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Da hast Du weitgehend recht, oder auch ganz, und es ist ja bekanntlich so, dass man erst richtig schätzen lernt, was man hat, wenn man es mal nicht hat, und zwar lange genug oder gar im katastrophalen Glauben, es wäre definitiv verloren.
Du sprichst die Dezentralisierung an, durch verteiltere Produktion würden viele Wege überflüssig.... und viele kleinere Verarbeitungsbetriebe notwendig... und manches würde teurer.
Beispielsweise die Agrarwirtschaft der Schweiz kann nur aufrecht erhalten werden, dank massiver Stützungskäufe und Subventionen. Die bezahlt indirekt das Volk.
Trotzdem ist Schweizer Ware immer noch mehrheitlich teurer als ausländische.
Die Verarbeitung der Milch darf aber nicht beim Bauern gemacht werden, wegen der Lebensmittelkontrolle, also muss die Milch erst zur Molkerei ins Tal, und wenn man dann oben Alpkäs machen will, muss sie wieder hinauf gepumpt werden. Dazu gibt es eine Milchpipeline von der Alpwirtschaft zur Molkerei im Tal, immerhin kostet es noch keinen Straßenverkehr, nur die Dieselpumpe macht wohl etwas Gestank und Lärm.
Und was macht man mit den männlichen Jungen der Kühe? Etwa die Hälfte sind nämlich junge lebensfrohe Bullen und so viele braucht es bestimmt nicht.
Das gibt aber gutes Fleisch, nur ist es eben auch teurer, als das aus den Rinderbatterien oder wie das heißt.
Will sagen:
Insgesamt bin ich sicher, es wäre einiges gewonnen, würde mehr auf Fleisch verzichtet und vermutlich kommen Fleischproduzenten nicht auf die Idee, was anderes zu tun, so lange das noch so schön rentiert, auch wenn mit staatlicher Unterstützung.
Aber eben, beiweitem nicht jeder Landwirt (heute sind Bauern gut ausgebildete Betriebsleiter zumeist mit EDV-Erfahrung und Praxis, also nicht an dumme Kartoffelbauern denken, die sitzen eher in der Politik (uiiiiii schnell weg renn) die Klischees stimmen nicht mehr, die noch zu meiner Jugend richtig waren!
Aber ich bin auch dagegen, dass man in Holland Schweine mästet, den Schinken nach Parma fahren lässt zum Räuchern und wieder hoch nach Holland und noch mal irgendwo hin zum Verpacken und solcher Quatsch ist der Alltag auf der Straße.
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