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Was geschieht mit Atheisten nach dem Tod?












Zitat:
Himmel und Hölle sind symbole. da stimme ich martin zu.


Ich würde es nicht "Symbole" nennen:

Ich verstehe Martin dahingehend, dass Himmel und Hölle Geisteszustände sind.
Jemand, der vollkommen auf dem Egoismus abfährt und alles verkauft, was Profit bringt, egal ob bei der Herstellung Tiere ausgerottet, Völker ihrer Erde beraubt oder Landschaften verwüstet werden, der lebt in eine Zustand der höllisch sein mag, kennt keine Liebe.
Wenn dieser Mensch verliebt ist, dann nur um sich zu vermehren, etwas anderes kann er sich nicht vorstellen.
Seine Liebe endet da wo die Lust abflacht.

Jemand der liebt geht mit den Lebewesen um ihn herum anders um, und dazu gehören alle Lebewesen.
Ich meine nicht, ein Mensch der einen Blutsauger zerquetscht, eine Bräme oder Mücke totschlägt, müsse in einem höllischen Geisteszustand sein, ganz gewiss nicht. Auch wenn jemand etwas gegen seine Mäuse im Garten unternimmt ist das sicher nicht schlechten Herzens. Allerdings kann man auch dies mit mehr oder weniger Begleitumständen tun.

Wer wissen will, was liebevoller Umgang mit der Natur bewirken kann, ganz ohne Düngemittel und technische Schikanen, der führe sich einmal die Geschichte von der Findhorn Foundation zu Gemüt.
"Findhorn" im Google und Ihr seid informiert.

Oder man schaue sich an was Sri Sathya Sai Baba in Indien für sein Volk bereits hat tun können und in der ganzen Welt weiterhin tut.

Aber das ist nur eins von vielen Beispielen, auch die Geschichte weist viele Figuren auf und die Gegenwart, welche ihre Liebe so lebten, dass sie dadurch berühmt wurden, aber das ist nicht Sinn und Zweck.
Sinn und Zweck ist es, auch dann wenn man eine miserable Laune hat und sich verletzt fühlt und am liebsten den Prunkschlitten vom Nachbarn zusammenschlüge oder irgendwo etwas kaputtmachte, was einem als Statussymbol der mächtigen egoisten vorkommt, man dies eben nicht tut, sondern diese Menschen in ihrem Sein respektiert.

Reiche sind nicht unbedingt Egoisten. Gute Geschäfte kann man auch machen mit der Absicht, mehr für mehr Leute zu tun, ein Beispiel ist eine Bank, aber ich darf wohl keinen Namen nennen.

Aber ich denke man versteht schon, was gemeint ist.

Man kann es auch hören und sehen: Wenn jemand mit Liebe malt oder singt oder Musik oder eine andere Ausdruckskunst betreibt, kling es manchmal nicht so perfekt, wie wenn jemand ohne Liebe dasselbe Stück spielt oder Bild malt, aber es lebt mehr und man spürt die Liebe die aus diesem Menschen strömt.
Manche berühmte Musiker haben trotz ihrem Erfolg diese Liebe behalten können und sind nicht zu Profitgiereigen Stars geworden, welche hauptsächlich mit der Pflege des Kults um ihre Persönlichkeit beschäftigt waren.

Dennoch kann auch liebende Menschen ein heiliger Zorn erfassen, wie auch Jesus zornig werden konnte. Aber deswegen braucht man niemanden umzubringen oder zu schlagen.

Wo die Liebe ersetzt wird durch ein Gesetzbuch wie die Bibel, die Bhagavad Gita, den Koran, oder das I-Ging, mag die Kultur etwas besser aussehen, als wo reine Profitgier eine Evolutionäre Entwicklung der Kontoinhaber steuert. Aber Liebe kann nicht ersetzt werden.
Man muss sich nicht anstrengen, zu lieben und liebevoll zu handeln, aber es bedarf grosser Bescheidenheit, oft grösserer, als ich aufzubringen in der Lage bin.
Und ein gesunder Egoismus ist lebensnotwendig und wieder einmal liegt der goldene Mittelweg irgendwo.... aber vor allem im Herzen.
wie können wir mit Sicherheit sagen dass es Himmel und Hölle gibt oder wie es aussieht, wie können wir behaupten das wir Gott kennen oder mit Sicherheit wissen dass mein Gott der "richtige" ist ?

das alles sind nur unsere Vorstellungen und Hoffnungen. Unsere Angst vor unbekannten treibt uns manchmal auf falsche Wege. Solange wir aber Ziele haben und innerlich versuchen zu wachsen kommen wir den Antworten die wir suchen näher.
Ich denke nicht dass der Gott uns nach dem deutschen Prinzip richtet:
"Unwissenheit schützt vor Straffe nicht"
oder doch?
Ich denke nicht, dass Gott richtet.
Das kann eine Seele doch selbst.
Wenn sie auf Gott zustrebt, dann wird sie nach und nach den Ballast abwerfen, der sie an diesem zustreben hindert.
Und ballast abwerfen heißt falsche Sicherheiten und Illusionen loslassen.
Dieses Loslassen ist aber zugleich ein Leiden, denn es ist etwas wie ein Gebärvorgang.
Nur dass wir uns selbst gebären.
Klingt jetzt abgehoben.
Aber so in etwa erlebte ich es einmal, als sich mein Herz öffnete.
Es war so schmerzhaft, dass ich glaubte, ich werde gleich am Schmerz sterben.
Aber dann war die Liebe da.
Es gibt aber verschiedenste Arten von Leiden.
Vieles Leiden kann, wenn es richtig interpretiert, verarbeitet und eingesetzt wird uns zu Gott hin bringen.
Ich sehe Gott als das unvermeidliche Ziel, jeder Seelenreise.
Somit ist es auch unvermeidlich, dass eine Seele das Leiden nicht auf sich nimmt, dieses Ziel zu erreichen.

Hölle ist ein Beweis für Gottes Liebe: die verirrte Seele zu Ihm/Ihr zurückzuführen.
Zitat:
wie können wir mit Sicherheit sagen dass es Himmel und Hölle gibt oder wie es aussieht, wie können wir behaupten das wir Gott kennen oder mit Sicherheit wissen dass mein Gott der "richtige" ist ?
Wenn Du lernst, vor alles was Du als richtig und wahr ansiehst hin zu setzen: "für mich", dann bist Du bereits recht nahe an einem praktizierbaren Umgang mit Deiner Umgebung.
Wenn die Gedanken die Du zum Thema Gott hast für Dich Sinn machen und Du damit Dich orientieren kannst, dann bist Du vielen Menschen weit voraus, welche noch immer nach einer allgemein gültigen Lösung suchen.

Zitat:
das alles sind nur unsere Vorstellungen und Hoffnungen.
es könnte sein, dass dieses ganze Universum aus DEINEN Vorstellungen und Hoffnungen besteht. Dann lebst Du in der Welt des Scheins, Maya.
Hölle und Strafe sind etwas, das als Erziehungsmittel installiert wurde in der Gesellschaft und die Religion ist ein wichtiger Teil dieser Erziehung, denn viele Fragen müssen aus naturwissenschaftlicher Sicht mit: "Weiß nicht" beantwortet werden, ganz besonders da, wo es darum geht, warum und wozu und in wessen Auftrag wir Genuss und Mühe eines Lebens auf uns nehmen bzw. aufgebrummt bekommen haben, warum gerade ich und nicht jemand anders diese Worte tippt....

Zitat:
Unsere Angst vor unbekannten treibt uns manchmal auf falsche Wege.
Unsere Neugier genauso, unsere Vermessenheit ebenfalls, unsere Gedankenlosigkeit und Bequemlichkeit noch viel mehr, unsere Gier und Maßlosigkeit beispielhaft.
Das Leben in sittsamen Grenzen ohne Not und Lust und Sünde ist doch etwas steril, da komme ich bei der nächsten Inkarnation doch lieber als Rindvieh mit Milchleistung, da hat wenigstens wer was davon und ich brauch mir keine Gedanken zu machen. (ja, mancher hat mir schon gesagt, das einzige was mich von einem Rindvieh unterscheide, wäre die fehlende Milchleistung).

Zitat:
Solange wir aber Ziele haben und innerlich versuchen zu wachsen kommen wir den Antworten die wir suchen näher.
Das ist nicht so sicher. Manchmal dreht sich eben alles nr im Kreis, sowohl individuell gibt es das, als auch in ganzen Kulturen.
Dies Phasen braucht es auch, es kann nicht stetig und konstant vorangehen.

Zitat:
Ich denke nicht dass der Gott uns nach dem deutschen Prinzip richtet:
"Unwissenheit schützt vor Straffe nicht"

Das kommt darauf an, wie naiv man dem Schicksal gegenüber steht.
Wenn Du es als Strafe erachtest, dass Dein Haus vom Blitz getroffen wird und die Versicherung keine Elementarschäden übernimmt, dann ist das einfach eine Konsequenz davon, dass Du die falsche Versicherung gewählt hast.

Es entspricht einer kindlichen Phase, das Leben als eine Aneinanderfügung mehr oder weniger peinlicher Entgleisungen anzusehen und die Reaktionen auf unsere Taten stets als Strafe oder Belohnung anzusehen.
Viele Belohnungen kommen unverdientermaßen, andere, die wir verdient haben, können wir gar nicht immer genießen, keine Zeit dazu, schon wieder z viele Projekte.
Oder wenn die Belohnung war, endlich mal Zeit für sich und Gott zu haben, hockt man im Zimmer und guckt den rotierenden Gedanken zu oder schaut sich einen Krimi an.
Und das soll dann schön sein?

Das ewig Gleiche ist genauso unbrauchbar wie die Extreme für sich.
Hallo Martin!

Ich weiß nicht genau ob ich Deine Worte wirklich verstehen kann.
Den Anfang empfinde ich ähnlich, am Schluss habe ich den Eindruck, ich komme nicht nach, vor allem müsste der Begriff "Beweis" klar definiert sein, ein ewiges Problem ist das mit diesen Definitionen

Zitat:
Ich denke nicht, dass Gott richtet.
Das kann eine Seele doch selbst.
Wenn sie auf Gott zustrebt, dann wird sie nach und nach den Ballast abwerfen, der sie an diesem zustreben hindert.
Und ballast abwerfen heißt falsche Sicherheiten und Illusionen loslassen.
Dieses Loslassen ist aber zugleich ein Leiden, denn es ist etwas wie ein Gebärvorgang.

Das sehe ich zum Teil auch so, vor allem wo diese "Sicherheiten und Illusionen" unser Ego betreffen, unseren Eigendünkel wie wir doch im Vergleich mit anderen Lebewesen gut oder ungut wären.
Hauptsächlich solche Wertungen dienen dazu, eigentliches Sozialverhalten in pervertierte Formen zu bringen, welche einer beliebigen Obrigkeit dienen.
Wo aber diese Vorstellung das Ganze, das Sein und den Sinn betreffen dürften sie kaum losgelassen werden müssen, sondern meistens erweitert, denn die meisten solchen vorgegebenen Vorstellungen, mit denen wir ja aufwachsen und an denen wir uns orientieren (was eine Zeit lang lebenswichtig ist) sind viel zu eng.

Zitat:
Nur dass wir uns selbst gebären.
Klingt jetzt abgehoben.
Aber so in etwa erlebte ich es einmal, als sich mein Herz öffnete.
Es war so schmerzhaft, dass ich glaubte, ich werde gleich am Schmerz sterben.
Aber dann war die Liebe da.

Ich habe diese Art Liebe vielleicht auch schon erfahren, in wenigen Momenten, aber es war mir nicht möglich bis jetzt, sie in meinen Alltag zu integrieren.

Zitat:
Es gibt aber verschiedenste Arten von Leiden.
Vieles Leiden kann, wenn es richtig interpretiert, verarbeitet und eingesetzt wird uns zu Gott hin bringen.

Ich habe eher verstanden, dass wir diese Leiden und Freuden für Gott erleben, weil wir als Teile von Gott ihn um diese Erfahrungen bereichern sollen.
Es gibt kaum zwei gleiche Erfahrungen, denn beim zweiten Mal ist es schon gewohnter und beim fünften Mal Routine.

Zitat:
Ich sehe Gott als das unvermeidliche Ziel, jeder Seelenreise.
Somit ist es auch unvermeidlich, dass eine Seele das Leiden nicht auf sich nimmt, dieses Ziel zu erreichen.

... unvermeidlich, dass sie nicht auf sich nimmt?
bist Du sicher dass Du das so schreiben wolltest? Für mein Sprachverständnis ist das dann:
...vermeidlich dass sie es auf sich nimmt.
Das würde doch bedeuten, dass man sich die ganze Leiderei einfach sparen könnte?

Zitat:
Hölle ist ein Beweis für Gottes Liebe: die verirrte Seele zu Ihm/Ihr zurückzuführen.

Das verstehe ich nicht.
Das allmächtige Gott hätte die Wahl, statt der Hölle eine Generalentsorgung der verkommenen Seelen einzurichten, oder in einem Recycling diese Seelen um zu wandeln, dass alle Wesen glücklich werden können.
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