Foren-Übersicht
Impressum | Login | Registrieren | Forum | Suche

Eigenwille und Größenwahn












Zum Thema des Thread passend. Mehr nicht.

http://de.geocities.com/preciouspra.....artmann-bhagavadgita.html

Zitat:
Dieser Kampf zwischen der göttlichen und der tierisch-intellektuellen Menschennatur ist in allen großen Religionssystemen sinnbildlich dargestellt. Im Christentume z. B. als der Kampf zwischen dem Erzengel Michael (dem Höheren Selbste) und dem Drachen (dem Repräsentanten des Irdischen Selbstes) dessen Rachen die Habsucht, dessen Atem die Leidenschaft und dessen Flügel Eigenwille und Größenwahn sind. In jedem Wesen ringt das Licht mit der Dunkelheit; in jeder Form strebt der Geist GOTTES in der Natur nach Offenbarung; aber erst im Menschen findet er einen Gehilfen, der ihm mit Bewußtsein und Intelligenz beistehen kann, das Dunkel und den Irrtum zu überwinden.


Zitat:
Der Schlüssel zum Verständnisse der Bhagavad Gita wie auch der Bibel und anderer theosophischer Schriften [Theosophie = Gottesweisheit] ist die Erkenntnis der zweifachen Menschennatur und die Fähigkeit, das Unsterbliche im Menschen von den, was in ihm sterblich ist, zu unterscheiden, und die Bhagavad Gita lehrt uns, wie diese hohe Erkenntnis und Unterscheidung erlangt werden kann. Mit einem bloß theoretischen Wissen in bezug auf die zweifache Natur des Menschen oder mit einem blindgläubigen Fürwahrhalten dieser Lehre ist nicht viel gedient, denn weder in dem einen noch den dem anderen besteht die wahre Erkenntnis, die nur durch Erfahrung erlangt werden kann. Eine, wenn auch nur theoretische Kenntnis dieser Lehre ist unzweifelhaft von großem Werte, weil sie den Menschen veranlassen kann, selbst nach der ihm innewohnenden höheren Kraft zu suchen: wie aber das Studium eines Weges auf der Landkarte erst dann einen wirklichen Zweck hat, wenn davon Gebrauch gemacht wird, und wie wir den Weg erst dann richtig kennen lernen, wenn wir ihn selber gehen; oder wie das Studium einer Speisekarte uns nicht satt machen kann, wenn wir nichts von dem, was darauf bezeichnet ist, zu essen bekommen, so erfüllt auch das Studium der Bhagavad Gita erst dann seinen Zweck, wenn die darin angegebenen Lehren im alltäglichen Leben befolgt und ausgeübt werden. Wir können auch von äußerlichen Dingen, die wir niemals wahrgenommen haben, keine andere als eine bloß theoretische Kenntnis, die ja nur in unserer eigenen Vorstellung besteht, haben, und diese Kenntnis ist unverhohlen, solange sie nicht durch die eigene Erfahrung bestätigt wird. Ebenso ist es im Geistigen



Die wahre Erkenntnis besteht nicht darin, daß man weiß, was in der Bhagavad Gita oder in der Bibel steht, sondern sie besteht in einem Erwachen des Geistes, wodurch das WAHRE selbst in Menschen offenbar und zu einem Teile seines Wesens wird. Erst dadurch wird er sich ihrer selbst bewußt. In jedem Menschen ist ein Funke der göttlichen Selbsterkenntnis enthalten, er ist "der Same des unsterblichen Daseins" (Bhagavad Gita 10:7), der, von der Flamme der göttlichen Liebe ergriffen, zum Lichte wird, in dem alles Dünken und Wähnen und Meinen verschwindet und die ewige Wirklichkeit in ihrer Herrlichkeit offenbar wird.

suchwort: bhagavad gita + franz hartmann

siehe auch Kapitel 8 in "Anatomie der Seele" Die Menschwerdung - Der Übergang vom Tier zum Menschen , der individuelle Weg der Menschwerdung. Wahrheit liegt eben in allen Büchern, sie weisen uns den Weg, nur leben müssen wir ihn selbst.
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum III