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himmel und hölle sind symbole. da stimme ich martin zu. wenn wir meinen ganz genau zu wissen, wer warum das eine oder das andere verdient, haben wir denn sinn des lebens nicht verstanden. wir kommen nicht in den himmel oder in die hölle, weil wir es verdienen, sondern, weil wir entweder das eine oder das andere erfahren wollen.
der sinn des lebens ist es, um bei meinem bild zu bleiben, in den teich zu fallen und nass zu werden. und das kann einem atheisten genauso gut passieren wie einem gläubigen. es passiert nur denjenigen nicht, die über alle zweifel erhaben sind und alles immer ganz genau wissen und sich darum nicht mehr weiterbewegen.
leben und lieben heisst: sich erschüttern lassen. nass werden. und es heisst auch: durch die oberfläche sehen, einen stein entdecken und sich darauf ausruhen dürfen, bis zum nächsten stein.
das steine-entdecken ist der entscheidende prozess. und die entdeckung eines steins beginnt immer mit: ich glaube, da ist ein stein! (und nicht mit: ich weiss, da ist ein stein.)
so, jetzt wird meine geschichte vielleicht ein bisschen klarer. (oder auch nicht, aber genauigkeit ist bekanntlich das gegenteil von klarheit.)
du hast mich missverstanden sakon. ich bin kein christ im sinne der christlichen kirche. ich glaube an gott, aber ich gehöre keiner bestimmten kirche an.
himmel oder hölle schaffen wir uns selbst, wie martin schon schön erläutert hat und die meisten von uns schaffen sich irgendwas dazwischen.
aber diejenigen, die vorgeblich an gar nichts glauben oder nur an das, was sie mit eigenen augen sehen können (die atheisten, wissenschaftler oder wie auch immer sie sich nennen mögen), kommen gar nicht drumherum wenigstens zu glauben, dass sie übers wasser gehen können ohne einzubrechen.
daran zu glauben, dass alles zufall ist und den universen kein höheres prinzip zugrunde liegt (ob man es nun 'gott' nennt oder anders ist irrelevant), dass sie ordnet und bewegt, ist für mich das gleiche.
lg
lisken
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