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rein theoretisch!












Vielleicht hat man schon bemerkt, dass ich mir zu den Dimensionen, zum Sein und zum Hiersein Gedanken mache, welche die Rahmen der einzelnen Religionen sprengen.
Vielleicht sieht es von anderen Seiten so aus, als wäre ich zu beschränkt, um "reif" genug zu sein für die jeweils gewählte Lieblingsreligion oder die spirituelle Welt, in welche jemand hinein erzogen wurde und gewachsen ist.

Jedenfalls scheint es mir ein Anliegen, dass Religionen von Missbrauch zur Gewinnung neuer Gläubiger und damit auch neuer Territorien frei werden und zurück finden, zu ihrer eigentlichen Aufgabe: Der Herstellung des Kontaktes zu jener Macht, welche außerhalb der Raumzeit lebt und diese Raumzeit unter einer gewissen Kontrolle hat.

Sofern es die gibt.

Nun hat in einer anderen Comm jemand die Frage gestellt:
Zitat:
Mich würde nun interessieren, was die Bibel sagt. Was geschieht mit den Menschen zwischen dem Tag ihres Todes und dem Jüngsten Gericht? Gibt es zu dem Thema eine offizielle Lehrmeinung z.B. der evangelischen Kirche (oder was hat Luther dazu gesagt?). Natürlich könnte ich jetzt zum Neuen Testament greifen und nachschlagen, aber ob ich dann die richtige Stelle finde und diese dann auch richtig interpretiere sei noch dahingestellt.

Das habe ich versucht zu beantworten:
Dass Dich das interessiert ist für mich ein Zeichen, dass Dich interessiert, was denn nun "wirklich" mit Seelen geschieht, wenn sie die Verbindung zur Raumzeit aufgeben und demnach (so weit sie überhaupt existent sind) in eine "Welt" ohne Raum und ohne Zeit "verschwinden".
Ich bitte Dich die Anführungszeichen zu beachten, denn das sind Hilfsausdrücke, welche dadurch der Sache nicht gerecht werden, als unsere Sprache und unser Denken sich eben nicht gewohnt ist, sich außerhalb der Raumzeit zu bewegen. Im Jenseits nämlich, dabei ist das gar nicht so schwierig:

"Leben" wurde von uns Raumzeitlern definiert:

Zitat:
http://de.wikipedia.org/wiki/Leben#D...ens. E2.80.9C
Definitionen von „Beginn des Lebens“
Wird für Lebewesen das genetische Programm, seine Funktionalität und seine Entwicklung als essentiell angenommen, dann ergibt sich für den Beginn des Lebens der Zeitpunkt, zu dem Moleküle als Träger des Programms und weitere Hilfsmoleküle zur Realisierung, Vervielfältigung und Anpassung dieses Programms erstmalig zusammentreten, (Befruchtung) so dass ein System entsteht, das charakteristische Eigenschaften von Leben trägt..........
........(Kommentar: Wenn ein Begriff definiert wird darf derselbe in seiner Definition nicht vorkommen, das wird hier mehrfach missachtet)
......Deswegen tritt an die Stelle einer allgemein gültigen Definition eine Vielfalt von Auffassungen, die unter anderem durch Weltanschauung, Ethos, Religion, Moral oder Pragmatismus beschrieben sind.
Die biosemiotische Perspektive auf die Entstehung des Lebens geht davon aus, dass die Entstehung des Lebens zusammen mit der Entstehung von Zeichenprozessen verbunden ist.


Was (Wann) ist aber das jüngste Gericht?
Es zeichnet sich durch göttliche Allgegenwart aus und findet jenseits der Raumzeit statt und ist, da ohne Zeit, EWIG oder NIE Realität.
Genau dasselbe gilt für Himmel oder Hölle.
Die Hölle kann man als Bewusstseinszustand sehen, im Feuer der Begierden sammelt sich der Geist auf alle sinnlichen Genüsse und Befriedigungen, der Grund, warum viele Menschen ihr Seelenheil in der Askese suchen.
Ebenso ist dem entsprechend der Himmel ein Bewusstseinszustand, der frei von sinnlichem Verlangen ist, er sieht die Schönheit der Welt ohne die Gier, besitzen, geniessen und befriedigen zu wollen.

Das bewusst Seiende kann sich nun aus der Realität jenseits der Raumzeit mit der Raumzeit verbinden, um hier Erfahrungen bestimmterer Art zu machen, als dies eben im "ausserirdischen" Bereich möglich ist (irdisch vielleicht besser ersetzen: Im Bereich ausser dem Raumzeitlichen {was auch schon wieder nicht geht, da "Bereich" ein Symbol aus dem Raum ist})

Also wird das beliebig kompliziert mit dieser Sprache der Raumzeit, und da beliebig eben für meinen bescheidenen Geschmack lieber möglichst einfach ist, sieht das so aus:
Wenn die Verbindung des Raumzeitlichen Körpermenschen zum Jenseits abbricht, verliert der Organismus den inneren Zusammenhalt und beginnt rasant zu zerfallen, ob man das nun sieht oder ob man es durch Mumifizierung unsichtbar macht und den oberflächlichen Schein von Leben wahrt.

Jene außer der Raumzeit vermutlich existierende Einheit, welche wir Seele nennen, und welche die Verbindung zu diesem Körper aufrecht erhalten hat, wird nun die gemachten Erfahrungen irgendwie im vorhandenen Erfahrungsschatz einbauen.

Das dauert NICHT, denn ohne Zeit gibt es Dauer nicht.
Das jüngste Gericht scheint die Grenze des himmlischen und höllischen Bewusstseins zu bilden, vermutlich die Erkenntnis mit welcher "gut" und "böse" verschwinden.

Gerät die Seele nun damit zu einer Erleuchtung, bzw. ist das durch dieses Leben erfahrene Update stark genug, wird die Seele in der Hierarchie der außerraumzeitlichen Welt aufsteigen können und sich rüsten für eine weitere Kontaktierung mit der Raumzeit, um weitere Erfahrungen zu sammeln, "nachdem" sie sich die Erfahrungswelt in Zusammenarbeit mit anderen Seelen entsprechend vorbereitet hat.

So sehe ich das leicht verschwommen,
und hab doch Appetit bekommen


Ich freue mich über jede Äusserung zu diesen Gedanken, welche helfen sie weiter zu führen, ihnen klarere Form zu geben oder sie genauer zu definieren.
Forum -> Leben nach dem Tod


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