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Weg des Heils












Vielleicht ist es für diejenigen, die nicht an Gott glauben, leicht zu denken, dass Gottes heiliges Buch Veränderungen unterliegen kann, ja sogar vollständig verloren gehen kann. Aber diejenigen, die sowohl behaupten, dass sie an Gott glauben aber auch behaupten, dass die Bibel verändert worden ist, sehen sich einem unüberwindbaren Widerspruch gegenüber. Denn

sowohl die Christen als auch die Muslime glauben, dass Gott allmächtig ist.
Gott ist barmherzig und er hat sich den Menschen geoffenbart um ihnen den Weg des Heils zu zeigen.
Wenn aber das Alte und das Neue Testament verändert werden können, müssen wir eine der beiden folgenden Schlussfolgerungen akzeptieren:

Gott ist nicht in der Lage das Verändern/Vernichten seines heiligen Buches zu verhindern und Er kann konsequenterweise nicht allmächtig sein oder
Gott hält es nur gelegentlich für wichtig den Menschen den Weg des Heils zu zeigen; und zwar so, dass Sein Heiliges Buch verändert wird und die Menschen deshalb vom rechten Weg abkommen und er sich nicht weiter dafür interessiert, oder anders ausgedrückt, er ist unbarmherzig
Wenn die Offenbarung Gottes in einem bestimmten Zeitraum nicht existiert, dann ist es für die Menschen, die in diesem Zeitraum leben, unmöglich auf dem Weg des Heils zu gehen. Aus der Geschichte ist bekannt, dass die fünf Bücher Mose im 15. Jahrhundert v.Chr., die Psalmen im 5. Jahrhundert v. Chr. und das Evangelium im 1. Jahrhundert nach Christus geoffenbart worden sind. Wenn nun der Text dieser Bücher verändert worden ist oder nach Ihrer Offenbarung verschwunden ist, und wenn die einzige gültige Offenbarung der Koran ist, dann würde das bedeuten, dass die Menschen für eine Dauer von fast 2000 Jahren in ideeller Dunkelheit gelebt hätten. Wenn Gott nicht einmal in der Lage gewesen wäre seine Offenbarungen für ein oder zwei Zeitalter vor Abänderungen zu schützen, was für ein kraftloses und unbarmherziges Wesen wäre er gewesen.


Das Buch Mose, die Psalmen und das Evangelium bestätigen sich gegenseitig. Sie stellen ganz klar fest, dass Gottes Wort nicht verändert werden kann. Hierzu ein paar Beispiele:
Jesaja, Kap. 40, Vers 8:
“Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, doch das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit”

Psalmen Kap. 119, Vers 89:
“Herr, dein Wort bleibt auf ewig, es steht fest wie der Himmel”

Evangelium nach Matthäus Kap. 5, Vers 18:
“Amen, das sage ich Euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.”

Evangelium nach Markus Kap. 13, Vers 31:
“Himmel und Erde werden vergehen. Aber meine Worte werden nicht vergehen.”

Evangelium nach Johannes Kap. 14, Vers. 26:
“Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnert, was ich euch gesagt habe.”

1. Brief an die Korinther, Kap. 2, Vers 13:
“Davon reden wir auch, nicht mit Worten, wie menschliche Weisheit sie lehrt, sondern wie der Geist sie lehrt, indem wir den Geisterfüllten das Wirken des Geistes deuten.”

Die Worte der Jünger des ersten Jahrhunderts und die Worte der Propheten vor Christi Geburt wurden durch die Wunder, die sie taten und durch ihre erstaunlichen Prophezeihungen bestätigt. Und wir als Gläubige des 20. Jahrhunderts bestätigen die Bibel mit unserer persönlichen Erfahrung. Denn dank der Bibel haben wir den einzigen Weg des Heils gefunden und wir haben begonnen ein gottgefälliges, reines, hoffnungsvolles und freudvolles Leben zu führen.

Was sagt nun der Koran hierzu ?

Wir haben oben gesehen, dass nach den Büchern Mose, den Psalmen und dem Neuen Testament Gottes Wort nicht verändert werden kann. Der Koran stimmt mit dieser Auffassung vollkommen überein (!). Zwar werden die Juden beschuldigt die Bücher Moses verbal verändert zu haben (das heißt, das Buch Moses falsch zu interpretieren oder falsch mündlich weiterzugeben), aber es wurde (im Koran) klar festgestellt, dass der Text der fünf Bücher Moses niemals verändert wurde und niemals einer Veränderung unterliegen wird:

“Wir haben die Thora offenbart, die Leitung und Licht enthält” (Sure 5:44)
(Beachte: der Koran sagt enthält, nicht enthielt; das heißt, dass er immer noch klar akzeptiert, dass die Thora Leitung und Licht enthält)

“… und wir gaben ihm (das heißt Jesus) das Evangelium, das Leitung und Licht und Bestätigung der Thora enthält” (Sure 5:46)

Dem Koran zufolge müssen alle Gläubigen an die Thora, die Psalmen und das Evangelium glauben.

“Wir glauben an Allah…, und an das, was Moses, Jesus und den anderen Propheten von ihrem Herrn gegeben wurde” (siehe auch Sure 2:136, außerdem Sure 2:295, 4:136, 26:64)

Aus dieser Sure geht klar verständlich hervor, dass selbst Mohammed den Koran nicht höher einschätzt als die Thora, die Psalmen und das Evangelium!

Der Koran stellt mehrmals klar, dass er nicht geoffenbart worden ist um das Evangelium und die Thora aufzuheben, sondern um sie zu bestätigen. (siehe auch Sure 10:37, 35:31, 46:12).

Die Originalfassung des Evangeliums und der 5 Bücher Moses waren zur Zeit Mohammeds nicht verschwunden: Dies ergibt sich aus den folgenden Versen:

“…Bist du im Zweifel über etwas, was wir dir offenbart haben (Thora und Evangelium), so frage nur die, welche die Schrift vor dir gelesen haben…” (Sure 10:94)

Aus diesem Koranvers ergibt sich, dass Thora und Evangelium zu Zeiten Mohammeds unverändert waren. Andernfalls hätte Gott zu Mohammed “Wenn du zweifelst, frage die, welche vor dir das Buch gelesen haben” nicht gesagt. Was hätte es für eine Bedeutung gehabt, wenn sich Mohammed einer Schrift zugewandt hätte, die verfälscht gewesen wäre?

Waren das ursprüngliche Buch Moses, die Psalmen und das Evangelium nicht auch Gottes Wort ? Dann wollen wir sehen, was im Koran über Gottes Wort geschrieben steht:

“Die Worte Allahs ändert niemand ab.” (Sure 6:34)
“Denn Allahs Wort ist unwandelbar” (Sure 10:64)

Dem Koran zufolge ist Mohammed gesandt worden die vorherigen Bücher zu bestätigen und zu schützen (Sure 5:51). Aber wenn die Thora und das Evangelium verändert worden ist, dann bedeutet das, dass Mohammed sie nicht hat beschützen können.

Eine der beiden folgenden Schlussfolgerungen müssen wir nun auswählen:

entweder sind die Koranverse in Bezug auf Gottes Wort ( Thora und Evangelium) falsch
oder

die 5 Bücher Moses, die Psalmen und das Evangelium sind tatsächlich nicht verändert worden und jeder Moslem muss logischerweise alle ihre Aussagen akzeptieren.
Jeder, der den Koran ohne Vorurteile liest, wird die 2. Alternative bevorzugen. Ebu-a- Fasl-as-Saudi und Ebu-al-Beka-Salih-al-Dschaferi, zwei der am meisten verehrten Kommentatoren des Korans, haben ja auch die von den Christen benutzten 5 Bücher Moses, die Psalmen, und das Evangelium akzeptiert wie sie sind.

Historische und archäologische Beweise

Für diejenigen, die daran zweifeln, dass Gott die Kraft hat sein heiliges Buch zu schützen, gibt es eine Vielzahl von Beweisen in Bezug auf das Pentateuch, die Psalmen und die Evangelien. Im Nahen Osten und insbesondere im ägyptischen Wüstensand wurden zahlreiche Exemplare (bzw. Teile davon) des Neuen Testaments entdeckt. Beispielsweise ist 1947 ein muslimischer Hirte in einer Höhle in der Nähe des Toten Meeres auf mehr als 500 alte Handschriften gestoßen. Davon sind bis zu 100 Exemplare verschiedene Teile des Pentateuch und der Psalmen. Der Text einer Handschrift, die in England in Manchester in der John Ryland Bibliothek aufbewahrt wird, unterscheidet sich ( bis auf wenige Details) in nichts von dem heutigen Pentateuch und den Psalmen! Die Gruppe der Samariter, die sich im 5. Jahrhundert vor Chr. vom Judentum trennte, liest seit dieser Zeit bis jetzt vollkommen unabhängig die ersten 5 Teile der Thora (Genesis, Exodus, Levitikus, Numeri, Deuteronomium). Deren Texte sind (bis auf einige wenige Punkte) identisch mit den Texten der Juden und der Christen.

Das Original vom Pentateuch und den Psalmen ist in hebräischer Sprache geschrieben. Außerdem existieren sehr alte Übersetzungen dieser beiden Werke (Übersetzungen aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. in Griechisch, aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. in Lateinisch und Syrianisch). Bis auf ein paar Übersetzungsfehler sind diese Übersetzungen mit dem hebräischen Urtext identisch.

Das gleiche gilt auch für das im 1. Jahrhundert nach Chr. offenbarte Evangelium. Das Original des Evangeliums ist in griechischer Sprache geschrieben. Es existieren ein paar griechische Handschriften, die einige Teile des Evangeliums beinhalten und im 2. Jahrhundert nach Christus entstanden sind. Zum Beispiel gibt es eine Handschrift in der John Rylands Bibliothek, die einen kleinen Teil des Evangeliums nach Johannes beinhaltet und aus dem Jahr 130 nach Christus stammt. Außerdem werden in europäischen Museen, Exemplare der Evangelien aufbewahrt, die aus dem 3., 4., 5. und 6. Jahrhundert stammen und damit in der Zeit vor Mohammed beschrieben worden sind.

Genausowenig wie es ein Pentateuch gibt, das die Unterschrift des Propheten Moses trägt, gibt es ein Evangelium, das die Unterschrift der Apostel trägt.

Und wir sollten nicht vergessen, dass die Situation des Koran nicht besser ist als die des Pentateuch und der Evangelien. Es gibt kein Koranexemplar, das eine autoritative Unterschrift Mohammeds trägt. Außerdem existierten vom Koran, nach Meinung alter Islamgelehrter, während der Lebenszeit Mohammeds 7 verschiedene Lesarten. (siehe Band 3, Seite 702 – 705, Mishkat, türkische Version, Kommentare zu den Suren 3:100, 6:96, 19:35, 28:48, 33:6, 34:18, 38:22 von Tabari und Beyzavi)

Nachdem der Khalif Osman aus diesen nicht übereinstimmenden Koranversionen einen einzigen Text geschaffen hatte, ließ er alle anderen Versionen verbrennen. (siehe Beyzavi, 1. Band, Seite 104 – 105, türkische Ausgabe und Kommentar zur Sure 2:106)

Außerdem gab es nach alten islamischen Quellen 2 Suren, die sich in der Ausgabe des Osman nicht befunden haben, aber Teil des ursprünglichen Korans waren. Dagegen gibt es in der Version des Osman (das heißt in der jetzt benutzten Version) 3 Suren, die sich im Ursprungskoran nicht befunden haben. Außerdem sind einige Verse verändert worden (siehe Mishkat, Band 3, Seite 708 – als Quelle wurde Dschelaleddin benutzt). Außerdem wurde einer in der islamischen Theologie als voll glaubwürdig – sahih – eingestuften Überlieferung zufolge kurz nach dem Tod von Mohammed von einem Haustier eine von seiner Frau Aisha unter dem Bett (!) versteckten einzelne Sure aufgefressen!

Eine der interessantesten und „sahih“ eingeschätzten Hadithe (Überlieferungen) hierzu ist folgender von Müslim erzählte Hadith, der auf der Überlieferung des Khalifen Omar basiert.

“Allah hat Mohammed den Koran offenbart und der Vers über das Steinigen war darunter. Mohammed steinigte (selbst), darauf haben wir gesteinigt und in Gottes Buch wurde die Strafe für Ehebruch das Steinigen”

Der Vers über das Steinigen lautet in arabisch folgendermaßen:
ﺔﺗﺑﻟﺃ ﺎﻣﻫﻭﻣﺠﺮﺄﻔ ﺎﻳﻨﺯ ﺍﺫﺍ ﺔﺧﻳﺷﻠﺃ ﻮ ﺦﻳﺷﻠﺃ

(Übersetzung: wenn ein volljähriger Mann und eine volljährige Frau Ehebruch begehen, müssen diese unbedingt gesteinigt werden.)

Dieser Vers ist später verschwunden und befindet sich nicht mehr im Koran. Aber die Strafe des Steinigens, die vom Sharia-Recht immer noch vorgesehen ist, basiert auf diesem verschwundenen Koranvers. (Hinweis: alle diese Angaben stammen nicht aus christlichen Quellen, sondern sind den glaubwürdigen - sahih – Hadithen der Muslime entnommen.)
Es gibt noch viele andere Unstimmigkeiten, sie können hier aber nicht alle aufgezählt werden.

Abschließend bleibt festzuhalten: Im Christentum hat es nie einen Khalifen Osman oder einen Papst gegeben, der alle Texte hätte einsammeln können, alle bis auf einen hätte vernichten können und dann eine Version als die einzig gültige hätte herausgeben können. Deshalb kann man sagen, dass die kleinen Unterschiede zwischen den Versionen der Evangelien eher Hinweis dafür ist, dass niemand dazu angetreten ist, den Text der Evangelien vorsätzlich zu verändern.
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