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Gedanke an den Tod mit Ablenkung verdrängen












Hallo!
Ich habe seit Jahren eine panische Angst vor dem Sterben. Es hat mich positiv überrascht, daß ich sofort auf ähnlich Denkende stoße. Schon als kleines Kind machte ich mir viele Gedanken über den Tod meiner Elter und was wohl wäre wenn sie nicht mehr da sind. Diese Frage konnte ich mit meinem Verstand nicht beantworten und verdrängte sie wenn sie auftauchte mit Ablenkung. Heute, Mutter von einem Baby und glücklich verheiratet kommen diese Gedanken im Extremen zurück. Ich stelle mir Fragen wie, was ist danach... was ist wenn ich vor meinem Partner sterbe; wird er eine andere lieben; oder werden wir uns irgendwo wieder treffen....? Jedoch sind es nicht nur die Fragen die ich mir stelle und dann sage, naja ich kanns nicht beantworten, das was mich daran fast ersticken läßt ist, dass ich mich versuche darin hineinzuversetzen, das zu fühlen dieses NICHTS. Nie mehr wo gehen, nie mehr jemanden fühlen, nie mehr aufwachen... Noch heute verdränge ich meine Gedanken an den Tod mit Ablenkung. Es vergeht kein Tag an dem ich nicht mindestens 10-20 mal darüber nachdenke. Ich liege im Bett, kuschele mich von hinten an meinen Mann, drücke ihn gant fest und weine leise, denn wieder ist der Gedanke da: Was ist wenn ich nicht mehr da bin? Werde ich diese für die meisten Menschen Kleinigkeit (kuscheln, drücken, festhalten) nie mehr haben? Ich halte meinen Mann manchmal so fest und schreibe ihm oft so liebe Worte, daß er manchmal mich in den Arm nimmt und fragt ob ich wieder diese Gedanken habe ( er weiß es). Aber jemand der dieses unbeschreiblich leere Gefühl nicht kennt, das einen fast zu erdücken scheint, kann einem nur kurzen Trost spenden, aber nicht mit ihm die kleinen stillen Momente am Tage durchleben die sich heimlich und hinterhältig in deinen Kopf schleichen.
Es hat mir schon sehr viel gebracht wieder einmal über dieses Thema zu erzählen. Ich sitze jetzt zwar weinend vor dem Computer, aber es ist ein Weinen das man viel zu oft unterdrückt weil man denkt man sei total irre. Lieben Dank fürs Zuhören.
Alles alles Liebe Franziska.DeinText hat mich ermutigt zu schreiben.
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