Koran und moderne Wissenschaft


Auszüge aus Dr. Zakir Naiks

Koran und moderne Wissenschaft
Vereinbar oder Unvereinbar?

Inhalt

I. Vorwort des Übersetzers
II. Einführung
III. Die Herausforderung des Koran
IV. Astronomie
V. Physik
VI. Geografie
VII. Geologie
VIII. Ozeanologie
IX. Biologie
X. Botanik
XI. Zoologie
XII. Medizin
XIII. Physiologie
XIV. Embryologie
XV. Allgemeine Wissenschaft
XVI. Schlussbemerkung


Im Namen Allahs, des Wohltätigen, des Barmherzigen

I. Vorwort des Übersetzers

Zitat:
Und dieser Koran kann von niemandem anders geschaffen sein
als von Allah, und es ist eine Bestätigung (der Offenbarungen)
vor ihm (Thora, Gospel) und eine Erläuterung des Buches,
an dem kein Zweifel besteht - von dem Herrn der Welten. 10:37


Zitat:
Dieser Koran ist ein klarer Beweis für die Menschheit, und eine Leitung und Gnade für Leute, die sicheren Glauben haben. 45:20


Zitat:
Denken sie denn nicht über den Koran nach? Wäre er von jemanden anders als von Allah, hätten sie sicher viele Widersprüche in ihm gefunden. 4:82
II. Einführung

Schon immer seit des Erscheinens des menschlichen Lebens auf diesem Planeten hat der Mensch versucht, die Natur zu verstehen, seinen eigenen Platz in der Schöpfung und den Sinn des Lebens an sich. Auf dieser Suche nach Wahrheit, viele Jahrhunderte und unterschiedlichste Zivilisationen umspannend, hat organisierte Religion das menschliche Leben geformt und zu einem großen Teil den Lauf der Geschichte. Während manche Religionen auf Büchern basierten, von denen ihre Anhänger behaupteten, sie wären göttlich inspiriert, gründeten andere einzig auf menschliche Erfahrung.

Der Koran, die Hauptquelle des Islamischen Glaubens, ist ein Buch von, wie Muslime glauben, vollständig göttlicher Herkunft. Muslime glauben auch, dass es eine Leitung für alle Menschen beinhaltet. Da gesagt wird, die Botschaft des Koran sei für alle Zeiten, sollte sie folglich für alle Zeitalter relevant sein. Besteht der Koran diesen Test? In diesem Büchlein versuche ich eine objektive Analyse des muslimischen Glaubens was die Herkunft des Koran betrifft, im Licht etablierter wissenschaftlicher Entdeckungen.

Es gab eine Zeit in der Geschichte westlicher Zivilisationen, als Wunder, oder was als Wunder angesehen wurde, Vorrang vor menschlicher Vernunft und Logik einnahm. Aber wie können wir den Begriff Wunder definieren? Ein Wunder ist etwas, das aus dem normalen Lauf des Lebens herausfällt und für das die Menschheit keine Erklärung hat. Allerdings müssen wir vorsichtig sein, bevor wir etwas als Wunder akzeptieren. Ein Artikel in The Times of India berichtete 1993, dass ein Heiliger namens Baba Pilot behauptete, er wäre drei Tage und Nächte lang in einem Tank unter Wasser getaucht (ohne dabei Luft zu holen). Als allerdings Reporter den Boden des Tankes untersuchen wollten, in dem der Baba seine wunderbare Tat vollbracht hatte, verweigerte er ihnen dies. Er argumentierte, man könnte doch nicht den Bauch der Mutter untersuchen, die gerade ein Kind geboren hat. Offensichtlich versteckte der Baba etwas! Es war ein Gag um Publizität zu gewinnen! Sicherlich würde kein moderner Mensch mit leichtestem Hang zu rationalem Denken ein solches Wunder akzeptieren. Wenn solche falschen Wunder ein Beweis für Göttlichkeit wären, müssten wir Herr P.C. Sorcar, den weltberühmten Magier, bekannt für seine genialen magischen Tricks, als den besten Gottesmann akzeptieren.

Ein Buch, das von sich behauptet, göttlicher Herkunft zu sein, behauptet im Grunde, ein Wunder zu sein! Eine solche Behauptung sollte in jedem Zeitalter einfach zu verifizieren sein, den Standards dieses Zeitalters entsprechend. Muslime glauben, dass der Koran die letzte abschließende Offenbarung Gottes ist, das Wunder der Wunder, offenbart als eine Gnade für die Menschheit. Lassen Sie uns nach der Wahrheit dieses Glaubens forschen.
III. Die Herausforderung des Koran

Literatur und Poesie waren Mittel des Ausdrucks und der Kreativität in fast allen Kulturen. Die Welt war auch Zeuge einer Zeit, da Literatur und Poesie die gleiche stolze Stellung einnahmen wie heutzutage Wissenschaft und Technik.

Muslime als auch Nichtmuslime sind sich darüber einig, dass der Koran arabische Literatur par excellence ist - und dass es sogar die beste arabische Literatur überhaupt ist. Der Koran fordert die Menschheit in folgenden Versen heraus:

Zitat:
Und wenn ihr im Zweifel seid über das, was Wir offenbarten von Zeit zu Zeit zu Unserem Diener, dann bringt eine gleiche Sure hervor; Und ruft zu euren Zeugen und Helfern (sofern es welche geben sollte) neben Allah, wenn eure (Zweifel) wahr sind. Aber wenn ihr es nicht könnt -und ihr könnt es sicher nicht- dann fürchtet das Feuer dessen Brennstoff Menschen und Steine sind, das für diejenigen bestimmt ist, die Glauben ablehnen. 2:23-24


Die Herausforderung des Koran ist die, eine einzige gleich(wertig)e Sure zu erschaffen, wie jene, die er enthält. Die gleiche Herausforderung wird im Koran mehrmals wiederholt. Die Herausforderung, eine Sure zu erschaffen, die in Schönheit, Beredsamkeit, Tiefe und Bedeutung annähernd einer koranischen Sure gleich kommt, blieb bis heute unerwidert.

Ein moderner rationaler Mensch würde allerdings niemals eine religiöse Schrift akzeptieren, die in der schönsten poetischen Sprache sagt, die Erde sei flach. Dies deshalb, weil wir in einem Zeitalter leben, in der menschlicher Vernunft, Logik und Wissenschaft Vorrang eingeräumt wird. Nicht viele würden des Korans außerordentlich schöne Sprache als Beweis für seine göttliche Herkunft akzeptieren. Welche Schrift auch immer behauptet, eine göttliche Offenbarung zu sein, muss auch aus Kraft ihrer eigenen Vernunft und Logik akzeptabel sein.

Laut des berühmten Physikers und Nobelpreisträgers Albert Einstein ist Wissenschaft ohne Religion lahm, Religion ohne Wissenschaft blind. Lassen Sie uns daher den Koran studieren und analysieren, ob Koran und moderne Wissenschaft vereinbar oder unvereinbar ist.

Der Koran ist kein Buch der Wissenschaft (science) sondern der Zeichen (signs), d.h. der Ayaats. Es gibt mehr als 6000 Ayaats im Koran, von denen mehr als tausend mit Wissenschaft zu tun haben. Wir wissen, dass Wissenschaft oft eine Kehrtwendung macht. In diesem Buch habe ich nur etablierte wissenschaftliche Fakten betrachtet und keine reinen Hypothesen und Theorien, die auf Annahmen beruhen und nicht auf Beweisen gründen.
IV. Astronomie

Schöpfung des Universums: Der Urknall
Die Schöpfung des Universums wird von Astrophysikern mit einem weit akzeptierten Phänomen erklärt, gemeinhin als Urknall bekannt. Die Theorie wird unterstützt durch beobachtende und experimentelle Daten, die von Astronomen und Astrophysikern seit Jahrzehnten gesammelt werden. Laut der Urknalltheorie war das gesamte Universum anfangs eine einzige Masse (ursprüngliche Nebula). Dann gab es den Urknall (sekundäre Trennung), der in der Erschaffung der Galaxien resultierte. Diese dann teilten sich, um Sterne, Planeten, die Sonne, den Mond etc. zu formen. Der Ursprung des Universums war einzigartig und die Wahrscheinlichkeit seiner Erscheinung durch puren Zufall gleich Null. Der Koran enthält folgende Verse, den Ursprung des Universums betreffend:

Zitat:
Sehen die Ungläubigen (denn) nicht, dass die Himmel und die Erde vereint waren (als eine Einheit der Schöpfung), bevor Wir sie auseinander spalteten? 21:30


Die treffende Übereinstimmung des koranischen Verses und der Urknalltheorie ist unübersehbar! Wie konnte ein Buch, das zuerst in den Wüsten von Arabien vor ca. 1400 Jahren erschien, solch eine tiefe wissenschaftliche Wahrheit beinhalten?

Es gab eine anfängliche gasförmige Masse vor der Schöpfung der Galaxien Wissenschaftler sagen, dass bevor die Galaxien im Universum geformt wurden, die Materie des Alls ursprünglich in der Form gasförmiger Masse existierte. Kurz gesagt, gewaltige gasförmige Masse oder Wolken existierten vor der Bildung der Galaxien. Um die ursprüngliche Materie des Alls zu beschreiben, ist das Wort Rauch treffender als Gas. Die folgenden koranischen Verse beziehen sich auf diesen Zustand des Universums mit dem Wort dhukhan, das Rauch bedeutet.

Zitat:
Dann umfasste Er in seiner Absicht den Himmel, und er war wie Rauch;
Er sagte zu ihm und zu der Erde: Kommt zusammen, willig oder unwillig.
Sie sagten: Wir kommen, in willigem Gehorsam. 41:11


Auch diese Tatsache war wie der Urknall den Arabern zur Zeit des Propheten Muhammad s.a.w. nicht bekannt.

Die Sonne rotiert
Lange Zeit glaubten europäische Philosophen und Wissenschaftler, dass die Erde in der Mitte des Universums still steht und alle anderen Himmelskörper inklusive der Sonne sich um sie herum bewegten. Im Westen herrschte das geozentrische Konzept seit der Zeit des Ptolemäus im 2. Jhdt. nach Christus. Im Jahre 1512 brachte Nicolas Kopernikus seine heliozentrische Theorie der planetaren Bewegungen hervor, die besagte, dass die Sonne still in der Mitte des Sonnensystems steht und die Planeten sich um sie drehen.

Im Jahre 1609 veröffentlichte der deutsche Wissenschaftler Johannes Keppler die Astronomia Nova. Er zeigte, dass nicht nur die Planeten in elliptischen Bahnen die Sonne umkreisen, sondern dass sie auch um ihre Achsen in unterschiedlichen Geschwindigkeiten rotieren. Mit diesem Wissen konnten die europäischen Wissenschaftler viele Mechanismen des Sonnensystems korrekt erklären, inklusive des Wechsels von Nacht und Tag.

Nach diesen Entdeckungen dachte man, dass die Sonne fest stünde und nicht um ihre Achse rotierte wie die Erde. Ich erinnere mich, diesen Irrtum während meiner Schultage aus den Geografiebüchern gelernt zu haben.

Lassen Sie uns folgende Verse betrachten:

Zitat:
Und Er ist es, der die Nacht und den Tag erschuf, und die Sonne und den Mond. Alle (Himmelskörper) schwimmen auf ihrem runden Kurs. 21:33


Das in dem oben genannten Vers benutzte arabische Wort ist yasbahun. Das Wort yasbahun leitet sich von sabaha ab. Es trägt in sich die Idee von Bewegung eines sich bewegenden Körpers. Wenn z.B. das Wort für einen Menschen am Boden benutzt wird, bedeutet es nicht, dass der Mensch rutscht oder rollt, sondern dass er geht oder rennt. Wenn es z.B. für einen Menschen im Wasser benutzt wird, bedeutet es nicht, dass er treibt, sondern dass er schwimmt. Desgleichen, wenn das Wort yasbahun für einen Himmelskörper wie die Sonne benutzt wird, bedeutet es nicht, dass die Sonne einfach nur durch den Raum fliegt, sondern dass sie sich dabei auch noch bewegt, also rotiert.

Die Sonne braucht ca. 25 Tage, um sich um ihre Achse zu drehen. Sie reist mit einer Geschwindigkeit von nahezu 150 Meilen pro Sekunde durchs All, und es dauert ungefähr 200 Millionen Jahre für eine Umrundung des Zentrums der Milchstrasse.

Zitat:
Es ist der Sonne nicht erlaubt, den Mond einzuholen, noch kann die Nacht den Tag überholen: Alle schwimmen (nur) auf ihrer eigenen (runden) Bahn. 36:40


Dieser Vers erwähnt eine essentielle Tatsache, die von moderner Astronomie entdeckt wurde, nämlich die Existenz individueller Umlaufbahnen von Sonne und Mond auf ihrer Reise durch den Raum mit ihren eigenen Bewegungen (Rotation).

Der feste Platz zu dem die Sonne reist und mit ihm das Sonnensystem ist von moderner Astronomie exakt bestimmt worden. Ihm wurde ein Namen gegeben: der Solar Apex. Das Sonnensystem bewegt sich zu einem Punkt, der sich in der Herkules-Konstellation (Alpha Lyrae) befindet, dessen Standort festliegt. Der Mond rotiert um seine Achse in der gleichen Dauer, die er braucht, um die Erde zu umrunden, nämlich ungefähr 29 ½ Tage.

Die Sonne wird nach einer bestimmten Zeit erlöschen
Das Licht der Sonne stammt von einem chemischen Prozess, der kontinuierlich die letzten fünf Milliarden Jahre stattgefunden hat. Dieser Prozess wird zu einem Ende kommen an einem Punkt in der Zukunft, an dem die Sonne völlig erlöscht, was zu einem Aussterben allen Lebens auf der Erde führen wird. Die Lebensspanne der Sonne betreffend sagt der Koran:

Zitat:
Und die Sonne läuft ihre Bahn, für eine (sie) festgelegte Zeit; das ist die Bestimmung des Mächtigen, des Allwissenden. 36:38


Das hier benutzte arabische Wort ist mustaqarr, dass einen Platz oder eine Zeit bedeutet, die begrenzt ist. So sagt der Koran, dass die Sonne zu einem festgelegten Ort läuft, an dem sie zu einer festgelegten Zeit enden oder erlöschen wird.

Die Existenz interstellarer Materie
Der Weltraum wurde früher bis auf die organisierten Systeme als Vakuum angesehen. Astrophysiker entdeckten später das Vorhandensein von Brücken aus Materie im interstellaren Raum. Diese Brücken aus Materie werden Plasma genannt und bestehen aus völlig ionisiertem Gas, das eine gleiche Anzahl freier Elektronen und positiver Ione enthält. Plasma wird manchmal der vierte Aggregatzustand genannt (neben den drei bekannten: fest, flüssig, gasförmig). Der Koran erwähnt interstellare Materie in folgendem Vers:

Zitat:
Er, Der die Himmel und die Erde erschuf und alles, was zwischen ihnen ist. 25:59


Es wäre lächerlich auch nur anzunehmen, dass das Vorhandensein interstellaren galaktischen Materials vor 1400 Jahren bekannt war.

Das expandierende Universum
Im Jahre 1925 wies der amerikanische Astronom Edwin Hubble durch Beobachtungen nach, dass sich alle Galaxien voneinander entfernen, was bedeutet, dass sich das Universum ausdehnt. Die Expansion des Universums ist mittlerweile gesicherte wissenschaftliche Tatsache. Dies ist, was der Koran über die Natur des Universums sagt:

Zitat:
Mit Kraft und Können erschufen Wir das Firmament; Wahrlich, Wir haben die Macht, (es) auszudehnen. 51:47


Das arabische Wort musiun ist korrekt übersetzt mit es ausdehnen, und bezieht sich auf die Schöpfung des sich ausdehnenden Weltraumes.

Stephen Hawkins sagt in seinem Buch A Brief History of Time: Die Entdeckung, dass das Universum expandiert war eine der großen intellektuellen Revolutionen des 20. Jhdts. Der Koran erwähnt die Expansion des Weltalls bevor die Menschheit überhaupt erst lernte, ein Teleskop zu bauen!

Manche mögen sagen, dass das Vorhandensein von astronomischen Fakten im Koran nicht überrascht, da die Araber in Astronomie weit fortgeschritten waren. Sie erkennen diesen Fortschritt an, realisieren aber nicht, dass der Koran Jahrhunderte früher offenbart wurde, bevor die Araber sich in Astronomie auszeichneten. Auch waren die meisten im Koran erwähnten astronomischen Tatsachen den Arabern selbst auf dem Zenit ihres Wissens unbekannt. Es ist also in Wirklichkeit umgekehrt: Die Araber machten große Fortschritte in Astronomie, weil Astronomie einen Platz im Koran inne hält.
V. Physik

Die Existenz von subatomaren Partikeln
In früheren Zeiten war eine bekannte Theorie allgemein akzeptiert, die Theorie vom Atom. Diese Theorie kam ursprünglich von den Griechen, genauer von einem Mann namens Demokrit, der vor ungefähr 23 Jahrhunderten lebte. Demokrit und die Menschen nach ihm nahmen an, dass das kleinste Materieteilchen das Atom sei.

Die Araber glaubten dasselbe. Das arabische Wort dharrah meint allgemein ein Atom. In jüngerer Zeit hat moderne Wissenschaft entdeckt, dass es möglich ist, selbst ein Atom zu spalten. Das man das Atom spalten kann ist eine Entwicklung des 20. Jhdts.. Vor 1400 Jahren wäre dieses Konzept sehr ungewöhnlich erschienen, auch für einen Araber. Für ihn war das dharrah die Grenze, über die man nicht gehen konnte. Der folgende Koranvers allerdings lehnt die Anerkennung dieser Grenze ab:

Zitat:
Die Ungläubigen sagen, zu uns wird die Stunde niemals kommen. Sprich: Aber sicher, bei meinem Herrn, sie wird über euch kommen - bei Dem, der das Unsichtbare kennt - Dem nicht verborgen ist das kleinste Atom in den Himmeln oder auf der Erde; noch ist etwas kleiner als das oder größer, das nicht in einem offenkundigen Buche stände. 34:3


Dieser Vers bezieht sich auf die Allmacht Gottes, sein Wissen um alle Dinge, den verborgenen oder offensichtlichen. Er geht dann weiter und sagt, dass Gott sich aller Dinge bewusst ist, auch was kleiner oder größer als ein Atom ist. So zeigt der Vers klar, dass es möglich ist für etwas Kleineres als ein Atom zu existieren, eine Tatsache, die erst kürzlich von moderner Wissenschaft entdeckt wurde.
VI. Geografie

Der Wasserkreislauf
Bernard Palissy war der Erste, als er 1580 das bis auf den heutigen Tag gültige Konzept des Wasserkreislaufes beschrieb. Er erläuterte, wie Wasser von den Ozeanen verdampft und abkühlt, um Wolken zu bilden. Die Wolken treiben landeinwärts, wo sie steigen, kondensieren und als Regen auf die Erde fallen. Dieses Wasser sammelt sich in Seen und Flüssen und fließt zurück zum Meer in einem steten Kreislauf.

Im 7. Jhdt. glaubte Thales von Miletus noch, dass das Oberflächenspritzwasser der Ozeane vom Wind aufgefangen und landeinwärts getrieben werde, wo es hernieder regnete. In früheren Zeiten kannten die Menschen nicht die Quelle für Grundwasser. Sie glaubten, dass das Wasser der Ozeane unter Winddruck in das Innere der Kontinente getrieben werde. Sie glaubten auch, dass das Wasser durch eine geheime Passage wieder zurückflösse, dem Grossen Abgrund. Diese Passage sei in Verbindung mit den Ozeanen und ist seit Platos Zeiten Tartaros genannt worden. Selbst Descartes, ein großer Denker des 18. Jhdts. vertrat noch diese Ansicht. Bis zum 19. Jhdt. war die aristotelische Theorie vorherrschend. Nach dieser Theorie kondensierte das Wasser in kühlen Berghöhlen und formte Unterwasserseen, die wiederum Quellen speisten. Heute wissen wir, dass in Spalten eingedrungenes Regenwasser dafür verantwortlich ist.

Der Wasserkreislauf ist im Koran in folgenden Versen beschrieben:

Zitat:
Seht ihr nicht, dass Allah Regen vom Himmel sendet, ihn durch die Erde leitet und aus Quellen hervorsprudeln lässt? Und danach lässt Er dadurch Erzeugnisse verschiedener Farben wachsen. 39:21


Er sendet Regen vom Himmel und gibt damit Leben der Erde nach ihrem Tod:

Zitat:
Darin sind wahrlich Zeichen für jene, die weise sind. 30:24


Zitat:
Und Wir senden Wasser vom Himmel nach Maßen, und Wir lassen es in der Erde versickern; und wahrlich, Wir können es (mit Leichtigkeit) wieder hinwegnehmen. 23:18


Kein anderer Text, der 1400 Jahre zurück datiert, gibt eine zutreffendere Beschreibung des Wasserkreislaufes.

Wind sättigt die Wolken

Zitat:
Und Wir senden die befruchtenden Winde, dann lassen wir den Regen vom Himmel fallen, um euch damit mit Wasser zu versorgen. 15:22


Das hier benutzte arabische Wort ist lawaqih, das der Plural von laqih ist, das sich von laqahah ableitet, das befruchten oder sättigen bedeutet. In diesem Zusammenhang bedeutet sättigen, dass der Wind die Wolken zusammentreibt, die Kondensation erhöht und somit Regen entsteht. Eine gleiche Beschreibung findet sich in folgendem Vers:

Zitat:
Es ist Allah, der die Winde sendet, und sie heben die Wolken; dann verteilt Er sie über den Himmel wie Er will und teilt sie in Fragmente, bis ihr Regentropfen aus ihrer Mitte kommen seht. 30:48


Die koranischen Beschreibungen sind absolut akkurat und stimmen perfekt überein mit modernen Daten der Hydrologie. Der Wasserkreislauf ist in mehreren Versen beschrieben: 3:9, 7:57, 13:17, 25:48-49, 36:34, 59:9-11, 56:68-70, 67:30 und 86:11.
VII. Geologie

Berge sind wie Pflöcke (Pfähle)
In der Geologie ist das Phänomen der Faltungen eine kürzlich entdeckte Tatsache. Faltungen sind verantwortlich für die Bildung von Bergketten. Die Erdkruste, auf der wir leben, ist wie eine solide Schale, während die tieferen Schichten heiß und flüssig sind und somit unwirtlich für alles Leben. Es ist auch bekannt, dass die Stabilität der Berge in Bezug zu den Faltungen steht, denn es sind die Falten, die die Unterlage für das Relief bieten, das die Berge bildet.

Geologen sagen uns, dass der Radius der Erde ungefähr 6035 km beträgt, und dass die Kruste, auf der wir leben sehr dünn ist, und zwar zwischen 1,5 und 80 Kilometer. Da die Kruste nur dünn ist, hat sie eine hohe Wahrscheinlichkeit des Bebens. Berge wirken wie Zeltpflöcke oder Pfähle, die die Erdkruste halten und ihr Stabilität geben. Der Koran enthält exakt eine solche Beschreibung in folgendem Vers:

Zitat:
Haben Wir nicht die Erde weit gemacht und die Berge als Pflöcke? 78:6-7


Das Wort awtad meint Pflöcke oder Pfähle, wie sie als Anker für Zelte benutzt werden. Sie sind die tiefen Grundlagen von geologischen Falten.

Ein Buch namens Erde gilt als Standardwerk der Geologie an vielen Universitäten weltweit. Einer der Autoren dieses Buches ist Frank Press, der zwölf Jahre lang Präsident der Akademie der Wissenschaften der USA war und Wissenschaftsberater des früheren Präsidenten Jimmy Carter. In diesem Buch illustriert er die Berge in einer Keilform und die Berge selber als ein kleiner Teil des Ganzen, dessen Wurzeln tief im Grund fußen. Nach Dr. Press spielen die Berge eine wichtige Rolle in der Stabilisierung der Erdkruste.

Der Koran nennt klar die Funktion der Berge, die die Erde gegen Beben stabilisiert:

Zitat:
Und Wir haben auf die Erde festgegründete Berge gesetzt, damit sie nicht mit ihnen (den Menschen) bebt. 21:31


Die koranischen Beschreibungen sind in perfekter Übereinstimmung mit modernen geologischen Daten.

Berge fest gegründet
Die Oberfläche der Erde ist in viele starre Platten gebrochen, die ungefähr 100 km dick sind. Diese Platten treiben auf einen zum Teil geschmolzenen Bereich namens Ästennosphäre.

Bergformationen treten an den Grenzen von Platten auf. Die Erdkruste ist ca. 5 km dick unter Ozeanen, etwa 35 km unter ebenen Kontinentaloberflächen und fast 80 km unter großen Bergketten. Diese sind die starken Fundamente, auf denen die Berge stehen. Der Koran spricht von den starken Bergfundamenten in folgendem Vers:

Zitat:
Und die Berge hat Er fest gegründet. 79:32
VIII. Ozeanologie

Schranke zwischen den beiden Meeren

Betrachten Sie folgende Verse:

Zitat:
Er hat die zwei sich treffenden Meere freigelassen. Zwischen ihnen ist eine Schranke, die sie nicht überschreiten. 55:19-20


In dem arabischen Text meint das Wort barzakh eine Barriere oder Trennung. Diese Barriere ist keine physische Trennung. Das arabische Wort maraja meint literarisch: "sie treffen sich beide und vermischen sich". Frühere Kommentatoren des Koran konnten die scheinbar unvereinbaren Bedeutungen der zwei Meere, die sich treffen und vermischen, zwischen denen jedoch auch gleichzeitig eine Barriere ist, die sie nicht überschreiten, nicht erklären. Moderne Wissenschaft hat entdeckt, dass an Stellen, wo sich zwei Meere treffen, sich eine Barriere befindet. Diese Barriere teilt die zwei Meere, sodass jedes Meer seine eigene Temperatur, Salzgehalt und Dichte besitzt.

Ozeanelogen sind nun in einer besseren Position, den Vers zu erklären. Es gibt eine unsichtbare Wasserbarriere zwischen zwei Meeren, durch die Wasser von der einen See zur anderen gelangt. Wenn das Wasser des einen Meeres jedoch in das andere eintritt, verliert es seine unterscheidende Charakteristik und homogenisiert mit dem anderen Wasser. Die Barriere dient sozusagen als eine homogenisierende Durchgangszone für die zwei Wasser.

Das im Koran erwähnte wissenschaftliche Phänomen wurde auch von Dr. William Hay bestätigt, der ein bekannter Meereswissenschaftler und Professor für geologische Studien an der Universität von Colorada ist. Der Koran erwähnt dieses Phänomen auch in folgendem Vers:

Zitat:
Und setzte eine trennende Schranke zwischen die beiden Meere? 27:61


Dieses Phänomen tritt an mehreren Stellen auf, z.B. an der Meerenge von Gibraltar, wo sich Mittelmeer und Atlantik treffen. Aber wenn der Koran über die Trennung von Süß- und Salzwasser spricht, erwähnt er die Existenz einer verbotenen Trennung als Barriere:

Zitat:
Es ist Er, der die zwei Wasser freigelassen hat, eines trinkbar und süß, das andere bitter und salzig; Doch hat er eine Schranke zwischen sie gesetzt, Und eine Trennung, die zu überschreiten verboten ist. 25:53


Wissenschaft hat entdeckt, dass an Flussmündungen, wo sich Süßwasser und Salzwasser treffen, die Situation sich etwas von der unterscheidet, wo sich zwei Meere treffen. Es wurde entdeckt, dass das, was an Flussmündungen Süß- und Salzwasser trennt, ein pycnocliner Bereich mit einer kennzeichnenden Dichte ist, der diskontinuierlich die zwei Schichten trennt. Dieses Phänomen tritt an mehren Stellen auf, z.B. in Ägypten, wo der Nil ins Mittelmeer fließt.

Dunkelheit in den Tiefen der Ozeane
Prof. Durga Rao ist ein Experte auf dem Gebiet der Meeresgeologie und war Professor an der King Abdul Aziz-Universität in Jeddah, Saudi-Arabien. Er wurde gebeten, folgenden Vers zu kommentieren:

Zitat:
Oder (der Zustand der Ungläubigen) ist wie die Tiefen der Finsternis in einem tiefen Ozean, überdeckt mit Wogen, auf ihnen wiederum Wogen, auf ihnen dunkle Wolken: Tiefen der Dunkelheit, eine (Schicht) über der anderen. Wenn ein Mensch seine Hand ausstreckt, Kann er sie kaum sehen! Für den, dem Allah kein Licht gibt, gibt es kein Licht! 24:40


Prof. Rao sagte, dass Wissenschaftler erst kürzlich bestätigen konnten, dass Dunkelheit in den Tiefen der Ozeane herrscht. Menschen sind nicht fähig, ohne Ausrüstung mehr als 20 bis 30m tief zu tauchen und können nicht in den tiefen Ozeanregionen von mehr als 200m überleben (es sei denn, in einem U-Boot).

Dieser Vers bezieht sich nicht auf alle Meere, weil nicht alle Meere Dunkelheit über Dunkelheit geschichtet besitzen. Er bezieht sich speziell auf ein tiefes Meer oder Tiefsee, da der Koran sagt Finsternis in einem tiefen Ozean. Diese geschichtete Dunkelheit in einem tiefen Ozean ist das Resultat zweier Gründe:

1. Ein Lichtstrahl besteht aus sieben Farben. Diese Farben sind Violett, Indigo, Blau, Grün, Gelb, Orange und Rot. Der Lichtstrahl erfährt eine Brechung, wenn er auf das Wasser trifft. Die oberen 10-15 Meter des Wassers absorbieren die rote Farbe. Wenn ein Taucher 25 Meter unter Wasser ist und sich verwundet, kann er deswegen die rote Farbe seines Blutes nicht sehen, weil Rot in diese Tiefe nicht reicht. Ebenso werden die orange Strahlen bei einer Tiefe von 30-50 Metern absorbiert, die gelben bei 50-100 Metern, grüne bei 100-200 Metern und schließlich Blau, Indigo und Violett über 200 Metern. Wegen dieses fortschreitenden Verschwindens der Farbe, eine Schicht nach der anderen, wird der Ozean fortschreitend dunkler, d.h. Finsternis entsteht schichtweise. Ab einer Tiefe von 1000 Metern herrscht völlige Finsternis!

2. Sonnenstrahlen werden von Wolken z.T. absorbiert. Dies ist die erste Schicht von Dunkelheit. Wenn die Lichtstrahlen auf die Meeresoberfläche treffen, werden sie von der Wellenoberfläche z.T. reflektiert. Dies ist die zweite Schicht der Dunkelheit. Das unreflektierte Licht dringt in die Tiefen des Ozeans. Der Ozean hat zwei Teile: Den Oberflächenteil, der charakterisiert wird durch Licht und Wärme, und den Tiefseeteil, der durch Dunkelheit charakterisiert wird. Zwischen diesen beiden Teilen gibt es Wellen. Diese inneren Wellen bedecken den tieferen Teil, weil dieser eine höhere Dichte hat, als das Wasser über ihm. Die Finsternis beginnt unter den inneren Wellen. Selbst die Fische der Tiefsee können nicht sehen; ihre einzige Lichtquelle stammt von ihren eigenen Körpern.

Der Koran erwähnt richtig: Dunkelheit in einem tiefen Ozean, überdeckt mit Wogen, auf ihnen wiederum Wogen. Mit anderen Worten: Über diesen Wellen gibt es noch andere Arten von Wellen, d.h. die auf der Oberfläche des Ozeans. Der koranische Vers fährt fort: Tiefen der Dunkelheit, eine (Schicht) über der anderen. Diese Schichten sind, wie bereits erklärt, Schichten, die Dunkelheit erzeugen durch die Absorption von Farben in unterschiedlichen Tiefen.

Prof. Durga Rao schloss: Vor 1400 Jahren konnte kein Mensch dieses Phänomen in solchen Details beschreiben. Also muss die Information von einer überirdischen Quelle gekommen sein.
IX. Biologie

Alle Lebewesen sind aus Wasser gemacht
Betrachten wir folgenden Vers:

Zitat:
Sehen die Ungläubigen nicht, dass die Himmel und die Erde vereint waren (als eine Einheit der Schöpfung), bevor Wir sie auseinander spalteten? Wir schufen aus Wasser jedes lebende Wesen. Wollen sie denn nicht glauben? 21:30


Nur nach erheblichem Fortschritt in der Wissenschaft wissen wir jetzt, dass Cytoplasma, die Grundsubstanz der Zelle, aus bis zu 80% Wasser besteht. Neuere Forschungen haben auch ergeben, dass die meisten Organismen aus zwischen 50% und 90% Wasser bestehen, und dass jedes Lebewesen Wasser für seine Existenz benötigt. War es vor 14 Jahrhunderten möglich, für Menschen zu vermuten, dass jedes Lebewesen aus Wasser gemacht ist? Und das auch noch in den Wüsten von Arabien, wo immer schon Not an Wasser geherrscht hat?

Der folgende Vers bezieht sich auf die Schöpfung von Tieren aus Wasser:

Zitat:
Und Allah erschuf alle Tiere aus Wasser. 24:45


Der folgende Vers bezieht sich auf die Schöpfung der Menschen von Wasser:

Zitat:
Es ist Er, der den Menschen aus Wasser erschuf; dann gründete Er Beziehungsverhältnisse von Abstammung und Heirat, denn dein Herr hat Macht über alle Dinge. 25:54
X. Botanik

Pflanzen erschaffen in Paaren, männlich und weiblich
Früher wussten die Menschen nicht, dass Pflanzen auch männliche und weibliche Geschlechtsunterscheidungen besitzen. Botanik stellt fest, dass jede Pflanze Geschlechtsmerkmale aufweist. Selbst die Pflanzen, die Zwitter sind, haben verschiedene Bestandteile von sowohl männlich als auch weiblich.

Zitat:
Und sandte Wasser vom Himmel. Mit ihm erzeugen Wir Paare verschiedener Pflanzen. 20:53


Früchte erschaffen in Paaren

Zitat:
Und Früchte, von jeder Sorte zwei in Paaren. 13:3


Früchte sind das Endprodukt der Reproduktion höherer Pflanzen. Die Stufe vor der Frucht ist die Blüte, die männliche und weibliche Organe (stamens und ovules) besitzt. Wenn der Pollen zur Blüte getragen wurde, entstehen Früchte, die wiederum reifen und ihre Samen freisetzen. Allen Früchten ist deswegen die Existenz von männlichen und weiblichen Organen eigen, eine im Koran erwähnte Tatsache.

In bestimmten Spezies können die Früchte von unbefruchteten Blüten kommen (parthenocarpische Frucht), wie z.B. Bananen, bestimmte Arten von Ananas, Feige, Orange, Wein, usw. Sie haben aber auch bestimmte geschlechtliche Charakteristiken.

Alles in Paaren gemacht

Zitat:
Und von allem haben wir in Paaren erschaffen. 51:49


Dies bezieht sich auch auf andere Dinge als Menschen, Tiere, Pflanzen und Früchte. Es kann sich z.B. auf ein Phänomen wie Elektrizität beziehen, bei der negative und positive Ladungen vorhanden sind.

Zitat:
Gerühmt sei Allah, der in Paaren alle Dinge erschuf, die die Erde hervorbringt, als auch ihre eigene (menschliche) Art und andere Dinge, die sie nicht wissen. 36:36


Der Koran sagt hier, dass alle Dinge in Paaren geschaffen sind, unter ihnen auch Dinge, die die Menschen noch nicht kennen und vielleicht später entdecken werden.