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VII. Die Bedeutung des Gewissens für die Persönlichkeit
Das Gewissen ist der Führer zur Göttlichkeit.
Aus der Unfehlbarkeit des Gewissen eergibt sich die Bedeutung, die das Gewissen für den einzelnen Menschen und die gesamte Menschheit besitzt.
Aus dem Gewissen entspringt jeder sittliche Antrieb. Der Mensch ist nur insoweit sittlich, als er seinem Gewissen, d. i. der Liebe zum Guten und Wahren folgt. Jede Tat, die aus Gewohnheit oder aus einem persönlichen Beweggründe geschieht, ist nicht sittlich. Ein anerzogenes gesittetes Betragen ist noch keine Sittlichkeit. Diese schliesst Zwang und Gewohnheit aus.
Wer seinem Gewissen gehorcht, handelt aus Liebe und freiem Willen.
Es ist die Pflicht des Menschen, seinem Gewissen unbedingt zu gehorchen, da er nur durch das Gewissen zu höheren Stufen der Erkenntnis, der Macht und schliesslich zur Freiheit und Unsterblichkeit geführt werden kann. Es ist das Ziel des menschlichen Lebens, mit dem Gewissen eins zu werden. Das Gewissen ist die Stimme der Menschlichkeit und des Menschentums, und wer ihr folgt, wird eins mit seinem höheren Ich, dem Geiste der Menschheit, und dadurch frei von allen persönlichen Neigungen, Wünschen und Leidenschaften und damit von dem Zwang der Wiederverkörperung, denn die menschliche Persönlichkeit ist das Erzeugnis und der Ausdruck der menschlichen Neigungen.
Wer seinem Gewissen beständig gehorchen würde, würde in einem Leben die Stufe des Christus, die Adeptschaft erreichen, doch ist solches noch keinem Menschen in einem einzigen Leben gelungen.
Das Gewissen ist der Führer zum wahren Menschentum und damit zur Göttlichkeit. Noch heute spricht das höhere Selbst im Menschen: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Um zürn Allgeist
(Atma) zu gelangen, muss der niedere Strahl sich wieder mit seinenm höheren Ich (Atma-Buddi-Manas) vereinigen. In der dauernden Wiedervereinigung beider bestelht die Meisterschaft und Auferstehung des Menschen.
Es gibt keinen anderen Weg zu Gott, dem Allgeist als durch das Menschentum. Wer sein Gewissen beiseite schiebt, indem er die göttlichen Kräfte in seine Persönlichkeit herabzieht und zu selbstsüchtigen, persönlichen Zwecken gebraucht, treibt Zauberei und wird ein Verbrecher. Niemand kann sich mit dem Allgeist vereinigen, der nicht zuvor mit der Menschheit in sich und mit jedem einzelnen Menschen sich vereinigte. Kr muss ernporsteigen zum Menschentum, indem er seinen Willen und sein Bewusstsein beständig auf den Geist der Menschheit gerichtet hält und in Liebe für das Wohl aller Menschen wirkt.
Das Menschentum ist unbedingte Barmherzigkeit, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit und Treue und das Gewissen ist eine Ausstrahlung dieser Kräfte.
Das Gewissen ist die Erkenntnis der Bruderschaft aller Menschen. Nur wer diese Kratt in seinem Leben verwirklicht, vollendet sich als Mensch und kam höhere Stufen der Macht erreichen, die über das Menschentum hinausliegen.
Es gibt keine Unsterblichkeit für die Menschen. auf Erden ausserhalb des Egos, das sie beseelt. Ausser durch Verschimelzung der moralischen Natur mit dem göttlichen Ich gibt es keine Unsterblichkeit für das persönliche Ich. Nur die geistigen Zustände der persönlichen Menschenseele überleben. (Esoterik 515.)
Der Eine Wille.
„Es lebt ein heil'ger Wille,
der alles führt und lenkt, Der alles still durchdringet.
und stets zum Guten drängt. Zwar kann kein Mensch ihn schauen,
verborgen ist die Kraft, Sie wird nur offenbaret,
indem sie wirkt und schafft. Es ist ein weiser Wille,
gerecht ist er und gut, Das Schwächste und das Kleinste
in ihm ganz sicher ruht. Wir müssen uns ergeben
und ihm gehorsam sein. Sonst streben wir vergeblich,
vom Leid uns zu befrein."
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http://www.8-pfad.de/theosophie/konstanz/gott/titel_w_gott.htm
personl.txt
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