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MONDFINSTERNIS
Heut Nacht, erfüllt von hochgespannt Intresse
ich meine Nas an d´Fensterscheibe presse
ob vielleicht da in dieser Wolkendecke
ich durch ein Loch die Finsternis entdecke.
Ich konnt erkennen wo der Mond ist ganz genau
da ich gebannt in diesen Himmel schau
ja und ich weiss, es ist nicht ein Gemunkel
dass sich sogleich, der ganze Mond verdunkel.
Und dunkler wurde es ganz sicher, immer schwärzer
Hinter den Wolken der helle Fleck verschwand
ein nacktes Bangen schlich vom März zum Herz her
das mich ganz innig mit den Ahnen wohl verband:
Oh Gott im Himmel, nimm uns nicht dies Lichtlein
Oh Bitte Bitte gib es uns zurück
es lacht so fröhlich, dieses rund Gesichtlein
und zeigt die Zeit in weissem rundem Glück.
Und siehe da, das Gott hat uns erhöret
es gab den Mondenglanz uns bald einmal zurück
und wer sich an dem halben Vollmond störet
findt ihn nun ganz im wolkenlosen Stück
welches der Wind mir in die Nacht geblasen
da just vorbei, warum ich lang hier stund
nun leucht der Mond in seiner vollsten Phasen
so hell erreicht er meiner Seele Grund.
Die Nacht versinkt, doch mit ihr nicht die Träume
Aussen und innen wachsen hohe Zäune
Gefangen in den eigenen Begierden
So wird der Glanz der Welt zu schlimmen Hürden.
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