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Wille und Macht












Ey, ganz ruhig!

Kein Mensch hat das Recht einen anderen Menschen mit der Hölle zu drohen!
Darrüber entscheidet am Ende jemand anderes, kein Mensch.


Zu der ebend aufkommenden Unterwerfung möchte ich aber folgendes schreiben.
Die Unterwerfung, die David, Moses und andere Juden taten und noch tuen, war und ist eine andere, als die, die du hier progagierst. So ich wie ich das an deinen Post herrauslese, heisst die Unterwerfung vor Gott für dich, soetwas wie eine bedingungslose Unterwerfung. Soeine Unterwerfung verlangt immer den Willen Macht über einen Menschen zu erlangen um ihn zu kontrollieren. Wer soetwas also verlangt, will den Menschen kontrollieren. Gott kann das aber schlecht sein, denn Gott hätte sich einfach solche Wesen geschaffen, die er kontrollieren kann. In seiner unermeßlichen Liebe hat er uns stattdessen den freien Willen geschenkt. David und Mose unterwarfen sich nicht so wie du es schreibst, sondern vielmehr ließen sie sich von ihm rechtleiten. Es war ihre eigene Entscheidung, sie vertrauten Gott. Genausoetwas wird auch im Christentum gepredigt.

Lass es mir mal an einem Beispiel verdeutlichen.
Wenn ich mich einem Menschen bedingungslos unterwerfe, dann tue ich alles was er von mir verlangt ohne nachzudenken. Er kontrolliert mich und hat Macht über mich. Ich habe zu ihm eigentlich kein persönliches Verhältnis, da er mich nur kontrollieren will und ihm eigentlich egal ist was ich fühle, denke oder tue.
Vetraue ich einem Menschen, dann muss ich ihn erstmal kennenlernen. Ich weiss, dass er nur das beste für mich will, er sorgt sich um mich und liebt mich. Er will nicht, dass es mir schlecht geht und wenn ich ihn bitte hilft er mir. Ich habe eine persönliche Beziehung mit ihm, ich kenne ihn, was ich beim ersten Beispiel nicht tue.

Das was du hier schreibst, es sei denn ich habe es falsch verstanden, hört sich nach dem ersten Weg an. Wenn du glaubst, dass das Gottes Weg ist, dann mag das dein Glaube sein, würde aber Gottes Allmächtigkeit in Frage stellen, jedenfalls das was du dir von Gott vorstellst.
Für uns Christen ist es vielmehr der zweite Weg. Ziel ist es nicht sich einer göttlichen Macht bedingungslos zu unterwerfen, sondern eine persönliche Beziehung aufzubauen. Ihn kennenzulernen. Denn der, der ihn nicht kennt, kommt nicht zum Vater, wie Jesus passend sagte.

Genau dieses kennenlernen ist auch das Gebet im Christentum. Das Gebet ist der Schlüssel zu diesem kennenlernen. Nicht Gott will, dass wir dreimal am Tage beten, sondern er will, dass wir ihn kennenlernen. Das wird man nur können, wenn man das verlangen dazu hat. Gezwungen bringt das gar nichts und zu sagen du musst dreimal beten ist ein Zwang, der vielleicht bei Gläubigen keiner ist, da sie am liebsten immer beten möchten, aber nicht alle sind dermaßen gläubig und vor allem nicht an Anfang an. Jeder Mensch findet hier eine andere Form, eine andere Möglichkeit. Einige beten nur einmal am Tage, andere sofort 5 Mal usw.
Man betet also nicht für Gott, sondern für sich. Gott braucht keine Gebete, denn Gott ist bereits Herr über alles.
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