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Ich sehe hier im Forum, dass sich viele Menschen zutiefst verletzt fühlen, wenn man ihren Glauben kritisiert.
Kritik, solange sie konstruktiv und nicht destruktiv gemeint ist, ist doch nichts verkehrtes.
Ich führe nun Beispiele auf, die bitte nicht der Inhalt DIESER Diskussionsrunde werden sollten:
Ich glaube, dass sowohl Mohammed als auch Jesus im jeweiligen Glauben idealistisch überhöht dargestellt werden. Von einem Moslem wurde ich dafür verflucht, von einem Christen wurde mit die Hölle angedroht. Ich fühle mich selbst deswegen nicht verletzt. Wenn ich nach der Ursache dieser extremen Reaktion forsche, dann sehe ich eine extreme Identifikation mit der eigenen Religion.
Was wäre, wenn es weniger Identifikation mit der eigenen Religion gäbe?
-> Gäbe es dann nicht auch weniger Fanatismus?
Was wäre, wenn es weniger Identifikation mit der eigenen Rasse gäbe?
-> Gäbe es dann nicht auch weniger Rassismus?
Was wäre, wenn es weniger Identifikation mit der eigenen Nation gäbe?
-> Gäbe es dann nicht auch weniger Nationalismus?
Was wäre, wenn es weniger Identifikation mit der eigenen Spezies gäbe?
-> Gäbe es dann nicht auch weniger Misshandlungen von Tieren?
Was wäre, wenn es weniger Identifikation mit der eigenen Gesellschaftsschicht gäbe?
-> Gäbe es dann nicht auch weniger Ausbeutungen billiger Arbeitskräfte?
Was wäre, wenn es weniger Identifikation mit dem eigenen Geschlecht gäbe?
-> Gäbe es dann nicht auch weniger Sexismus?
Diskussionsinhalt dieser Diskussionsrunde:
Das „Für“ und „Wider“ von Identifikation.
Bin auf Antworten gespannt!
Martin
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Lieber Martin
Dann werde ich hier mal den Anfang machen
| Zitat: |
Das „Für“ und „Wider“ von Identifikation. |
Also im Moment erkenne ich eigentlich mehr was dagegen spricht, als dafür.
Es kommt natürlich auch darauf an wie weit die Identifikation ausgelegt wird. Also im strengen Sinne des Wortes bedeutete es ja identisch sein/fühlen mit etwas/jemand. Das sehe ich eher kritisch. Man übernimmt dann häufig vollständig die Ideologien einer Gruppe oder Organisation und ist nicht mehr kritikfähig.
Natürlich identifizieren wir uns im Laufe unseres Lebens häufig mit Personen, Gruppen usw. Also im Kindesalter sind es vielleicht die Eltern, später die Schule, der Verein, oder eine Glaubensrichtung. Aber das sollte natürlich nicht so weit führen, dass mensch sich total damit gleichsetzt.
In einer Sportmannschaft z.B. fühlen sich die Spieler natürlich der Mannschaft zugehörig, es entsteht ein "Wir-Gefühl". das ist natürlich auch wichtig für den Erfolg einer Mannschaft. "Gemeinsam sind wir stark" - aber auch dieses "Wir-Gefühl" sollte dort seine Grenzen haben, wo es in die Persönlichkeit eingreift.
Alle Menschen sind auch Individuen und jeder sollte sich seinen Individualismus auch bewahren. Denn wenn wir uns Selbst aufgeben und wir uns nur nur noch z.B. über eine Gruppe identifizieren, so birgt das auch die Gefahr des Fanatismus.
Alles und jeder der gegen die Gruppe argumentiert oder handelt wird als "Feind/Gegner" angesehen und wird vielleicht blind und taub für konstruktive Kritik.
Jeder sollte sich seine Kritikfähigkeit bewahren und auch seinen eigenen Verstand benützen. Das sehe ich aber bei einer totalen Identifikation als nicht gegeben.
LG,
Kiki
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Ich drücke es mal positiv aus, wenigstens versuche ich dies:
Der Weg ist Gott
Gott ist die Liebe, das Leben, der Weg und Gott ist in Dir und in mir.
Du sollst nicht ein Bild machen von ihm, denn jedes Bild kann nur seiner Wirklichkeit spotten, Deine Ehe ist nicht der Ring an Deinem Finger, Du bist nicht der Pass, Du bist nicht Dein Name oder Deine Religion.
Sondern Du bist ein Auge Gottes, um hier Beobachtungen zu machen und Erfahrungen zu sammeln, die Du Gott dann zuträgst, wenn Du die Raumzeit verlässt.
Aber wie kann ich tolerieren, dass eines alten Mannes gesunde junge Frau lebendig mit dem toten Greis verbrannt wird, weil der Brauch dieser Religion dies so vorschreibt?
Ja, es ist verboten, dennoch immer noch nicht von der Welt, dieses Beispiel.
Wie kann ich tolerieren, dass eine Frau zu Tode gesteinigt wird, weil ihre eifersüchtige Nachbarin in allen Gesprächen im Dorf verbreitet hat, sie treibe es mit ihrem Mann?
Ihre Freundinnen waren viele, wenige glaubten ihr, aber die meisten waren loyal und den Richter überzeugten die vielen Stimmen die dasselbe sagten.
Warum bedarf es einer Religion?
Kann ich nicht einfach mich hinsetzen und sagen:
"Hallo Gott!
ich habe manche Wege gesehen, die behaupten zu Dir zu führen, doch überall kam ich wieder auf Streit und Zank um "Wahrheit, Güte, Liebe und Definitionen.
Kannst Du nicht mal nach dem Rechten sehen?"
Ich weiß, Gott hat zuhause auch Internet, denn es ist in allem und jedem zuhause.
Haltet euch doch nicht auf mit Förmlichkeiten und dem lächerlichen Klimbim, ob es heißt der Gott, das Got oder die Gott, es heisst nämlich nichts von alledem sondern lediglich Gott und das ist kaum ein Zufall.
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