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Ich denke nicht, dass Gott richtet.
Das kann eine Seele doch selbst.
Wenn sie auf Gott zustrebt, dann wird sie nach und nach den Ballast abwerfen, der sie an diesem zustreben hindert.
Und ballast abwerfen heißt falsche Sicherheiten und Illusionen loslassen.
Dieses Loslassen ist aber zugleich ein Leiden, denn es ist etwas wie ein Gebärvorgang.
Nur dass wir uns selbst gebären.
Klingt jetzt abgehoben.
Aber so in etwa erlebte ich es einmal, als sich mein Herz öffnete.
Es war so schmerzhaft, dass ich glaubte, ich werde gleich am Schmerz sterben.
Aber dann war die Liebe da.
Es gibt aber verschiedenste Arten von Leiden.
Vieles Leiden kann, wenn es richtig interpretiert, verarbeitet und eingesetzt wird uns zu Gott hin bringen.
Ich sehe Gott als das unvermeidliche Ziel, jeder Seelenreise.
Somit ist es auch unvermeidlich, dass eine Seele das Leiden nicht auf sich nimmt, dieses Ziel zu erreichen.
Hölle ist ein Beweis für Gottes Liebe: die verirrte Seele zu Ihm/Ihr zurückzuführen.
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