Foren-Übersicht
Login | Registrieren | Forum | Suche

Neigungen, Wünsche und Leidenschaften












Jeder Mensch fühlt sich in einer Religion zuhause, in der er das findet, was ihm am nächsten ist. So leben und weben wir. Wem es nicht ausreicht, der sucht in einer anderen Richtung. Welche die endgültige Wahrheit ist, weiß keiner. Dafür sind wir Menschen.


V. Wie wird das Gewissen erkannt?

http://www.8-pfad.de/theosophie/konstanz/gewissen/erkannt.htm

Das Gewissen ist die selbstlose Liebe

Es ist nicht leicht, das Gewissen von den Stimmen der niederen Natur: den Neigungen, Wünschen und Leidenschaften, den astralen Einflüsterungen zu unterscheiden.
Das ist der Grund so vielen Elendes in der Welt, dass die Menschen die Stimmen der Leidenschaft für die Stimme ihres Gottes halten.
Es gibt nur einen einzigen Massstab, das Wahre und Falsche im Menschen zu unterscheiden: die selbstlose Liebe.
Das Gewissen spricht besonders dann, wenn der Mensch im Begriff ist, eine Verkehrtheit zu begehen. Die kurze, aber bestimmte Mahnung: "Tue es nicht!" ist fast immer die Stimme der Wahrheit. Kaum ist diese verklungen, so erhebt sich die Stimme des niederen Ichs, die durch Erweckung von Furcht oder Verlangen zum Gegenteile anzutreiben sucht. Das ist die Stimme des Versuchers.
Es besteht ein beständiger Kampf zwischen der niederen und der höheren Natur.
Die Leidenschaft wird daran erkannt, dass sie zu beweisen sucht, dass eine Handlung nützlich sei, während die selbstlose Liebe, das Gewissen, nicht aus Nützlichkeitsgründen handelt, sondern aus dem Bewusstsein der Notwendigkeit. Die Liebe tut das Gute, weil es gut ist, nicht aber um des Vorteils willen, und unterlässt das Böse, weil es ein Übel ist; nicht jedoch aus Furcht vor den Folgen. Jede Überlegung hat ihren Grund im niederen Verstande.
Das Gewissen kann sich nur offenbaren, wenn die niedere Natur schweigt, darum ist es notwendig, sich auf das Wahre und Gute im Menscher; zu konzentrieren, damit das Gewissen sich äussern kann.
Das Gewissen ist die Vernunft und die Tugend, denn beide sind die zwei Seiten des himmlischen Menschen. Was vernünftig ist, ist auch gut, und gut ist nur, was vernünftig ist. Die Leidenschaff handelt immer unvernünftig und selbstsüchtig.
Die Tugend ist eine Form der selbstlosen Liebe zu den Mitmenschen und Mitgeschöpfen. Sie ist die Brücke, die das persönliche Ich mit dem göttlichen Ego verbindet. Wer diese Brücke zu früh zerstört, verliert sein Gewissen und damit seine Seele und die Möglichkeit, sich mit dem Allgeist zu vereinigen und die Unsterblichkeit zu erlangen.
Das Gewissen hat es niemals mit einer äusseren Handlung zu tun, sondern allein mit dem Beweggrund, aus dein die Handlung geschieht. Das Ego schaut die Beweggründe, nicht aber die äussere Tat. Es wird niemals eine äussere Handlung verbieten, sondern immer nur die selbstsüchtige Absicht. Jede selbstsüchtige Tat verdunkelt die Seele und erschwert es dem Gewissen, sich zu offenbaren.
Ein Reicher, welcher den Armen eine Million schenkt, handelt nicht ohne weiteres gut. Tut er es z. aus Ehrgeiz, so ist die Tat schlecht und eine Sünde, weil er sich gegen den Gott in ihm versündigt, indem er diesen noch mehr an die Persönlichkeit kettet.
Jede Handlung kann aus einem von drei Beweggründen geschehen: aus Gedankenlosigkeit (Tamas), aus Begierde oder Leidenschaft (Radschas) oder aus Güte und. selbstloser Liebe (Satwa). Wer gedankenlos handelt, sündigt nicht, da er es ohne Bewusstsein tut. Nur der Leidenschaftliche sündigt.

Liebe die Menschheit!
Dass du nicht Menschen liebst,
das tust du recht und wohl;
Die Menschheit ist's,
die man im Menschen lieben soll.
*
Wer in dem Nächsten nichts
als Gott und Atmas sieht,
Der siehet mit dem Lichte.
das aus der Gottheit blüht.
(Angelus Silesius)

**********

erkannt.txt
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum III


Ähnliche Themen
Wünsche es nicht mal meinem Feind
Ich wünsche alle eine Frohe Ostern!
Wünsche und Leidenschaften
Sado -Neigungen
Worte und Wünsche
Erlebnisse, Gefühle und Wünsche
Wünsche erfüllen
Ich wünsche
Wünsche
Ich wünsche Dir auch weiterhin Gesundheit