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Die erfundene Religion und die Koranische Religion












Sakina für alle.

PS. noch eine Anmerkung
Zitat:
.."Aus diesem Grund mussten islamische Gelehrte entscheiden, welche Verse im Fall eines Widerspruchs zu befolgen seien. Erreicht wurde dies durch das Prinzip des Naskh.
Naskh basiert auf der Tatsache, dass der Koran Mohammed zu verschiedenen Zeiten hinweg geoffenbart wurde. Manche Teile des Korans kamen später, manche früher. Um einen Widerspruch aufzulösen, beschloss man, dass neuere Offenbarungen die älteren Offenbarungen aufheben....
...Das Naskh-Prinzip ist sehr wirksam. Wenn eine Vers nasikh oder aufgehoben ist, dann existiert er praktisch nicht mehr...

Wenn ein Vers als praktisch nicht mehr existiert wiso versucht mann? ihn dann noch als !9er Code zu "Vermarkten"?
mfggg gnostik
Salam Gnostik,

wenn du das Buch gelesen hättest, das ich anfangs in diesem Thread vorstellte, würdest du diese Frage nicht stellen.
Sakinah für alle.

Welche Meinung hast du zu der syrisch aramäischen Leseart des Korans?
Zitat:
Entsprechend bedeutsam ist vor diesem Hintergrund der Fund ältester, zum Teil bereits 50 Jahre nach dem Tod Mohammeds entstandener Koranfragmente in der großen Moschee von Sanaa aus dem Jahre 1972. Ihre Restaurierung ist mittlerweile abgeschlossen und die wissenschaftliche Auswertung hat begonnen. Den zu erwartenden philologischen Ertrag bringt der Saarbrücker Islamwissenschaftler Dr. Gerd-Rüdiger Puin auf folgenden Nenner: "Etwa ein Fünftel des heute maßgeblichen Koran muss neu gelesen werden".


Zitat:
An einem einfachen Beispiel kann dies verdeutlicht werden: Das Wort sakînah wird von den arabischen Lexikographen mit der arabischen Wurzel s-k-n in Verbindung gebracht; diese bedeutet 'ruhig sein, (be)wohnen'. Der koranische Gebrauch des Wortes sakînah hat aber weniger mit 'Ruhe' zu tun als mit der 'Gegenwart (Gottes)', die in Hebräisch/Aramäisch schekhîna heißt. Denn dieses Wort hat die gleiche Wurzel s-k-m, gibt aber im Kontext sämtlicher Koranstellen, an denen es vorkommt (2:248, 48:4, 48:18, 9:26, 9:40, 48:26), einen besseren Sinn. Auch der Anklang an den Sprachgebrauch "Gegenwart/Herrlichkeit Gottes" der Bibel, auf die der Koran in vielfältiger Weise Bezug nimmt, spricht für diese Lesart. - In einer neueren Koranübersetzung ins Deutsche, an der auch Muslime mitgewirkt haben, wird sakînah mit "(Gottes) Ruhe spendende Gegenwart" übersetzt - eine Lösung des Problems, die sowohl dem traditionellen (arabischen) Verständnis ('Ruhe'), als auch der philologischen Einsicht in die Bedeutung des aramäischen Wortes ('Gegenwart') gerecht wird (Der Koran. Übers. v. Adel Th. Khoury. Gütersloh: Mohn 1987).
http://idw-online.de/pages/de/news16522


Also mir persönlich ist die syrisch aramäische Bedeutung lieber und ich verwende diesen Begriff, dieses Wort ,auch in diesem Sinne.
Ansonsten noch ein Link zu Quellen vieleicht kann Dir das bei deiner nervenaufreibenden Arbeit helfen.
http://www.islamic-awareness.org/Quran/Text/Mss/museum.html
http://www.islamic-awareness.org/Quran/Text/Mss/
mfggg gnostik
gnostik,

Zitat:
"Aus diesem Grund mussten islamische Gelehrte entscheiden, welche Verse im Fall eines Widerspruchs zu befolgen seien. Erreicht wurde dies durch das Prinzip des Naskh.
Naskh basiert auf der Tatsache, dass der Koran Mohammed zu verschiedenen Zeiten hinweg geoffenbart wurde. Manche Teile des Korans kamen später, manche früher. Um einen Widerspruch aufzulösen, beschloss man, dass neuere Offenbarungen die älteren Offenbarungen aufheben....
...Das Naskh-Prinzip ist sehr wirksam. Wenn eine Vers nasikh oder aufgehoben ist, dann existiert er praktisch nicht mehr... „


Die früher im Islam praktizierte Abrogation von Koranversen wurde bereits vor über 100 Jahren von einigen Gelehrten verworfen. Die Widersprüche im Koran sind eher scheinbare Widersprüche. Mir ist auch nicht bekannt, dass Verse im nachhinein einfach rausgestrichen wurden.


Zitat:
Die Ahmadiyya lehrt, dass sich durch unvollständiges Verständnis des Koran scheinbar widersprüchliche Aussagen ergeben, welche nicht dadurch behoben werden dürfen, dass Teile des Korans für ungültig erklärt werden. Das widerspräche der Selbstaussage des Korans, dass er ein fehlerloses, vollkommenes Buch sei:
„Wollen sie denn nicht über den Koran nachsinnen? Wäre er von einem andern als Allah, sie würden gewiß manchen Widerspruch darin finden.“
– Koran, Sure 4, Vers 82
Mirza Ghulam Ahmad und Hakeem Noor-ud-Din argumentieren, dass der Koran
„Wenn wir einen Vers (aus dem Wortlaut der Offenbarung) tilgen oder in Vergessenheit geraten lassen, bringen wir (dafür) einen besseren oder einen, der ihm gleich ist. Weißt du denn nicht, dass Allah zu allem die Macht hat?“
– Koran, Sure 2, Vers 106
lediglich die Abrogation vorislamischer Gesetze und Religionen feststellen will. Aslam Jairadschpuri und sein Nachfolger Ghulam Ahmad Parwaiz, der Modernist Khalifa Abd al-Hakim sowie Ahmad Din vertreten ebenfalls diese Meinung, während Maududi und Azad an der alten Lehre festhalten.
Auch die Mu´tazila sieht den Koran nicht als ewig oder uninterpretierbar an.


(interessanterweise haben wir diese Sichtweise dem Begründer der Ahmadiyya-Bewegung zu verdanken. Ich bin zwar kein Anhänger von ihm, aber er hat durchaus einige interessante Sachen veröffentlicht. Bevor er den Anspruch erhoben hat, der Messias der Muslime zu sein, war er ein sehr anerkannter Wissenschaftler.)
Zaf-ad

Das, was ich über den Code 19 bis jetzt gelesen hab und nachvollziehen kann, ist schon sehr beeindruckend. Besonders der Code in der Basmallah hat mich fasziniert, leider bleibt das Problem mit den beiden Versen bezüglich dieses Punktes.
Ich lese übrigens den Koran unter dem Ahadith-Gesichtspunkten und es wird immer klarer, dass ich nur Allah und seinem Buch folgen soll. Besonders am Surenanfang findet man immer wieder Hinweise auf die Perfektheit und Vollständigkeit des Koran. Wenn es häufig am Anfang steht muss es ja folglich auch besonders wichtig sein.

keys,

du solltest dich wirklich mal mit Code19 beschäftigen. Der Punkt ist nicht, dass dieser Code von irgend einem Khalifa stammt, der dir irgendwie nicht passt. Aus meinem letzten Beitrag kannst du z.B ersehen, dass der Gründer der Ahmadiyya die Abrogation widerlegt hat. Dass der Code nur ohne die beiden Verse in Sure 9 richtig funktioniert ist sicher ein Problem. Du findest in Zaf-Ads Link, der für mich bestimmt war, die Erklärung hierfür. Was mich wirklich stutzig gemacht hat, war, dass einer der Bezeichnungen für Allah (barmherzig) nur in diesem Vers für unseren Propheten saw. verwendet wird. Problematisch finde ich mit Ahadith zu argumentieren, obwohl man Ahadith als Quelle nicht akzeptiert.

3:6 verstehe ich übrigens nicht so wie du. Es geht nicht darum, dass man diese Verse nicht deuten darf, sondern darum nicht überwiegend oder ausschliesslich diesen Versen zu folgen. Der Koran vermittelt uns ein klares Bild davon, wie ein Gläubiger sein soll. Das ist das Ideal welches man anstreben muss. Wenn man aber nur den den vieldeutigen Versen folgt entsteht dabei eine neue individuelle Religion die nichts mehr mit der eigentlichen Lehre zu tun hat. Demzufolge führt man natürlich auch Zwietracht herbei.

Wieso braucht ein Mensch keinen Beweis für den Koran? Ich kenne genügend Leute nicht - muslimischer Herrkunft, die ihn zwar gelesen haben, aber nicht so wirklich überzeugt waren. Gerade in der heutigen Zeit ist es doch wichtig einen Beweis zu haben, wenn man eine Religion annehmen will, die das ganze Leben quasi umkrempelt. Vielleicht brauchst du keinen Beweis, weil du evtl. in eine muslimische Familie geboren wurdest und deswegen bereits eindeutig geprägt bist. Allein die Feststellung dass der Koran ein ,wunderbares" Buch und der Islam eine friedliche und schöne Religion ist, führt noch nicht zu der Erkenntnis, dass es wirklich von Allah kommt.

Ich kann dir nur sagen, dass für mich die Befreiung von den Ahadith ein Punkt war, der mich in meinem Glauben gestärkt hat und erst jetzt bemerke ich die Universalität des Islam, und dass es eine Religion für alle Menschen ist. Viele Ahadith standen meines Erachtens nach schon immer im Widerspruch zu dem, was im Koran vermittelt wird. Ein weiteres Problem ist die Rechtfertigung von Gewalt einiger radikaler Gruppen wie den Taliban, welche ohne Ahadith gar nicht möglich wäre (z.B. Steinigung, Unterdrückung der Frauen, ,Jihad" etc.) Hätte man nur den Koran, würde man diese Praktiken nur sehr bedingt und mit zusammenhanglosen Versen rechtfertigen können.

Eine Frage. Glaubst du an die Bibel? Die ersten Evangelien wurden 40 Jahre nach Jesus as. Tod verfasst, auf der Grundlage von Überlieferungen. Die Ahadith wurden 200 Jahre nach dem Tode Muhammads saw. verfasst. Jetzt wirst du sagen, dass die Evangelien teilweise authentisch sind. Dies gilt sicher auch für die Ahadith. Aber ich nehme stark an, dass die Bibel keine verbindliche religiöse Quelle für dich darstellen, warum aber die Ahadith? Ich will dich nicht bekehren, sondern dich nur dazu anregen, dich auch mal mit anderen Sichtweisen auseinanderzusetzen.

Wassalam
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