Freiheit



Freiheit ist:
Jeder kann tun und lassen was er lustig ist
4%
 4%  [ 1 ]
Jeder kann tun was er mag solange er andere nicht stört
20%
 20%  [ 5 ]
Ist ein Hirngespinst, der Staat muß alles kontrollieren
0%
 0%  [ 0 ]
Besteht nur in der Unterwerfung unter die Gebote Gottes
45%
 45%  [ 11 ]
Jeder denkt sich aus was richtig ist und lebt danach
8%
 8%  [ 2 ]
anderes, siehe Beitrag
20%
 20%  [ 5 ]
Stimmen insgesamt : 24

Ihr lieben, liebe Gaby,

inspiriert durch einen Text aus Wikipedia, den du, liebe Gaby, mir per PN zukommen hast lassen, möchte ich anregen, dieses Thema zu erörtern, birgt es doch so manche .... Überraschung!


Zitat:
Das Wort "frei" stammt ab von fri, was zugleich Frau (=ursprünglich Herrin) bedeutet. Die Bedeutung "frei" entwickelt sich aus "eigen", vermutlich aus Wendungen wie "die eigenen Kinder". Jemand ist frei, wenn er "zu den Lieben gehört" und kann sich deshalb einiges herausnehmen. So kennzeichnet der Wortursprung der Freiheit also einen Aspekt von Bindung und ist weit von dem heutigen Verständnis der Freiheit entfernt.



Zitat:
Der Bedeutungswechsel rührt wahrscheinlich aus der Bibelübersetzung von Martin Luther her und der seitdem verstärkt ansetzenden Lösung ("Befreiung") des Einzelnen aus seiner Gemeinschaft, die zur Entwicklung des Liberalismus führte.



In diesem Zusammenhang blühen meine Gedanken gleich in zwei Richtungen: zum einen in die Richtung der Bedeutung der Weiblichkeit, der Frau, zum anderen in die Richtung der Bedeutung der Freiheit, wohl sehr mißverstanden, alle beide.

Und vielleicht,- auch hierfür nicht nur Ansätze in meinem Herzen, gelingt ja, die Synthese!

Ursprünglich, vom Wortstamm her, lesen wir also in Wikipedia, daß "Frei" auf "Frau" zurückgeht, eine Freiheit, die mit Bindung zu tun hat. Also sehe ich hier vor mir das Bild der - hier ebenfalls erwähnten - liebenden Mutter, in deren Schoß ich mich geborgen fühle, mich zu hause weiß, also frei bin von allen Ängsten uns Sorgen, Ferne und Not.

Gleichzeitig assoziiert sich mit dem frei sein, mit der Freiheit das heilige Wort:

Zitat:
Sprich: Wahre Freiheit besteht in der Unterwerfung des Menschen unter Meine Gebote, so wenig ihr dies auch versteht. Würden die Menschen befolgen, was Wir aus dem Himmel der Offenbarung auf sie herabsandten, so würden sie sicherlich vollkommene Freiheit erlangen. Glücklich der Mensch, der die Absicht Gottes in allem erfaßt, was Er aus dem Himmel Seines Willens, der alles Erschaffene durchdringt, offenbart! Sprich: Die Freiheit, die euch nützt, ist nirgendwo zu finden außer in vollkommener Dienstbarkeit vor Gott, der Ewigen Wahrheit. Wer ihre Süße kostet, wird es verschmähen, sie gegen alle Herrschaft der Erde und des Himmels zu tauschen. (Baha'u'llah, Aehrenlese)


So sehen wir denn am Tage der Einheit der Menschheit, das Antlitz Gottes in der Gestalt der Herrlichkeit Gottes (Bahá'u'lláh), man beachte auch hier in unserem Sprachraum die Verknüpfung von Freiheit und Frau im Sinne von Herrin, Hinweis auf Herrlichkeit, mein Wort dafür Weiblichkeit. Dasselbe Bild in der schwarzäugigen Jungfrau, von Bahá'u'lláh, und der Ma'at von aus dem alten Ägypten. Bilder es vereinenden, der Seelenmutter der Schöpfung, Mutter mit Kindern, der zu dienen das wahre Maß an Freiheit schenkt. Selbiges Glück erlebe ich täglich im Leben für mein Blatt, Königin Helga Maria. Dies "Süße der Hingabe", eine Freiheit, die ich für nichts anderes jemals tauschen würde, selbst wenn es rein äußerlich "unfrei" "anmutet", also unverständlich ist. Denn Freiheit von der Geliebten bedeutet Gefangenschaft für das Herz in den Ketten der Ferne. Schauder.


Die andere Art der Freiheit, die heute "im Schwange" ist, wäre dann:

Zitat:
Freiheit muß letzten Endes zu Aufruhr führen, dessen Flammen niemand löschen kann. So warnt euch Er, der Rechnende, der Allwissende. Wißt, daß die Verkörperung der Freiheit und ihr Sinnbild das Tier ist. Dem Menschen ziemt es, daß er sich in Schranken fügt, die ihn vor seiner eigenen Unwissenheit beschützen und vor dem Schaden des Unheilstifters bewahren. Freiheit veranlaßt den Menschen, die Grenzen des Schicklichen zu überschreiten und die Würde seiner Stufe zu verletzen. Sie erniedrigt ihn auf die Ebene tiefster Verderbtheit und Schlechtigkeit. (Baha'u'llah, Aehrenlese)


Hört sich an nach jeder tut was er will. Herzen werden gebrochen, Grenzen werden überschritten, fremdes Eigentum wird an sich genommen und all dieses Handeln durch ausgeklügelte Gesetze unterstützt, den superreichen stets zu Gute. Es ist diese Art von Freiheit, die aus der Unterwerfung an das falsche Ziel reduziert. Wir sehen daß meistens das Geld angebetet wird, finanzielle Sicherheit ist das Antlitz Gottes selbst. Ist es nicht wie damals, in der Wüste, das goldene Kalb? Das einzige, was zum Thema Gerechtigkeit einfällt, und vor allem das erste, ist die "Verteilung von Gütern".

Wenn ein Mütterchen brutal zusammengeschlagen Opfer eines Raubmordes wird, spricht davon nieman. Betritt aber ein Mensch mit einer Wasserpistole eine Bank, und erbeutet sogar 20 Euro, steht dies in allen Zeitungen, kommt im Radio und sogar in den Fernsehnachrichten. Der Statthalter Gottes wurde angegriffen. Die Bank, der Hüter des Geldes bedroht. Welch unaussprechlich schreckliche Tat! Dies ist das Ergebnis der Freiheit, wenn wir uns vom leben im Schatten der Herrin, der schwarzäugigen Jungfrau, der Ma'at, entfernen, obschon doch gerade jetzt die Zeit ist, die ihr Antlitz enthüllt.

Was meint ihr, zum Thema Freiheit, so unerschöpflich?!

Alles Liebe von Yojo
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"Es ist die Sehnsucht Gottes an diesem Tage, alle Menschen als eine Seele und einen Körper zu betrachten" (Bahá'u'lláh)
Lieber Yojo, liebe Leute,

mir ist als erlebe ich soeben ein Dejavu; eben sah ich mich noch darüber schreiben wie Gedanken mein Kopf zermartern, weil sie kreuz und quer - völlig unsortiert - hin und her schweben und schon eröffnen sich mir weitere, ganz viele - kaum filterbar und beschreibbar.

Frei, frei wie ein Vogel - dürfte das Sinnbild des von Baha'u'llah benannten Tieres sein. Wie er am Himmel gleitet, umringt von Luft und Licht. Scheinbar einzig seine Existenz um neues Leben zu schaffen, wird er angetrieben.
Wie der Lachs im Gegenstrom schwimmend, mit aller Kraft bemüht abzulaichen um auch hier erneutes Erwachen des Lebens zu bekunden.

Aber was bedeutet es für uns?
Wann sind oder fühlen wir uns frei? Sind wir, in der Annahme frei zu sein, auch wirklich selbiges?
Gedrängt von Gesetzen, geführt von Macht, gehalten durch Geld, gestorben durch fehlenden Lebensmut und Kraft. Der Stress schlaucht und saugt an uns, Tag täglich. Es rappelt morgend der Wecker - es ist kurz vor zwölf - trinken hastig unseren Kaffee, stopfen uns beim Einstieg ins Auto noch den letzten Bissen Brot in uns hinein.

Ist unser Glaube die Freiheit die in uns wohnt? Die Freiheit zu glauben an 'alles wird gut - alles wird besser'?
Ist es nicht sehr egoistisch zu glauben, alles geschieht von allein ohne unser Zutun?
Ich nehme mir die Freiheit heraus und bestimme für mich, das ich dazu beitragen werde Glaube zu leben - ja sogar zu erleben.
Das ist meine einzige Freiheit: das Wirken aus dem Glauben herraus.
Und ich bin mir sicherer als je zuvor; dies ist meine Unabhängigkeitserklärung; dass das Zusammenwirken mit und durch Liebe zu meinem und Eurem Nächsten den Weg zur Freiheit ebnet.

Zitat:

Wir halten die nachfolgenden Wahrheiten für klar an sich und keines Beweises bedürfend, nämlich: daß alle Menschen gleich geboren; daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt sind; daß zu diesem Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit gehöre [...]

Bei jedem grade der Unterdrückungen haben wir in den unterthänigsten Ausdrücken um Abhülfe gebeten: unsere wiederholten Bitten wurden nur durch wiederholtes Unrecht beantwortet. - Ein Fürst, dessen Charakter so durch jede seiner Handlungen als Tyrann bezeichnet wird, ist untüchtig, der Herrscher eines freien Volkes zu sein.

(aus der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung)


Ja, ich spreche Yojo Recht indem er sagt Unterwerfung führt ans falsche Ziel.
Unterwerfung ist etwas anderes als Demut!
Demut ist die Vorraussetzung der Liebe; aus Achtung erwächst Demut.
Aus Angst und Unmut wird Unterwerfung in heutiger Zeit. Wieder ein Stück Freiheit welches uns zwanghaft genommen.

Zitat:
Demut:
Mit ihr öffnet sich ein Weg in die Herzen und Seelen der anderen Menschen weil wir durch sie fähig sind, uns auf eine Stufe mit ihnen zu stellen und zu sehen, daß sie oft ähnlich empfinden wie wir. Wir spüren durch sie, daß wir zusammen in einer Welt leben und nicht jeder in einer eigenen, die der andere nicht versteht.

Demütig zu sein, heißt nicht selbstlos zu sein. Was wir geben in unserem Leben, das bekommen wir auf vielfache Art zurück.

(www.suyang.de/happhil.htm)


Yojo schreibt:
Zitat:
Das einzige, was zum Thema Gerechtigkeit einfällt, und vor allem das erste, ist die "Verteilung von Gütern".

Beantworte ich mit einem Zitat aus der 3. Essener Schriftrolle:
Liebe kann eine ausgeglichene Verteilung der Güter dieser Erde bewirken und allen zu einem menschenwürdigen Dasein verhelfen. Da wo die Wohlhabenden die Habenichtse lieben, gibt es keine Armut.

Liebe Geschwister (bewusst gewählt),
mir kreist so viel dazu im Kopf herum; vieles nicht aussprechbar - vieles nicht für alle verständlich. Manch einem mag Interpretation auf der Zunge jucken, doch - was sind schon Worte? Sie kommen und gehen, ändern ihr Aussehen - verlieren aber nie den Sinn des Schöpfers.

Meine Freiheit ist der Sinn meiner Gedanken; Gedanken die Führung durch Liebe, Sehnsüchte, Emotionen und Erinnerungen hervorrufen.
Gedanken an eine glücksselige, gerechte, liebende und freie Welt.

liebe, nachdenklich, stille Grüsse
Gaby
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Lieben Gruss
Gaby
--
Zitat:
jw MAa.t xai.tw r-HA.t =k
mAa.t r-Hna =k
Um die Umfrage für mich zu beantworten, möchte ich sagen, das ich nicht an einen Gott glaube wie ihn die Welt gern hätte - das wäre ein Bild was ich zu stricken geneigt wäre und das verkneife ich mir, weil ich nicht in der Lage und auch nicht der Berrechtigung unterliege mir ein Bild machen zu dürfen. Ich sage viel mehr, das ich an das grösste Geschenk an die Menschheit glaube - die Fähigkeit, die uns ins Herz gelegt wurde, einander zu lieben wie auch ich liebe unsere Mutter Erde, denn wir sind nur und auch ein Teil von dieser.

liebe Grüsse
Gaby
Salut Yoyo und Girl

Fuer mich persoenlich ist Freiheit so wie sie sich in der Gesellschaft zeigt nur illusorische Freiheit , da sie nur innerhalb von Grenzen die uns auferlegt werden , sei es nun Gedanklicher ,Moralischer, Ethischer oder Religioeser und Politischer Art, erfahrbar ist.
Wirkliche Freiheit ist fuer mich die Innere Freiheit,
die Freiheit meines Geistes der unbegrenzt ist in seiner Beschaffenheit, und der alle gedanklichen Grenzen aufloest sobald ich mir solcher gewahr werde.

Lieben Gruss
Ellen
Was mich beim heute so oft gebrauchten Begriff 'Freiheit' stört ist, dass das immer
eine negative Freiheit ist, ein Freiheit von, und nicht eine zu irgendetwas...
Das ist mir vor vielen Jahren einmal zu Bewusstsein gekommen - ich hatte damals
eine Freundin, die eigentlich lieber keine Beziehung haben wollte, weil sie um ihre
'Freiheit' besorgt war. Wenn ich das Bedürfnis habe, meine Freiheit um jeden Preis
zu erhalten, dann ist das so, wie wenn ich ein wertvolles Werkzeug in seinem Etui
aufbewahre, es alle Jahre mal heraushole, einöle und poliere, aber nie verwende -
es ist dann ein totes Schmuckstück, und kein Werkzeug mehr...
... und ich bin gebunden an diese Freiheit, die ich nicht mehr loslassen kann - oder
will - jedenfalls - inwiefern bin ich dann wirklich noch frei
Hallo Wu,

das ist sehr schön gesagt.
Es erinnert mich sofort an die Loslösung; Ließen wir alles einfach nur los hätten wir Leere, also auch etwas negatives. Auch Loslösung ist positiv:

Zitat:
"Das Wesen der Loslösung ist es, ín Seine Gegenwart zu treten und als Zeuge vor Ihm zu stehen" Bahá'u'lláh


Alles Liebe von Yojo
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"Es ist die Sehnsucht Gottes an diesem Tage, alle Menschen als eine Seele und einen Körper zu betrachten" (Bahá'u'lláh)
Hallo Ihr Lieben!

Freiheit kann nur existieren, wenn man sie nicht an äussere Umstände misst. Der Mensch ist frei, wenn er sich frei FÜHLT. Egal wo er lebt, wie er lebt, was er erlebt.

Freiheit kann ich nur IN mir erfahren.

Wenn ich Liebe, über alle Maßen, so dass mein Herz davon übergeht - bin ich frei wie ein Vogel.
Denn dann liebe ich alles um mich herum - und nichts kann mich einengen, behindern, klein machen.

Ich werde in allem die Schöpfung und die Schönheit Gottes erkennen. Ohne auch nur einen Gedanken dafür denken zu "müssen".

Mein Herz liebt und alles ist schön.
Mein Herz liebt und ich fühle mich gesegnet.
Das ist Freiheit für mich.

Ich danke für die Momente der Freiheit in meinem Leben.

Alles Liebe, Daniela
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Ich wünsche allen Lebensfreude bis zum Abwinken!
Zitat:
Besteht nur in der Unterwerfung unter die Gebote Gottes


Wo bleibt da noch die Freiheit?
_________________
Denkt selber nach!
Hallo der_ding,

dieser 'Widersinn' liegt vermutlich daran, dass wie hier im Baha'i-Forum sind.
In vielen Religionen wird mit Paradoxa gearbeitet - 'Freiheit ist Unterwerfung',
'Armut ist Reichtum', 'Kleinheit ist Größe', 'Wahrheit ist Lüge'
- hoppla, das denn
doch wohl meist nicht... - und hier, ebenso wie im Islam, wird das erste
Gegensatzpaar ganz besonders betont.
Ich kann mich an eine Diskussion mit einem sympathischen und hochintelligenten
Muslim erinnern, in der er versuchte mir zu erklären, dass sich die Menschen als
'Sklaven Allah's' zu verstehen hätten - das Gespräch verlief dann im Sand, ohne
dass wir auf einen grünen Zweig gekommen wären...
Wu hat folgendes geschrieben:
Was mich beim heute so oft gebrauchten Begriff 'Freiheit' stört ist, dass das immer
eine negative Freiheit ist, ein Freiheit von, und nicht eine zu irgendetwas...
Das ist mir vor vielen Jahren einmal zu Bewusstsein gekommen - ich hatte damals
eine Freundin, die eigentlich lieber keine Beziehung haben wollte, weil sie um ihre
'Freiheit' besorgt war. Wenn ich das Bedürfnis habe, meine Freiheit um jeden Preis
zu erhalten, dann ist das so, wie wenn ich ein wertvolles Werkzeug in seinem Etui
aufbewahre, es alle Jahre mal heraushole, einöle und poliere, aber nie verwende -
es ist dann ein totes Schmuckstück, und kein Werkzeug mehr...
... und ich bin gebunden an diese Freiheit, die ich nicht mehr loslassen kann - oder
will - jedenfalls - inwiefern bin ich dann wirklich noch frei


Lieber Wu!
Wie meinst Du das?
Darf denn ein Mensch nicht so sein wie er ist, in einer Partnerschaft?
Denn nur wenn man(n) mich kritisiert, weil ich so bin wie ich eben bin, fühle ich mich in einer Partnerschaft unfrei.
Möchte sich allerdings der Partner aus tiefstem Herzen und in aller Tiefe aus Liebe heraus mit mir einlassen, würde ich mich niemals unfrei fühlen.

Alles Liebe, Daniela
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Ich wünsche allen Lebensfreude bis zum Abwinken!