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Hallo Wolfgang,
was Gott und das Verhältnis der Seele anbelangt hast du aus der Sicht der Veden, insbesondere der Gitopanishad (Bhagavad-Gita), der Essenz aller Upanishaden, ein gutes Grund-Verständnis!
folgende "Korrektur" möchte ich jedoch anbringen:
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jivatma hat folgendes geschrieben:
5 Hauptthemen der BG
1. Gott und Seine 3 Aspekte (unpersönlich, alldurchdringend lokalisiert, Höchste Persönlichkeit) |
...
@Wolfgang
Das entspricht auch wieder der (ursprünglich) christl. Lehre.
unpersönlich= der hl. Geist
alldurchdringend lokalisiert=Jesus Christus
Höchste Persönlichkeit=Gott Vater |
richtig ist:
unpersönlich (Brahman) = (siehe Unten)
Lokalisiert (Paramatma) = der Heilige Geist
Höchste Persönlichkeit Gottes = Gott Vater
dazu muss ich etwas Ausholen,
In der Bhagavad-Gita erklärt Shri Krishna, das wir nur mit seinem unpersönlichen Aspekt, brahman verschmelzen können. (so wie es Martin beschreibt - Wassertropfen der ins Meer fällt) ---> diese Befreiung wird sayuja genannt. Es handelt sich jedoch nur um eine Teil-Erkenntnis der Absoluten Wahrheit.
Jedoch kann die individuelle Seele niemals mit der Höchsten, Allmächtigen, Allesbeherrschenden Seele, der Persönlichkeit Gottes "verschmelzen"! (Wolfgang sieht das aus der Sicht der BG also richtig)
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BG 12.1+2:
Arjuna fragte: Wer gilt als vollkommener - diejenigen, die stets auf richtige Weise in Deinem hingebungsvollen Dienst beschäftigt sind, oder diejenigen, die das unpersönliche Brahman, das Unmanifestierte, verehren?
Shri Krishna:
"Diejenigen, die ihren Geist auf Meine persönliche Gestalt richten und Mich stets mit grossem, transzendentalem Glauben verehren, werden von Mir als die Vollkommensten angesehen."
Shri Krishna BG12.5+6:
"Für diejenigen, deren Geist am unmanifestierten, unpersönlichen, Aspekt des Höchsten haftet, ist Fortschritt sehr beschwerlich. Auf diesem Pfad fortzuschreiten ist für die verkörperten Seelen immer sehr schwierig."
"Doch diejenigen, die Mich verehren, die all ihre Tätigkeiten Mir weihen, Mir ohne Abweichung hingegeben sind, sich im hingebungsvollen Dienst beschäftigen und immer über Mich meditieren, indem sie ihren Geist fest auf Mich richten, sie, o Sohn Prithas (Arjuna), befreie Ich sehr schnell aus dem Ozean von Geburt und Tod."
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Das Brahman ist die unpersönliche, formlose, gleissende Ausstrahlung die von der Höchsten Persönlichkeit Gottes ausgeht. Alles was existiert, sowohl die spirituelle Welt, als auch die materielle Welt, befinden sich innerhalb des Brahmans - außerhalb des Brahmans existiert nicht einmal das Nichts.
Diese gleissende Ausstrahlung ist vergleichbar einem Schleier, den man nur dann durchdringen kann, wenn man alle drei Aspekte der Absoluten Wahrheit (Brahman, Paramatma, Bhagavan erkannt hat ---> Vollkommenheit = Gott Vater von Angesicht zu Angesicht sehen).
Nur diejenigen die transzendentale Liebe durch das Praktizieren von Bhakti-yoga, zur Höchsten Persönlichkeit Gottes wiedererlangt haben, können diesen gleissenden Schleier durchdringen um in den spirituellen Himmel, Vaikuntha, einzugehen (damit sind nicht die biblischen Engelshimmel gemeint, diese werden Svarga genannt und sind feinstofflich materiell, jedoch nicht transzendental!).
Bhakti-yoga besteht aus 9 verschiedenen Tätigkeiten der Hingabe, beginnend mit dem Lobpreisen des Herrn durch Seinen Heiligen Namen.
Nun zum wichtigen Aspekt des Paramatma:
Die Höchste Persönlichkeit Gottes erweitert sich in Shri Vishnu (techn. ausgedrückt Kshirodakashay-Vishnu). Shri Vishnu ist Gott Vater der der materiellen Welt zugewandt ist und diese erhält und organisiert.
Wie ist das zu verstehen?
Brahma, gibt in der Brhama-samhita, (der Offenbarung des Erstgeborenen Sohn Gottes, Brahma) folgendes Beispiel (BS 5.5):
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| "Ich verehre Govinda (Shri Krishna) den urersten Herrn, der Sich Selbst als Vishnu verkörpert (transzendentaler Körper), ähnlich wie eine brennende Kerze, die eine zweite Kerze zum Brennen bringt: Obwohl das Licht der zweiten Kerze getrennt von der ersten existiert, ist es doch von gleicher Art wie das Licht der ersten Kerze." |
Die Höchste Persönlichkeit Gottes erweitert sich in viele verschiedene Formen und bleibt trotzdem die eine Allmächtige Persönlichkeit - all diese Erweiterungen werden Vishnu-Tattva genannt. Wohingegen die individuellen, untergeordneten Seelen, Jiva-Tattva genannt werden.
Der Paramatma wird mit der Sonne verglichen die am Himmel steht und sich in vielen "Gefäßen die mit Wasser gefüllt sind" gleichzeitig widerspiegelt. Er bleibt eins und an einem Ort und gleichzeitig geht er in jedes Atom (anu) und in das Herz eines jeden Lebewesens ein. So begleitet er die verwirrte Seele in der materiellen Welt.
| Zitat: |
Shri Krishna in der BG 15.15:
"Ich weile im Herzen eines jeden, und von Mir kommen Erinnerung, Wissen und Vergessen. Das Ziel aller Veden ist es, Mich zu erkennen. Wahrlich, Ich bin der Verfasser des Vedanta, und Ich bin der Kenner der Veden." |
Im Herzen des Lebewesens weilen zwei Seelen, Jivatma (der Seelenfunke) und Paramatma (die grösste Seele). Paramatma ist der Zeuge und Erlaubnisgeber all unserer Handlungen. Von Ihm kommt Wissen, Vergessen, Erinnerung, aller Art. Schlussendlich kommt von Ihm eben auch das transzendentale Wissen durch das wir erleuchtet werden, abhängig von der Reinheit unseres Herzens (Bewusstseins). Und unser Bewusstsein/Herzen können wir auf einfache u. praktische Art (Bhakti-yoga) reinigen.
Gruss
(sorry für die Länge .....)
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