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eben, martin, es ist nunmal ein theoretisches konstrukt. da spielen noch wesentlich mehr (praktische) faktoren eine rolle.
sie alle aufzuzählen würde ein buch füllen (oder mehr).
ein beispiel: selbst wenn wir genug vegetarische nahrung für alle produzieren können, müssen wir sie dorthin transportieren, wo sie gebraucht wird. das muss koordiniert werden. wer soll das machen? und wie? transport kostet auch energie.
ein gehobener lebensstandard könnte zu weniger bevölkerungswachstum führen, aber genauso gut zu mehr.
und schliesslich noch ein argument: wenn die gesamte weltbevölkerung den lebensstandard hätte, den wir hier in der sog. 'ersten welt' 'geniessen' (denn viele menschen hier wissen gar nicht, was geniessen eigentlich ist - vielleicht gerade weil sie einen so hohen lebensstandard haben?), aebr zurück zum thema, wenn wir alle diesen standard hätten, wäre die katastrophe schon in ein paar weniger jahren perfekt.
alle verbrauchen unendlich viel wasser, alle verbrauchen viel strom, alles ist industrialisiert, alle fliegen um die welt, alle haben supermärkte und und und...
da muss sich noch wesentlich mehr tun, als dass wir alle vegetarier werden. (wobei das vielleicht schon mal ein anfang wäre). vor allem, müsste die leute hier in den industriestaaten mit 'hohem lebensstandard' verstehen, dass dieser standard gar keiner ist und zweitens nicht alles im leben ausmacht.
lg
lisken
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