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| Wenn ich also sagte: „Die Hölle ist ein Beweis für Gottes Liebe“ so meine ich damit eben, dass es keine Verdammnis gibt, denn die Hölle ist ein Läuterungsprozess. |
Ganz genau das meine ich auch!
Himmel und Hölle sind so wenig ein Ort wie Leben und Tod.
Kennst Du das Märchen: "Des Teufels rußiger Bruder"?
Das gibt es bei den Brüdern Grimm zu lesen, aber in diesem Zusammenhang brauche ich nur die Tatsache, dass nach harten Dienstjahren in der Hölle, nicht als Toter, sondern als Lebender und Gehilfe des Teufels, jener dem rußigen Bruder zum Lohn erlaubte, den Kehrdreck aus der Hölle mit zu nehmen.
Siehe: http://gutenberg.spiegel.de/grimm/maerchen/russiger.htm
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....jetzt ist die Zeit herum, willst du wieder heim?' 'Ja,' sagte der Soldat, 'ich wollt auch gerne sehen, was mein Vater daheim macht.' Sprach der Teufel 'damit du deinen verdienten Lohn kriegst, geh und raffe dir deinen Ranzen voll Kehrdreck und nimms mit nach Haus. Du sollst auch gehen ungewaschen und ungekämmt, mit langen Haaren am Kopf und am Bart, mit ungeschnittenen Nägeln und mit trüben Augen, und wenn du gefragt wirst, woher du kämst, sollst du sagen 'aus der Hölle,' und wenn du gefragt wirst, wer du wärst, sollst du sagen 'des Teufels rußiger Bruder und mein König auch.' Der Soldat schwieg still und tat, was der Teufel sagte, aber er war mit seinem Lohn gar nicht zufrieden.
Sobald er nun wieder oben im Wald war, hob er seinen Ranzen vom Rücken und wollt ihn ausschütten: wie er ihn aber öffnete, so war der Kehrdreck pures Gold geworden..... |
Die Moral dieser Stelle der Geschichte ist, dass im Läuterungsprozeß das Denken vom Materiellen Glück weg zum spirituellen Verständnis geführt werden soll.
Der Kehrdreck ist das Gold, Gold als Symbol für materielle Werte.
Die Geschichte finde ich nach wie vor eines der schöneren Märchen Grimms mit durchaus offener Aussage.
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