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Skeptizismus als ideologische Grundhaltung












http://www.skeptizismus.de/henke.html

Eine Umfrage unter Lesern der GWUP-Zeitschrift Skeptiker bestätigte, daß die Mehrzahl der GWUP-Mitglieder gar keine parawissenschaftliche Literatur liest und damit genauso einseitig informiert ist, wie es erfahrungsgemäß viele Anhänger parawissenschaftlicher Thesen sind.

Skeptizismus als ideologische Grundhaltung

Immer wieder neu mußte ich erleben, ausgerechnet von GWUP-Mitgliedern gefragt zu werden, warum ich mir die Mühe machte, UFO-Meldungen nachzugehen, obwohl doch feststünde, "daß das alles eh nur Quatsch und meine Mühe daher nur Zeitverschwendung" sei. Im Laufe der Zeit stellte ich fest, daß diese Haltung innerhalb der GWUP wesentlich verbreiteter war, als ich anfänglich angenommen hatte. Zahlreiche Bitten an Kollegen, mich bei Falluntersuchungen zu unterstützen, blieben entweder unbeantwortet oder es wurde gar mit Spott und Häme darauf reagiert. Ein Psychologe aus der Gesellschaft erklärte, daß man da ja genau so gut den Bericht jedes Irren in einer psychiatrischen Anstalt ernstnehmen könne. Obwohl dieser Psychologe nie mit einer einzigen Person gesprochen hatte, die glaubte, von einem "UFO" entführt worden zu sein, war er sich doch absolut sicher, daß es sich bei allen Berichterstattern nur um "Borderliner" handeln könne


Was nicht sein kann, nicht sein darf - nach dieser fragwürdigen Prämisse handeln nicht wenige erklärte Skeptiker. Kritiker werden als "reine Empiriker" abqualifiziert. Statt sich zunächst über die Datenlage zu informieren, wird die Existenz behaupteter oder nachgewiesener Anomalien von vornherein bestritten, sofern sie nicht ins gegenwärtige physikalische Theoriengebäude passen.


Mangelnde Forschungsbereitschaft

Wer der Auffassung ist, daß "eh alles Quatsch" ist, was Vertreter von Parawissenschaften behaupten bzw. daß bestimmte Naturgesetze (besser: Theorien!) die Existenz diverser "Anomalien" ausschließen, wird natürlich auch kaum einen Forschungsbedarf sehen. In der Tat wurden innerhalb des zwölfjährigen Bestehens der GWUP so gut wie keine echten Forschungsprojekte durchgeführt, obwohl die Gesellschaft mittlerweile rund 600 Mitglieder umfaßt! Noch heute zehrt die GWUP im wesentlichen von einer einzigen Studie, die in ihren Gründerjahren durchgeführt wurde. Gemeint ist ein Rutengänger-Test in Kassel. Bei näherem Hinsehen fällt jedoch auf, daß es sich dabei eher um eine öffentliche Demonstration als um ein echtes Forschungsvorhaben handelte. Denn man war sich aufgrund vorangegangener ähnlicher Demonstrationen von vornherein über das Ergebnis sicher. Es wurden weder mögliche kleine Effekte berücksichtigt, noch traf man Anstalten, Versuchspersonen, die über- oder unterzufällige Ergebnisse erzielt hatten, erneut zu testen, um die "Robustheit" eines etwaigen kleinen Effektes zu prüfen.


Mangelnde Dialogbereitschaft


Schon früh fiel mir auf, daß an den GWUP-Tagungen fast nur Mitglieder teilnahmen. Verblüfft mußte ich im Laufe der Zeit zur Kenntnis nehmen, daß diese Isolation von fast allen GWUP-Mitgliedern, mit denen ich sprach, gewollt war. Kein Wunder auch, erfolgten Vorankündigungen zu den GWUP-Tagungen bis heute doch nie in parawissenschaftlichen Publikationen. Was nutzt es, so fragte ich die GWUP-Funktionäre immer wieder, wenn auf den GWUP-Tagungen ein "Skeptiker" dem anderen auf die Schultern klopft, jedoch das eigentliche Zielpublikum außen vorgehalten wird. Doch ich stieß mit dieser Kritik innerhalb der GWUP bis heute nur auf Unverständnis.

Fanatismus


Fanatiker innerhalb der GWUP sind aus Gründen eines möglichen Imageverlustes für die Gesellschaft von vielen Mitgliedern zwar nicht gern gesehen, werden jedoch durchweg geduldet. Erschreckend fand ich, daß ausgerechnet einige führende Funktionäre der GWUP selbst fanatische Züge an den Tag legten. Ich erinnere mich gut daran, wie sowohl die langjährige ehemalige Präsidentin der Gesellschaft, als auch etwa der Vorsitzende des GWUP-Wissenschaftsrates auf so manchen internen Sitzungen voller Zorn reagierten, wenn die Rede auf bestimmte Vertreter von Parawissenschaften kam.



Taktierertum

Die meisten GWUP-Mitglieder bestreiten die Existenz von paranormalen Fähigkeiten.


Zensur


Selbstkritik wird als "Nestbeschmutzung" unter den Teppich gekehrt



Ganzen Artikel bei Interesse - siehe Link -
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum I


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