| Ende des 4. Jahrhunderts betreibt auch der Staat ambitioniert die Verbreitung des Katholizismus und das Christentum etabliert sich als Staatsreligion. Augustins Priesterweihe ging dem totalen Verbot heidnischen Kults durch Kaiser Theodosius nur ein Jahr zuvor. Es ist überraschend, dass diese Maßnahmen besonders in der abgelegenen Provinz und Heimat Augustinus, nämlich in Nordafrika Wirkung erlangen. Eine zunehmende Zwangshaltung gegenüber den Heiden von staatlicher Seite wird gleichwohl von einer zunehmenden Intoleranz und Neigung zu gewalttätigen Mittel des Augustinus begleitet. Bücherverbrennungen, Enteignungen, Zerstörung von Tempelanlagen: Dieses Vorgehen wird von Augustinus nicht nur gebilligt, sondern theologisch legitimiert. |