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Tobias, mir brauchst du das nicht zu sagen, ich bin kein Lorber-Anhänger. Aber ich weiß, daß in Diskussionen, die schon lange her sind, davon die Rede ist, daß die Frau gehorsam den ehelichen Verkehr hinnehmen soll, ohne dabei Regungen zu verspüren. Und das nicht nur in einer Religion. Oder glaubst du, daß beschnittene Frauen noch viel Gefühl in diesem Bereich haben können.
Ob nun Sex außerhalb der Ehe oder innerhalb der Ehe.
Das Mittelalter in Europa hatte so einiges an Sexfeindlichkeit an sich.
http://www2.hu-berlin.de/sexology/A.....alitaet_und_religion.html
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Die Wurzeln unserer westlichen Zivilisation reichen bis weit in die Antike zurück. Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, geben viele unserer heutigen moralischen Überzeugungen Ereignisse, Umstände oder kollektive Erfahrungen aus längst vergangenen Zeiten wieder. Vom Heidentum der Antike bis zum Judentum und Christentum wurde unsere sexuelle Moral zum Beispiel von einer Vielzahl religiöser Glaubensvorstellungen beeinflusst. Häufig wurde dieser Einfluss nicht nur direkt und offen wirksam, sondern auch indirekt, unterschwellig und verdeckt. In vielen Fällen blieb dieser Einfluss bestehen, auch wenn die Glaubensvorstellungen selbst überholt oder abgewandelt waren. Es scheint daher sinnvoll, zumindest einen flüchtigen Blick auf die wesentlichen westlichen Religionen zu werfen und besonders ihre Aussagen zum menschlichen Sexualverhalten zu betrachten.
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| Wenn eine Frau ihrem Mann im Kampf mit einem anderen Mann helfen wollte und diesen dabei an Penis oder Hoden berührte, wurde ihr die Hand abgeschlagen (5. Mose 25, 11-12). |
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| Eine ehebrecherische Frau wurde zum Beispiel von ihrem Mann öffentlich ausgezogen, um sie zu demütigen. Man versuchte mit zahlreichen Bräuchen und Vorschriften sogar, ein unbeabsichtigtes Zeigen der Geschlechtsorgane zu verhindern, |
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Das paradoxe Bild von der jungfräulichen Mutter Maria, das die Ideale der Keuschheit und der Fruchtbarkeit in sich vereinigt, gibt die Auffassung der mittelalterlichen katholischen Kirche zur Sexualität wohl am besten wieder.
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| Bei Paulus wird die menschliche Sexualität ausführlicher erörtert, Paulus, einer der ersten und erfolgreichsten christlichen Missionare, der nicht zu den Jüngern Jesu zählte, war offensichtlich mehr von der negativen Einstellung seiner Zeit gegenüber der Sexualität beeinflusst. |
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| Darüber hinaus wurden aufgrund historischer und kultureller Traditionen (besonders in Arabien und Nordafrika) Ehebruch und vorehelicher Geschlechtsverkehr moslemischer Frauen oft schwer bestraft. Andererseits ist aber die moslemische Einstellung sexuellen Abweichungen gegenüber verhältnismäßig nachsichtig. |
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| Für die Inder hatte Geschlechtsverkehr oft eine religiöse Bedeutung. Man kann daher in vielen Hindutempeln ausgesprochen erotische Darstellungen finden |
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| Moralismus ist Konditionierung von menschlichem Verhalten mit psychologischem Druck, indem Schuldgefühle produziert werden. Durch moralisierende Mechanismen werden Forderungen an Menschen gerichtet, welche den Adressaten nicht einsichtig sind und welche oft den eigenen Erfahrungen widersprechen |
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| Moralismus ist auch dann noch problematisch, wenn die gestellten Forderungen durchaus berechtigt sind, wenn sie ein menschenfreundliches Postulat beinhalten. In diesem Unterrichtsbeispiel lernen die Kinder, dass Jesus nicht will, dass die Kinder Angst haben. |
http://www.lsbk.ch/articles/destruk.....n.asp#Sexualfeindlichkeit
Ansichten unterliegen den Moralvorstellungen der jeweiligen Kulturen, die sich im Laufe der Menschheitsgeschichte entwickelt haben. Unsere Meinung ist immer subjektiv, aus der Person heraus und seiner eigenen Erziehung, Entwicklung und eigener Erfahrung geschuldet. Was dem einen angenehm erscheint, ist für den anderen erschreckend.
suchwort: sexualität in den religionen
Freundlichst
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