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Lieber Martin
Dann werde ich hier mal den Anfang machen
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Das „Für“ und „Wider“ von Identifikation. |
Also im Moment erkenne ich eigentlich mehr was dagegen spricht, als dafür.
Es kommt natürlich auch darauf an wie weit die Identifikation ausgelegt wird. Also im strengen Sinne des Wortes bedeutete es ja identisch sein/fühlen mit etwas/jemand. Das sehe ich eher kritisch. Man übernimmt dann häufig vollständig die Ideologien einer Gruppe oder Organisation und ist nicht mehr kritikfähig.
Natürlich identifizieren wir uns im Laufe unseres Lebens häufig mit Personen, Gruppen usw. Also im Kindesalter sind es vielleicht die Eltern, später die Schule, der Verein, oder eine Glaubensrichtung. Aber das sollte natürlich nicht so weit führen, dass mensch sich total damit gleichsetzt.
In einer Sportmannschaft z.B. fühlen sich die Spieler natürlich der Mannschaft zugehörig, es entsteht ein "Wir-Gefühl". das ist natürlich auch wichtig für den Erfolg einer Mannschaft. "Gemeinsam sind wir stark" - aber auch dieses "Wir-Gefühl" sollte dort seine Grenzen haben, wo es in die Persönlichkeit eingreift.
Alle Menschen sind auch Individuen und jeder sollte sich seinen Individualismus auch bewahren. Denn wenn wir uns Selbst aufgeben und wir uns nur nur noch z.B. über eine Gruppe identifizieren, so birgt das auch die Gefahr des Fanatismus.
Alles und jeder der gegen die Gruppe argumentiert oder handelt wird als "Feind/Gegner" angesehen und wird vielleicht blind und taub für konstruktive Kritik.
Jeder sollte sich seine Kritikfähigkeit bewahren und auch seinen eigenen Verstand benützen. Das sehe ich aber bei einer totalen Identifikation als nicht gegeben.
LG,
Kiki
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