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Hallo Wolfgang, hier im hinduistischen Forum kann ich auch mal genaueres zu meinen Vorstellungen erklären:
Mein Glauben ist Advaita: Nicht-Zweiheit, Nicht-Dualität.
Advaita ist der Name von Shankaras nondualistischer Philosophie, die auf die Natur der höchsten Realität Gottes hinweist, welche ohne relative Zweiheit ist. Im Konzept von advaita zeigt sich das Prinzip, dass die Seele (âtman) und die göttliche Wirklichkeit wesensmäßig, qualitativ eins sind. Die Erfahrung von advaita ist mit dem Verstand nicht erfaßbar, denn das ichgebundene Denken des Wachzustandes vermag nicht, aus der Dualität der Subjekt-Objekt-Beziehungen herauszutreten.
Haben wir die letzte Wahrheit noch nicht erkannt, so wind wir „Jîvâtman“: individuelles Selbst (Individualseele).
Der âtman, der sich als verkörpertes Selbst manifestiert und der Unwissenheit anheimfällt. Wenn ein höheres Bewußtsein erwacht, erinnert er sich, dass er in Wirklichkeit âtman ist und dass der jîva nur eine Projektion seines Wesens darstellt.
Unsere letzte Realität ist Brahman: das Allumfassende; das Universelle. Das alles durchdringende, göttliche, namenlose, formlose, ewig absolute, allem innewohnende Prinzip. Brahman ist unzerstörbar, größer als alles, was man groß nennen kann. Brahman lässt sich nicht beschreiben und hat keine relativen Eigenschaften, die ihm zugeordnet werden könnten. Brahman ist das Selbst, das wahre Ich eines jeden und die höchste nicht-duale Wirklichkeit, die insbesondere im Vedânta beschrieben wird. Auch wenn Brahman nicht sinnlich erfahren werden kann, so realisiert es sich selbst im absoluten, selbstbezogenen Bewußtsein (samâdhi). Brahman ist der unpersönliche Aspekt Gottes, gewissermaßen das Licht, welches von ihm ausstrahlt. Jeder, der den Weg zurück zu Gott finden will, muss durch die Stufe der brahman-Verwirklichung gehen. Die Wege dort hin können aber verschieden sein!
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