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Hallo Natha,
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| für die Buddhisten gibt es Gott genauso wie für die Monotheistischen Religionen. |
Das ist eine Interpretation, die nicht nur kein Buddhist den ich kenne unterschreiben,
sondern die alle kategorisch zurückweisen würden. Sie gehört wohl zu jenem
'eigentlichen Buddhismus, der schon seit längerem nicht mehr existiert' und von dem Du
allein Kenntnis hast... In keiner der grundlegenden Lehren des Buddhismus ist von
einem Gott die Rede, der irgendwie dem der monotheistischen Religionen vergleichbar
wäre. Aber es hat wohl wenig Sinn, das nochmals zu 'diskutieren' - wie Du ja schon
einmal so richtig geschrieben hast
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| Von zuviel Karusell fahren wird mir immer schwindelig |
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Hallo Ihr Lieben,
ich schrieb :
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| für die Buddhisten gibt es Gott genauso wie für die Monotheistischen Religionen. |
Wu dazu :
| Zitat: |
]Das ist eine Interpretation, die nicht nur kein Buddhist den ich kenne unterschreiben,
sondern die alle kategorisch zurückweisen würden.Sie gehört wohl zu jenem
'eigentlichen Buddhismus, der schon seit längerem nicht mehr existiert' und von dem Du
allein Kenntnis hast... rolleyes In keiner der grundlegenden Lehren des Buddhismus ist von
einem Gott die Rede, der irgendwie dem der monotheistischen Religionen vergleichbar
wäre.
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Lieber Wu, wenn in den Buddhistischen Lehrreden von Brahma und Brahmanen gesprochen wird ( und dies wird ziemlich häufig ), dann sind damit ausschließlich Gott und die gottesgläubige Priester gemeint. Es gibt viele Lehrreden, in der die Eigenschaften von Brahma sich 1 zu 1 mit den Eigenschaften von Gott der Monotheistischen Religionen deckt. In einer Lehrrede geht es genau um diesen Weg zu Gott. Wenn du interesse hast, kann ich diese für dich raussuchen.
Wu schrieb :
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Sie gehört wohl zu jenem
'eigentlichen Buddhismus, der schon seit längerem nicht mehr existiert'
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Ich sage lediglich meine persönliche Meinung, nachdem ich schon mehrmals in mehreren buddhistischen Klöstern, mit vielen Laien und Mönchen Kontakt hatte. Mein Respekt für alle Menschen gepaart mit der rechten Gesinnung hat es mir erleichtert diese anfängliche Enttäuschung gut abzufangen. Im übrigen hat der Buddha diesen ganz natürlichen Verfallprozess zu seiner Zeit vorhergesagt. Nach seiner Aussage würde die Lehre nur noch 500 Jahre glänzen, um dann Stück für Stück in Traditionen, Riten und Gebräuche verwandelt, eines Tages ganz zu verschwinden.
Und genau das ist das was ich in unseren heutigen Zeit auch sehe.
Nicht mehr oder weniger.
Im übrigen möchte ich auf deine Andeutungen über meine persönliche Kritik an deinem Diskussionsstil, nicht mehr eingehen. Ich habe mich, soweit ich weiss, für meine zeitweise zu direkte Art, entschuldigt.
Fehler werden nicht dadurch behoben, indem man sie sich ständig vorhält, sondern dadurch, das man sie beim nächsten Mal vermeidet.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen viel Geduld mit uns allen.
Mit lieben Gedanken
Natha
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Lieber Natha,
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| wenn in den Buddhistischen Lehrreden von Brahma und Brahmanen gesprochen wird ( und dies wird ziemlich häufig ), dann sind damit ausschließlich Gott und die gottesgläubige Priester gemeint. Es gibt viele Lehrreden, in der die Eigenschaften von Brahma sich 1 zu 1 mit den Eigenschaften von Gott der Monotheistischen Religionen deckt. In einer Lehrrede geht es genau um diesen Weg zu Gott. Wenn du interesse hast, kann ich diese für dich raussuchen. |
Ja, das würde mich sehr interessieren.
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Ich sage lediglich meine persönliche Meinung, nachdem ich schon mehrmals in mehreren buddhistischen Klöstern, mit vielen Laien und Mönchen Kontakt hatte. Mein Respekt für alle Menschen gepaart mit der rechten Gesinnung hat es mir erleichtert diese anfängliche Enttäuschung gut abzufangen. Im übrigen hat der Buddha diesen ganz natürlichen Verfallprozess zu seiner Zeit vorhergesagt. Nach seiner Aussage würde die Lehre nur noch 500 Jahre glänzen, um dann Stück für Stück in Traditionen, Riten und Gebräuche verwandelt, eines Tages ganz zu verschwinden.
Und genau das ist das was ich in unseren heutigen Zeit auch sehe.
Nicht mehr oder weniger. |
Nun, dann gibt es zwei Möglichkeiten - entweder der 'eigentliche' Buddhismus existiert schon seit Längerem nicht mehr, wie Du schreibst, oder er wird von 'mehreren buddhistischen Klöstern, mit vielen Laien und Mönchen' vertreten, was mir hier zu stehen scheint - beides zugleich ist schlecht möglich. Oder meinst Du, Du hast Dich bei diesen Kontakten davon überzeugen können, dass der heutige Buddhismus von dem von Dir gemeinten abgewichen und damit nicht mehr der 'eigentliche' ist, dass also 400 Mill. Buddhisten eigentlich gar keine sind? Deine persönliche Meinung in Ehren - aber das schiene mir doch etwas - äh - übertrieben...
Sarva mangalam
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Hallo lieber Wu,
hier zunächst ein Link, in der ein großer Teil der Lehrreden und Begebenheiten mit Gott aufgelistet ist.
http://www.palikanon.com/diverses/fragen/gott.htm
Hier noch als Ergänzung die 4 Göttlichen Verweilzustände die ein Buddhist versucht zu verwirklichen :
METTA (uneingeschränkte Liebe)
KARUNA (Mitgefühl)
MUDITA (Mitfreude)
UPEKKA (Gleichmut)
Welcher Bahai, Moslem, Christ etc.... kennt diese Begriffe nicht ?
Wu schrieb :
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| Oder meinst Du, Du hast Dich bei diesen Kontakten davon überzeugen können, dass der heutige Buddhismus von dem von Dir gemeinten abgewichen und damit nicht mehr der 'eigentliche' ist, dass also 400 Mill. Buddhisten eigentlich gar keine sind? Deine persönliche Meinung in Ehren - aber das schiene mir doch etwas - äh - übertrieben... |
Lieber Wu, ich will und kann Niemandem seine Glauben und Auffassung einer Lehre streitig machen.
Es ist meine persönliche Sicht und bedeutet nicht, das dadurch alle anderen Buddhisten gar keine sind. Jeder ist soviel Buddhist ( Christ, Moslem oder Bahai etc. ) wie er es lebt. Jegliche Form von Tradition, Riten, Gebräuche und ähnliche Handlungen, haben oft zu Folge, das der ursprüngliche Sinn, nicht mehr nachvollziehbar ist und somit nicht so wirken kann wie vorgesehen.
Ich habe vor einigen Tagen zufällig im Internet ein Buch gelesen, in der ein ehemals Theravadisher Mönch genau diesen Punkt anspricht.
Hier der Link dazu.
http://www.buddhistische-gesellscha.....ownloads/brokenbuddha.pdf
Mit lieben Gedanken .
Nath
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Lieber Natha!
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| hier zunächst ein Link, in der ein großer Teil der Lehrreden und Begebenheiten mit Gott aufgelistet ist. |
Danke für den link, aber Wolfgang, der diese Sammlung ins Netz stellt, kenne ich ganz gut - sein verstorbener Vater war ein lieber Freund von mir. Dass für ihn das buddhistische Weltbild mit einem, dem monotheistischen vergleichbaren, Gott vereinbar wäre, scheint mir ziemlich ausgeschlossen - wenn Du willst, kann ich ihn aber gern fragen...
Die brahmavihara sind mir ebenfalls bekannt und sehr wertvoll, wie ich auch in meinem Grundriss des Buddhismus geschrieben habe. Sie haben aber m.W. weder den Buddha noch einen seiner Jünger daran gehindert, irrigen Meinungen zu widersprechen - und auch das nicht immer ohne eine gewissen Schärfe oder Ironie...
| Zitat: |
Jegliche Form von Tradition, Riten, Gebräuche und ähnliche Handlungen, haben oft zu Folge, das der ursprüngliche Sinn, nicht mehr nachvollziehbar ist und somit nicht so wirken kann wie vorgesehen.
Ich habe vor einigen Tagen zufällig im Internet ein Buch gelesen, in der ein ehemals Theravadisher Mönch genau diesen Punkt anspricht. |
In diesem Punkt kann ich Dir und dem ew. Dhammika [nach dem ersten Überfliegen] gern beipflichten. Daraus aber zu folgern, dass es nötig, richtig oder wünschenswert wäre, im Buddhismus einen einzigen allmächtiger Schöpfergott anzunehmen oder einzuführen, sehe ich nicht. Jenes Problem haben die verschiedenen buddhistischen Schulen auf ihre je eigene Art und Weise zu lösen versucht, je nach den verschiedenen Zugangsweisen der Menschen - wie das auch der Buddha schon getan hat.
Dass mir persönlich die Zugangsweise des Zen am ehesten zielführend scheint, ist wohl wenig verwunderlich - aber wir konnten vor etlichen Jahren bei einem gemeinsam mit Seelawansa Thero veranstalteten gemeinsamen Retreat von Theravadins und Zen-Praktizierenden feststellen, dass sowohl die Praxis als auch der theoretische Hintergrund sich oft nur marginal unterscheidet.
| Wolfgang hat folgendes geschrieben: |
Gott, oder Brahma wie er im Buddhismus und Hinduismus genannt wird, kommt häufig in den buddhistischen Schriften vor. Buddha selbst hat des Öfteren mit dem großen Brahma und auch mit anderen Göttern verkehrt, wie in vielen Sutten überliefert ist, z.B. D.11, D.21, D.23, M.90, M.120, etc..
Es wird auch erwähnt, dass Buddha selbst in seinen früheren Leben bereits viermal der große Brahma war (siehe Itivuttaka). Im Majjhima Nikaya 49 ist überliefert, dass Buddha weit über dem Brahma steht.
Gott, und auch die anderen Götter haben, wie wir Menschen, nur ein begrenztes Dasein und sind dem Untergang, dem Tod unterworfen. Wenn auch ihre Lebensdauer ein vielfaches unserer Lebenszeit ausmacht. Im Anguttara Nikáya A.III.117 und A.III.71 ist nachzulesen wie lange die Lebensdauer der verschiedenen Götter beträgt. |
Daraus lässt sich m.E. doch klar erkennen, dass Brahma, als der sich der Buddha schon mehrmals selbst verkörpert zu haben angibt, in keiner Weise mit JHWH vergleichbar ist, sondern eine von vielen Göttergestalten in einer von vielen Götterwelten ist - ich habe ja auch hier schon mal einen Text über die Götter und ihre 'Wertigkeit' im Buddhismus verlinkt. - http://www.palikanon.com/majjhima/m120n.htm - das Wolfgang an letzter Stelle angibt - sagt ja weitgehend das Gleiche aus. Aus den anderen von ihm zitierten Stellen habe ich hier ein paar Stellen zusammengetragen - ich denke sie sprechen für sich...
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So ist nun, Kevatto, der Mönch dort zu jenem großen Brahmá herangekommen und hat also gefragt: <Wo können wohl, o Bruder, diese vier Hauptstoffe ohne Überrest untergehen, und zwar Erde, Wasser, Feuer, Luft?> Also gefragt, Kevatto, hat der große Brahmá jenem Mönche dann geantwortet: <Ich bin, o Mönch, Brahmá, der große Brahmá, der Übermächtige, der Unübermächtigte, der Allsehende, der Selbstgewaltige, der Herr, der Schöpfer, der Erschaffer, der Höchste, der Erzeuger, der Erhalter, der Vater von allem was da war und sein wird.> Wiederum aber, Kevatto, hat jener Mönch zu dem großen Brahmá dort also gesprochen: <Nicht doch hab' ich, o Bruder, dich darum gefragt: 'Bist du Brahmá, der große Brahmá, der Übermächtige, der Unübermächtigte, der Allsehende, der Selbstgewaltige, der Herr, der Schöpfer, der Erschaffer, der Höchste, der Erzeuger, der Erhalter, der Vater von allem was da war und sein wird': sondern darum hab' ich, o Bruder, dich gefragt: wo können wohl, o Bruder, diese vier Hauptstoffe ohne Überrest untergehen, und zwar Erde, Wasser, Feuer, Luft?> Wiederum aber, Kevatto, hat jener große Brahmá zu dem Mönche dort also gesprochen: <Ich bin, o Mönch, Brahmá, der große Brahmá, der Übermächtige, der Unübermächtigte, der Allsehende, der Selbstgewaltige, der Herr, der Schöpfer, der Erschaffer, der Höchste, der Erzeuger, der Erhalter, der Vater von allem was da war und sein wird.> Zum dritten Mal aber, Kevatto, hat jener Mönch zu dem großen Brahmá dort also gesprochen: <Nicht doch hab' ich, o Bruder, dich darum gefragt: 'Bist du Brahmá, der große Brahmá, der Übermächtige, der Unübermächtigte, der Allsehende, der Selbstgewaltige, der Herr, der Schöpfer, der Erschaffer, der Höchste, der Erzeuger, der Erhalter, der Vater von allem was da war und sein wird': sondern darum hab' ich, o Bruder, dich gefragt: wo können wohl, o Bruder, diese vier Hauptstoffe ohne Überrest untergehen, und zwar Erde, Wasser, Feuer, Luft.>
Da hat denn, Kevatto, jener große Brahmá den Mönch dort am Arme genommen, beiseite geführt und zu ihm gesagt: <Jene dort, o Mönch, die göttlichen Brahmatrabanten vermeinen von mir: 'Es gibt nichts, was Brahmá nicht weiß, es gibt nichts, was Brahmá nicht sieht, es gibt nichts, was Brahmá nicht kennt, es gibt nichts, was Brahmá nicht erschaut': darum bin ich ihnen nicht offenbar worden. Auch ich, o Mönch, weiß nicht, wo diese vier Hauptstoffe ohne Überrest untergehen können, und zwar Erde, Wasser, Feuer, Luft. Da hast du denn, Mönch, eben darin gefehlt, eben darin geirrt, daß du Ihn, den Erhabenen übergangen hast und außen umherschweifen mochtest auf jene Frage die Antwort zu suchen. Gehe, du Mönch, nur zu Ihm, dem Erhabenen zurück und stelle jene Frage: und wie dir der Erhabene antwortet, so sollst du es bewahren.> |
| Zitat: |
Da hat nun der Erhabene bei sich erwogen: <Lange schon ist dieser Sakko lauteren Sinnes. Was er auch immer für eine Frage an mich stellen wird, es wird alles gewiß zu Nutzen und Frommen sein, nicht ohne Sinn und Verstand. Und was ich ihm auf seine Fragen antworten werde, das wird er gar bald verstehen.> So hat denn der Erhabene zu Sakko dem König der Götter auf diese Weise gesprochen:
«Wohlan denn, Guter, frage mich
Was irgend nur dein Herz begehrt:
Und Frag' um Frage will ich dir
Gern lösen bis zum letzten Wort |
| Zitat: |
"Was meinst du wohl, Feldherr: hast du von den Dreiunddreißig Göttern gehört?"
"Gewiß, Herr, ich habe von den Dreiunddreißig Göttern gehört; und auch Herr Pasenadi hier, der König von Kosalo, hat von ihnen gehört."
"Was meinst du wohl, Feldherr; vermag der König die Dreiunddreißig Götter von ihrem Orte zu verjagen, zu verbannen?"
"Nicht einmal sehn, Herr, kann der König die Dreiunddreißig Götter, geschweige denn daß er vermöchte, sie von ihrem Orte zu verjagen, zu verbannen!"
"Ebenso nun auch, Feldherr, können die Götter, die zugewandt zu dieser Welt wiederkehren, jene abgewandten Götter, die nicht mehr wiederkehren, nicht einmal sehn, geschweige denn daß sie vermöchten, sie von ihrem Orte zu verjagen, zu verbannen." |
Sarva mangalam
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