sich einschließt.
Unsere Träume sind angefüllt mit Liebe, denn Gott spricht zu uns.
Aber auch diese Zwiesprache wird enden, denn sie Beruht immer noch auf der Illusion der Trennung!
Am Ende ist da nicht mehr eine Beziehung: Mensch-Gott oder Mensch-Mensch, sondern alles ist wieder Eins: das „Eine ohne ein Zweites“, die Totalität.
Berechtigterweise drängt sich nun die folgende Frage auf:
Wieso haben wir Gott überhaupt verlassen?
1. Weil Gott sich selbst erfahren will.
2. Weil wir uns selbst erfahren wollen.
Zwischen 1. und 2. gibt es nur einen Unterschied:
Die Illusion der Trennung von Gott.
Denn erfahren wir uns selbst, als das was wir wirklich sind, so ist die Illusion überwunden und da ist nur noch das „Eine ohne ein Zweites“: Gott!
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Hallo zusammen!
Danke, AleynaNur und Martin für eure Antworten, haben mir beide sehr weitergeholfen!
@ AleynaNur
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| Einige Menschen gibt es aber auch, die offentsichtlich auf dem falschen Weg sind und denen Allah von vornherein entgegenkommt, bei anderen ist dies eben nicht der Fall, weil sie seine Zeichen verleugnen. |
Was ist der Unterschied zwischen diesen beiden Menschengruppen? Das die einen falsch gehen, aber dennoch im Gedenken Gottes (kann man da überhaupt falsch gehen?) und die anderen absichtlich, weil sie bewusst die Zeichen Gottes leugnen?
@ Martin
Dein "Vergleich" Gottes mit einem Ozean und den Menschen als dessen Wellen find ich super!
Hat mir geholfen, die "Beziehung" Gott- Mensch besser zu verstehen, aber ob Gott durch uns spricht, wenn wir uns ganz ihm übergeben- da bin ich eher skeptisch. Vielleicht spricht sein Geist dann durch uns, weil wir so Leben, wie es gottesfürchtige Menschen tun sollten, aber im Sinne, dass Gott durch uns spricht, wie durch einen seiner Propheten, das glaube ich nicht!
Wünsche allseits noch einen schönen Tag!
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