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Lächeln in dieser Zeit war ihm nur allzu fremd geworden , der Alltag besiegte jede glückliche Gemütsregung mit einem ernüchternden Achselzucken, morgen, ja morgen beginnt sowieso wieder der gleiche lahme Zirkus. Das Leben schien ihm wie eine endlose, sich wiederholende Zirkusvorstellung, in der die Politiker und die Religionen die Darsteller sind und das plumpe, niedere Volk die Zuschauer. Die Zuschauer sitzen ruhig und hoffnungsvoll auf ihren Sitzen und werden immer wieder enttäuscht durch die schlechte Vorstellung, und doch bleiben sie immer wieder sitzen, da jede Regung mit einem giftigen Blick oder einem „Ruhig!“ quittiert wird. So versuchen die Darsteller das Publikum ruhig zu halten und kontrollieren zu können.
Denn eben jene die „Ruhig!“ rufen oder dich mit einem bösartigen Blick bestrafen handeln im Dienste der Darsteller und passen auf dass keiner die Vorstellung stört oder sich schlecht über sie äußert. Eigentlich ist der Zuschauer ja frei und kann mit recht seine Meinung äußern, doch stört das unseren Zirkuswachdienst herzlich wenig. Dabei denken die Zuschauer auch nach 2000 Jahren immer noch das sie freiwillig auf den Rängen sitzen und sich mit der Vorstellung beglücken, ganz vergessen dass das verlassen des Saales während der immerfort laufenden Vorstellung vernichtende Konsequenzen haben könnte. Die „freiwilligen“ Zuschauer, in ihrem naiven denken, meinen darüber nur; es ei ja nachvollziehbar dass die da oben nicht wollen dass ihre Vorstellung gestört wird. Sie meinen ja sogar dass sie die Darsteller noch selbst wählen und so das Geschehen wenigstens von weitem her beeinflussen. Doch auch da müsste man sie wohl herbe enttäuschen wenn man der Sache nachgehen würde. Die rebellischsten der Zuschauer sind ja noch jene die den Gang zur Toilette wagen. Das sind die Aufständigen, die Krawallmacher. Sie wagen es sich zu erheben und die Wache so zu provozieren, so zeigen sie dass sie dagegen sind und sich nicht alles gefallen lassen. Sie werden von Vielen bewundert und von Anderen verachtet, doch ist es ihr Ziel zu zeigen dass die Darsteller einem nicht das freie, unabhängige Denken und den Wille zur Freiheit rauben können. Sie sträuben sich dagegen indem sie sich unbürgerlich verhalten. Oft verschwinden diese Personen urplötzlich als ob nie gehört und nie gesehen, die Wache habe nichts damit zu tun wird gesagt, „Alles nur ein Gerücht!“ und die Gemeinschaft der Darsteller verneint jede Verbindung zu dem Verschwinden. Sie meinen sogar das sei ja klar dass dieser Krawallmacher sich aus dem Staub macht, wo er doch selbst weiß, dass er lügen verbreitet.
So erlöscht auch dieses kleine Fegefeuer der unbewussten Unterdrückten und die Show läuft weiter ihren gewohnten Gang. Die Gesellschaft ist stark hat man sie in seinem Bann, schwach ist die Stimme der Unterdrückten. Die Gemeinschaft der Unterdrücker gibt vor alles unter Kontrolle zu haben; die Tiere sind gezähmt, sie wissen was sie tun. Doch Manche sehen es kommen: die Dompteure wissen nicht mehr ihre selbst geschaffenen Kreaturen im Bann zu halten, die Show gerät aus den Fugen.
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