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| Sowohl Judentum, als auch das Christentum und der Islam kennen den Teufel (mit verschiedenen Namen) als das Böse. Es sind wohl die schlechten Taten, die den Menschen möglich sind, und nicht ein lebediges Wesen. So ist es egal wie man das Böse nennt. |
Das was man in beiden Theologien heute als "Teufel" kennt ist entweder die fehlerhafte Vermischung mehrer Figuren oder ein Symbolismus, welcher nicht richtig verstanden wurde. Vor allem in der christlichen Theologie werden Satan, Lucifer, der Antichrist und heidnische Dämonendarstellungen wild in einen Haufen geworfen.
Eine solche Gestalt wäre zum Einen ein Gegenpart zu Gott, welcher aber nicht existieren kann da Gott der Einzige und Allmächtige ist. Ebenfalls kann sie nicht existieren weil sie das manifestierte Böse wäre, aber das Böse gar nicht existiert. Abdul-Baha erklärt dazu:
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NICHTEXISTENZ DES BÖSEN
Die richtige Erklärung dieses Problemes ist sehr schwierig. Wisse, daß alles Erschaffene von zweierlei Art ist: körperlich und geistig, also mit den Sinnen und mit dem Intellekt wahrnehmbar.
Das sinnlich Wahrnehmbare ist das, was mit den fünf äußeren Sinnen erfaßt wird; so werden die äußeren Daseinsformen, welche die Augen sehen, sinnlich wahrnehmbar genannt. Intelligible Dinge sind diejenigen, welche kein äußeres Dasein haben, sondern Begriffe des Intellekts sind. Zum Beispiel ist der Verstand etwas Intelligibles, das keine äußere Existenz hat. Alle bezeichnenden Merkmale und Eigenschaften des Menschen bilden ein intelligibles Dasein und sind sinnlich nicht wahrnehmbar.
Kurz, die intelligiblen Wirklichkeiten, wie alle Eigenschaften und bewunderungswürdigen Vollkommenheiten des Menschen, sind ausschließlich gut und bestehen. Das Böse ist einfach ihr Nichtvorhandensein. So ist Unwissenheit das Fehlen von Wissen, Irrtum ist das Fehlen der Rechtleitung, Vergeßlichkeit das Fehlen des Gedächtnisses und Dummheit das Fehlen von Vernunft. Dies alles hat keine wirkliche Existenz.
Gleicherweise sind die sinnlich wahrnehmbaren Wirklichkeiten ausschließlich gut, und das Böse ist auf ihr Nichtvorhandensein zurückzuführen, das heißt, Blindheit ist das Fehlen des Sehvermögens, Taubheit ist das Fehlen des Gehörs, Armut das Fehlen des Reichtums, Krankheit das Fehlen der Gesundheit, Tod das Fehlen des Lebens, und Schwäche ist das Fehlen der Stärke.
Doch kommt uns ein Zweifel in den Sinn: Skorpione und Schlangen sind giftig. Sind sie gut oder böse, denn sie sind ja lebende Wesen? Ja, ein Skorpion ist in bezug auf den Menschen böse, desgleichen eine Schlange. Aber in bezug auf sich selbst sind sie nicht böse, denn ihr Gift ist ihre Waffe, und mit ihrem Stich und Biß verteidigen sie sich. Weil aber die Bestandteile ihres Giftes nicht mit unseren Bestandteilen harmonieren, das heißt, weil zwischen diesen verschiedenen Elementen ein Gegensatz besteht, darum ist dieser Gegensatz böse; in Wirklichkeit aber sind diese Tiere in bezug auf sich selbst gut.
Die Zusammenfassung dieses Gespräches ist: Es ist möglich, daß etwas in Beziehung zu etwas anderem böse ist und gleichzeitig, innerhalb der Grenzen des ihm eigenen Wesens, nicht böse ist. Damit ist bewiesen, daß im Dasein kein Böses ist; alles, was Gott erschaffen hat, hat Er gut erschaffen. Dieses Böse ist ein Nichtsein; so ist Tod das Nichtvorhandensein des Lebens. Wenn der Mensch kein Leben mehr erhält, stirbt er. Dunkelheit ist das Nichtvorhandensein von Licht: Wenn kein Licht da ist, herrscht Finsternis. Licht ist etwas, was wirklich da ist, aber Dunkelheit existiert nicht. Reichtum ist etwas Vorhandenes, aber Armut ist ein Nichtsein.
Somit ist es offenkundig, daß sich alles Böse auf Nichtsein zurückführen läßt. Das Gute lebt, das Böse existiert nicht.
Beantwortete Fragen; Kapitel 74 |
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| Hier bringst Du ein Kriterium, das für Dich notwendig ist um den wahren Glauben zu erkennen - ob das wirklich so ist kann kein Mensch beurteilen. |
Das Kriterium ist das der Mensch die göttliche Nähe spürt. Bei Religionen, welche direkt von göttlichen Propheten stammen lässt sich dies an eben jenen ausmachen.
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