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gnostik,
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"Aus diesem Grund mussten islamische Gelehrte entscheiden, welche Verse im Fall eines Widerspruchs zu befolgen seien. Erreicht wurde dies durch das Prinzip des Naskh.
Naskh basiert auf der Tatsache, dass der Koran Mohammed zu verschiedenen Zeiten hinweg geoffenbart wurde. Manche Teile des Korans kamen später, manche früher. Um einen Widerspruch aufzulösen, beschloss man, dass neuere Offenbarungen die älteren Offenbarungen aufheben....
...Das Naskh-Prinzip ist sehr wirksam. Wenn eine Vers nasikh oder aufgehoben ist, dann existiert er praktisch nicht mehr... „ |
Die früher im Islam praktizierte Abrogation von Koranversen wurde bereits vor über 100 Jahren von einigen Gelehrten verworfen. Die Widersprüche im Koran sind eher scheinbare Widersprüche. Mir ist auch nicht bekannt, dass Verse im nachhinein einfach rausgestrichen wurden.
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Die Ahmadiyya lehrt, dass sich durch unvollständiges Verständnis des Koran scheinbar widersprüchliche Aussagen ergeben, welche nicht dadurch behoben werden dürfen, dass Teile des Korans für ungültig erklärt werden. Das widerspräche der Selbstaussage des Korans, dass er ein fehlerloses, vollkommenes Buch sei:
„Wollen sie denn nicht über den Koran nachsinnen? Wäre er von einem andern als Allah, sie würden gewiß manchen Widerspruch darin finden.“
– Koran, Sure 4, Vers 82
Mirza Ghulam Ahmad und Hakeem Noor-ud-Din argumentieren, dass der Koran
„Wenn wir einen Vers (aus dem Wortlaut der Offenbarung) tilgen oder in Vergessenheit geraten lassen, bringen wir (dafür) einen besseren oder einen, der ihm gleich ist. Weißt du denn nicht, dass Allah zu allem die Macht hat?“
– Koran, Sure 2, Vers 106
lediglich die Abrogation vorislamischer Gesetze und Religionen feststellen will. Aslam Jairadschpuri und sein Nachfolger Ghulam Ahmad Parwaiz, der Modernist Khalifa Abd al-Hakim sowie Ahmad Din vertreten ebenfalls diese Meinung, während Maududi und Azad an der alten Lehre festhalten.
Auch die Mu´tazila sieht den Koran nicht als ewig oder uninterpretierbar an. |
(interessanterweise haben wir diese Sichtweise dem Begründer der Ahmadiyya-Bewegung zu verdanken. Ich bin zwar kein Anhänger von ihm, aber er hat durchaus einige interessante Sachen veröffentlicht. Bevor er den Anspruch erhoben hat, der Messias der Muslime zu sein, war er ein sehr anerkannter Wissenschaftler.)
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