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Lieber mukti
Zu Deinem posting fällt mir spontan eine Aussage ein, die in den Bahai-Schriften immer wieder vorkommt.
„vom Anfang der keinen Anfang hat, bis zum Ende, dass kein Ende hat“
lieber Nathan
Deiner Ansicht über Gott teile ich auch. Dazu heißt es m. E. bei den Eingott-Religionen
„du sollst dir kein Abbild von Gott machen“
Alles Liebe und herzlich willkommen im Forum
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Hallo Natha!
Danke - eine gute Zusammenstellung. Der Buddha hat natürlich die Vorstellungswelt seiner hinduistischen Umgebung benutzt, um seine Lehre zu illustrieren - das war (und ist) im asiatischen Raum durchaus üblich und legitim, aber für uns 'Westler' manchmal nicht leicht durchschaubar. Wenn ich sage "ich glaube an Gott" und wenn ein Buddhist sagt "Ich glaube an Brahma/Vishnu/Shiva/Krishna/Kali" oder sonst eine Gestalt des bunten hinduistischen Pantheons, dann sind das zwei qualitativ völlig verschiedene Aussagen.
Den Stellenwert von Göttern und Himmeln habe ich hier schon mal kurz skizziert; Thomas Lautwein, ein führender deutscher Buddhist, hat einen sehr fundierten Artikel dazu verfasst - hier.
Zu den Beziehungen unter den hinduistischen Gottheiten gibt es hier eine kurze Übersicht - und jede Menge weitere links unter hinduistischen Aspekten.
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Hallo,
danke für die Antworten. Die Hindus sehen Brahma auch als zeitweilig an, aber trotzdem auch als Schöpfer. Ob das im Buddhismus auch so ist, ist mir noch ganz klar geworden, werde bei Gelegenheit recherchieren (schreibe im Internetcafe), danke Wu auch für die links.
Ein Konzept bezüglich der Ursache aller Dinge scheint es also im Buddhismus nicht zu geben.
Gruß m.
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Hallo Mukti,
im Buddhismus geht es weitgehend um Vorstellungen, gerade was Themen wie
'Götter' und Zeitabläufe betrifft. Brahma ist eher eine Vorstellung, die man haben
kann oder auch nicht - am deutlichsten wird das bei den 'Schutzgottheiten'
des tibetischen Buddhismus. Die konnten auch von der indigenen Bön-Religion
'übernommen', sie konnten aber auch wieder 'abgeschafft' werden - eine Sache,
die bei unserem nahöstlich/europäischen Gottesbegriff gar nicht vorstellbar ist.
Die Vorstellung bezüglich der Weltentsehung und ihrer Ursache entspricht
ungefähr der des 'pulsierenden Universums' in der modernen Kosmologie -
Welten entstehen, und sie vergehen wieder. Ein darüberstehender Schöpfer
wird nicht angenommen (aber auch nicht definitiv ausgeschlossen). In die
Zuständigkeit der religiösen Lehre fällt das nicht.
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hallo ihr lieben,
zu wu :
| Zitat: |
| "Der Buddha hat natürlich die Vorstellungswelt seiner hinduistischen Umgebung benutzt, um seine Lehre zu illustrieren " |
.
will ich sagen, das ich dem nicht zustimmen kann. Der Buddha hat immer nur über die Dinge erzählt über die er, aufgrund seiner
geistigen Fähigkeiten, unmittelbare Einsicht hatte. Es ist auch eines der prinzipiellen Anweisungen an die Heilsgänger sich um diese
eigene unmittelbare Einsicht zu mühen und keinem Glauben, Lehre, Meinung, Theorie etc. zu verfallen. Dies wird in einigen Lehrreden
immer wieder betont. Theorien, Glaubensansätze oder auch logische Schlussfolgerungen sind immer als Hinweise, Fingerzeige oder
Richtungsweisungen zu verstehen. . Dafür ist auch der sechste Pfad ( des
8- fachen Pfades ) in der es um rechtes Mühen ( rechte Anstrengung ) geht. Als Beispiel hierzu gibt es das Gleichniss von zwei Freunden, bei der einer von Ihnen auf einem erhöhten Felsvorsprung steht und dem anderen Erzählt was er sieht. Zunächst will der andere Ihm nicht
glauben, doch als er sich die Mühe macht selber aufzusteigen, bleibt ihm nichts anderes übrig. Der Buddha redete auch nicht von Göttern
wie Vishnu, Shiva etc. welche rein hinduistischer Herkunft sind, sondern immer nur von Brahma als dem einen Gott, welches Inbegriff des Gottes, den alle Gottgläubigen
Religionen verehren, ist. Es wird auch genau erklärt woher die falsche Ansicht, das es Gott gewesen sei der
alles erschaffen habe, herrührt. Wenn man im Buddhismus von Göttern spricht, meint man ausschliesslich Wesen die je nach Grad ihrer
Reinheit und Erhabenheit ( Engelsgleich ) in einem der 16 verschiedenen Götter- Himmelswelten weilen, wobei soweit ich mich noch entsinnen kann, es nur noch 4 Welten gibt, die über der des Brahma stehen. Es war für den Buddha und alle geistig weitgediegenen Mönche ein leichtes zu allen diesen Welten unmittelbar hin und wieder zurückzukommen. Doch um diese Begebenheit als selbstverständlich zu sehen braucht es eine gewisse geistige reife, die je nach Talent ( aktuelle geistige Verfassung ) oder auch Mühen (
z.B. durch Meditationsübungen ) errungen werden kann. So gesehen geht der Buddhismus nicht von " Vorstellungen " aus. Sie geht von Tatsachen aus,
die eben nur erfahren werden können, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind.
zu mukti :
| Zitat: |
| "Ein Konzept bezüglich der Ursache aller Dinge scheint es also im Buddhismus nicht zu geben |
." Es gibt im Buddhismus ein Konzept
bezüglich der Ursache aller Dinge oder Erscheinungen. Es sind die drei Hauptfaktoren Gier ( Lust, Wollen, Trieb, Zuneigung, Streben nach usw.usw...),
Hass ( Abneigung, Widerwillen, Unmut, Gehässigkeit usw.usw..) und Unwissenheit oder oft auch als Verblendung ( Oberflächlichkeit,die Unfähigkeit die Dinge Ihrer
wahren Natur gemäss zu erkennen, Engstirnigkeit etc.etc. ). Und all diese drei Faktoren beeinflussen sich je nach Grad ihrer Stärke gegenseitig. Lieber
Mukti, falls du mit
| Zitat: |
| Konzept bezüglich der Ursache aller Dinge |
, einen Anfang dieser Welt ( Universums ) meinst, so möchte ich doch fragen, was du
dir von der Antwort versprichst. Ich hatte mal eine Unterredung mit einer Freundin, die eine gewisse Faszination für Ausserirdische Wesen ( Ufo`s ) besaß. Doch
als ich sie darauf hinwiess, das wenn sie den nun auf unserem Planeten erscheinen würden, sie hierdurch nur ihre Ähnlichkeit zu uns,zeigen würden,Denn wir erkannten, das wir wenn wir die Möglichkeiten hätten es genauso tun würden und andere Planeten besuchen, wich die Faszination. Es gibt in der Existenz nur eine
Daseinsklasse die Frei von Gier, Hass und Unwissenheit ist und das wären die Heiligen. Alle anderen Wesen ( auch Brahma oder Gott ) haben Wollungen und
Wünsche, wobei diese bei Brahma ( Gott ) die reine Liebe zu allen Wesen ist.
Doch wie gesagt, werden sich einem jeden die Dinge zeigen, wenn man sich darum müht . Bis dahin bleibt alles Theorie die den Geist nicht entscheidend genug
beeinflussen kann, um sich von der Faszination zu der Welt, zu lösen. Auch der Buddha hat gesagt das er bis zu dem Moment als er zum ersten Mal Samadhi ( Glücksgefühl das aus der zur Ruhe kommen aller Sinnentätigkeit) empfand, nicht von dieser Welt lassen konnte, obwohl er " wusste " ( theoretisch ) das das Leiden
überwog. Bevor ich dieses Posting beende möchte ich noch darauf hinweisen, das es wichtig ist, alles was hier erwähnt worden ist nicht als Gegeben hinzunehmen, sondern sich die Mühe machen und selber nachsehen, überdenken, meditieren, tief nachsinnen. Ich wünsche euch allen alles Gute.
Mit lieben Gedanken
Natha
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