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http://laluni.helloyou.ws/netnews/bkgr/cab2600/file2617.html
Durch das Denken leiden wir als menschliche Wesen, und je mehr die Menschheit fortschreitet und das Denken sich entwickelt, desto grösser scheint die Fähigkeit des Leidens zu sein. Aber wenn Leiden im rechten Licht gesehen und der Göttlichkeit geweiht wird, kann es als ein Instrument benutzt werden, um Gott näher zu kommen. Dann können wir Gott diese seltene und wunderbare Gabe des Denkens anbieten, das durch den Schmerz weise geworden ist, und ein Herz, das durch überwundene Not und Schwierigkeiten gütig wurde.
Wenn wir die Bedeutung dieser drei Gaben untersuchen, die von den alten Jüngern dem Kind Jesus dargebracht wurden, und wenn wir ihre Bedeutung erkennen und wie diese auf unsere individuelle Situation anwendbar ist, so wird gleichfalls offenbar, dass die Menschheit heute als Ganzes am Ende einer langen Wanderung vor dem Kind Jesus steht im Haus des Brotes; sie [74] kann nun wenn es ihr Wille ist die Gaben des materiellen Lebens, der Läuterung im Feuer der Widerwärtigkeiten und des Leidens anbieten, dem sie sich hat unterwerfen müssen. Die Menschheit kann sich auf den Weg machen von Galiläa über Nazareth. Gold, das heute das wirkliche Lebensblut der Menschen zu sein scheint, muss Christus geweiht werden. Weihrauch, die Träume, Visionen und das Streben der Massen, so wirklich und tief, dass überall Nationen darum kämpfen, diesen Träumen Ausdruck zu geben, auch diese müssen Christus gewidmet und dargeboten werden, damit er alles in allem sei. Schmerzen, Leiden, alle Qualen der Menschheit, niemals so akut wie heute, sollten gewiss zu Christi Füssen niedergelegt werden. Wir haben viel gelernt. Lasst die Bedeutung alles dessen in unser Herz und Denken dringen, und möge die Ursache des Schmerzes uns dazu bringen, sie Christus als unsere grösste Gabe zu schenken. Schmerz ist immer die Begleiterscheinung der Geburt; Leiden finden sich in jeder Geburtsstätte. Der Gedanke daran weckt die tiefste und konstruktivste Art von Optimismus im Denken jener, die über Weltleiden und -qual nachdenken. Sollten sie nicht die Geburtswehen anzeigen, welche der Offenbarung Christi vorausgehen? Wenn dies erkannt ist, können wir mit Paulus sagen:
«Um Seinetwillen habe ich die Trennung von allem erlitten, und ich schätze es als ein Nichts, wenn ich nur Christus gewinne. Ich bin in ihm erfunden, dass ich meine Gerechtigkeit nicht aus mir selber und aus dem Gesetz habe, sondern jene Gerechtigkeit, welche aus dem Glauben an Christus aufsteht, jene Gerechtigkeit, die von Gott und durch den Glauben kommt. ... Ich sage nicht, dass ich dieses Wissen schon erreicht oder diese Vollkommenheit bereits erlangt habe; ich jage ihm aber nach, dass ich's auch ergreifen möchte, nachdem ich von Christo Jesu ergriffen bin. ... Ich vergesse, was hinter mir ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Kleinod, welches uns vorhält die himmlische Berufung in Gott und Christus Jesus. Deshalb lasst uns alle, die reif im Glauben sind, diese Gedanken pflegen. Und wenn in mancher Hinsicht etliche anders denken, dann lasset Gott es ihnen offenbaren. Doch welchen Punkt immer wir erreicht haben, lasset uns eines Sinnes sein und beharren in der gleichen Richtung! (Philister III/8, 9, 12, 16) (Weymouth-Übersetzung, engl).
5.
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