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Tempel der Seele












Angel hat folgendes geschrieben:
Hallo, gibt es hier Leute, die sich mit der Bhagavadgita beschäftigen?
Ja ich, und zwar mit der Übersetzung von Franz Hartmann, weil:"Im Gegensatz zu manch anderer einseitigen Übersetzung wird hier die Verbindung der indischen Lehre zur ursprünglichen Lehre Jesu aufgezeigt und bringt damit sehr wertvolle Erkenntnisse aus 2 Religionen von ein und demselben Gott."

minou hat folgendes geschrieben:
Aber trotzdem müssen wir auf den Tempel der Seele und Gottes achten und auch unsere Verpflichtungen in dieser Welt erfüllen.
Und das in dem man Gott über alles liebt, und seinen Nächsten wie sich selbst liebt, was Demut, Vergeben (inkl. Feindesliebe), Sittsamkeit beinhaltet.

Mit der Nächstenliebe kann eigendlich jeder etwas anfangen. Aber wer Gott auch über alles lieben will, also gerne nach seinem Willen leben möchte, der muß auch entsagen, also nicht mehr begehren. Und das ist wahrlich nicht einfach, zumal wenn man nicht in einem Kloster lebt.
Und wer damit aber noch nicht beginnt, der wird niemals die Erleuchtung erlangen, bzw. ins neue Jerusalem eingelassen werden.

jivatma hat folgendes geschrieben:
"liebt nicht die Welt, noch was in ihr ist, denn wer die Welt liebt, in dem ist keine Liebe zum Herrn."
D.h., wenn ich mich irgendwelchen Sinnesfreuden hingebe, z.B. Geld, Macht, irgendwelche Genusssüchten, oder der Sexualität, dann verlößt mich Gott (es fehlt mir dann seine Liebe), denn -> "...in dem ist keine Liebe zum Herrn." Ich bin dann wieder alleine, also nicht mehr eins mit der Liebe (mit dem Geist=Gott, bzw. Jesus), und dem wahren Leben. (Gott ist die Liebe, und die ist das Leben)

jivatma hat folgendes geschrieben:
Jeder Meister ist zuerst ein Schüler. Ohne ein Schüler zu sein und das Wissen von einem Meister empfangen zu haben, gibt es keine Meisterschaft. Dieses System wird parampara genannt.
Shri Krishna erklärt in der Bhagavad-Gita: "evam parampara-praptam ..." (BG 4.2) "spirituelles Wissen kann nur durch das System der parampara empfangen werden".

Arjuna war verwirrt auf dem Schlachtfeld von Kurukshetra, und so nahm er Shri Krishna als seinen Guru an. Schüler zu werden bedeutet die Autorität des Lehrers zu akzeptieren.
"Wer allem Hang nach den Früchten seiner Tat entsagt hat, stehts zufrieden ist und auf die eigene (göttliche) Kraft vertraut, der tut (persönlich) nichts, wenn er auch arbeitet." BG 4.20
...dazu diese zugefügte Anmerkung (v. FH):
20. Das Werkzeug arbeitet nicht aus eigenem Willen, sondern es ist der Wille des Meisters, welcher sich vermittelst des Werkzeuges offenbart. Der Mensch aber hat den Meister in sich selbst.
"Wisset ihr es nicht selbst, das Jesus Christus in euch ist?" (II Korinth. VII, 21)
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum II


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