|
|
|
Hallo,
vor langer Zeit war ich schon einmal bei euch. Danach ging es mir auch eigentlich besser. Ich hatte mein Leben im Griff.
Doch nun hat sich vor ein paar Wochen ein guter Freund eine Kugel in den Kopf geschossen und schon bin ich wieder in meinem alten Dilämmer.
Ich habe traumatische Angst vor dem Tod. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen nicht mehr am Leben zu sein, das heisst alles zu erleben. Ich weiß nicht was ich dann fühle. Ich finde einfach keinen Menschen mit dem ich mich austauschen kann, der mir meine Angst nimmt. Ich kann aber auch das Gefühl nicht richtig beschreiben. Freunde mit denen ich darüber rede, lachen mich aus. Bin doch erst 40, da denke ich doch nicht über den Tod nach. Aber bei mir ist das Alltag und das macht mich krank.
Ihr sprecht von Reinkanation. Klar das beruhigt vielleicht. Aber trotzdem nimmt es mir nicht meine Angst.
Bitte helft mir wenn ihr könnt, doch ich denke wer soll meine Gedanken beieinflussen können außer ich selbst?
Liebe Grüße
Kariiin
|
|
|
|
Liebe, Kariiin,
Du brauchst keine Angst zu haben! Wenn Du den Tod fürchtest, dann fürchtest Du Dich auch vor dem Leben. Das EINE kann ohne das ANDERE nicht existieren, denn Tod bedeutet ewiges Leben! Lass Dir bitte von einem seriösen und guten energetischen Heiler oder Therapeuten helfen. Deiner Probleme sind auch karmischer Natur und spiegeln sich in der Realität Deiner Gegenwart wieder. Es gibt immer einen Weg und der heißt Hoffnung!Gib nicht auf!
Alles Liebe,
Sonja
|
|
|
|
Hallo Kariiin,
| Zitat: |
| Ich finde einfach keinen Menschen mit dem ich mich austauschen kann, der mir meine Angst nimmt. Ich kann aber auch das Gefühl nicht richtig beschreiben. Freunde mit denen ich darüber rede, lachen mich aus. Bin doch erst 40, da denke ich doch nicht über den Tod nach. Aber bei mir ist das Alltag und das macht mich krank. |
Der einzigste, der Dir wirklich die Angst nehmen kann und bei dem Du auch trost findest, ist doch Gott, in dem Du IHN über alles und Deinen Nächsten wie Dich selbst liebt.
Also ich finde es ok, wenn man über den Tod nachdenkt. Und wenn das Angst hervorruft, dann stimmt doch mit dem eigenen Leben irgendetwas nicht. So war's zumindest bei mir.
Und seit dem ich mit Jesus in Frieden lebe, denke ich positiv über meinen Tod. Ich freue mich sogar schon darauf, was aber nicht heißt, daß ich diesen herbei sehne. Wieso sollte ich das auch, wo mir das Leben in der Liebe meines Herrn doch so sehr erfüllt, und gerne mit IHM über 100 Jahre alt werden möchte. D.h., weil ich gerne lebe, eben weil ich gerne Gott diene (mit der Gottes- und Nächstenliebe), und er mich deshalb Glückselig macht, denke ich gar nicht mehr über meinen Tod nach.
| Zitat: |
| Bitte helft mir wenn ihr könnt, doch ich denke wer soll meine Gedanken beieinflussen können außer ich selbst? |
Deine Gedanken beeinflussen und helfen kann also nur Jesus, aber nur dann, wenn Du auch willst.
|
|
|
|
Liebe Kariiin, der Tod ist ein Bestandteil des Lebens aber nicht das Gegenteil des Lebens.
Der Tod ist ein Übergang hin zu einer anderen Existenz.
Es ist wichtig sich mit der Tatsache der Endlichkeit des Lebens auseinanderzusetzen.
Das sollten wir ständig tun, egal ob wir 40 sind, jünger oder älter.
Alles, was Du mit Deinem Tod verlierst, ist Dein ohnehin alternder Körper.
Du warst davor und Du bist danach.
Und stimmt natürlich, was Du schreibst: niemand außer Du selbst kann Deine Gedanken beeinflussen. Zum Glück auch! Stell Dir mal vor jeder würde mit seiner eigenen Heilstheorie in Deinen Gedanken herumpfuschen. Das gäbe aber ein Chaos, und Du würdest nun vielleicht nach der Schildkröte suchen, die Dir die Unsterblichkeit verleiht.
Unsterblich bist Du bereits aus der Tatsache heraus, dass Du Lebst denn alles Leben ist ewig, dennoch ist das Leben Wandel. Lasse den Wandel zu. Lasse den Alterungsprozess zu. Der Alterungsprozess selbst ist bereits ein langsames Sterben. Nach und nach werden alle Organe schwächer, bereits mit 40 haben wir nicht mehr die Vitalität eines 20 Jährigen. Nach und nach lösen wir uns von unsrem Körper ab. Der Körper spielt eine immer geringere Rolle. Es tritt dabei das seelisch-geistige in den Vordergrund. Und das ist gut so!
Am Ende fällt das Loslassen sehr leicht, ich war auf einer Reise mal schwerkrank geworden, da sehnte ich mich sogar sehr danach, dass das letzte Band, das mich noch mit meinen Körper verband doch endlich reißen sollte. Das tat es aber nicht. Nun, ich bin hier aber jederzeit bereit zu gehen, aber nur unter der Vorraussetzung, dass Gott mir verspricht, sich liebevoll um meine Familie zu kümmern, sollte Er/Sie mich zurückhaben wollen.
Gruß Martin
|
|
|
|
Grüß Dich, Kariiin
| Zitat: |
vor langer Zeit war ich schon einmal bei euch. Danach ging es mir auch eigentlich besser. Ich hatte mein Leben im Griff.
Doch nun hat sich vor ein paar Wochen ein guter Freund eine Kugel in den Kopf geschossen und schon bin ich wieder in meinem alten Dilämmer. |
Also ich hab nachgeschaut, das war letzten Juni, als Du letztesmal mit derselben Sorge hier geschrieben hast.
Wenn Dir das als lange Zeit vorkommt, musst Du bereits das Gefühl kennen, ewig zu leben.
| Zitat: |
| Ich habe traumatische Angst vor dem Tod. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen nicht mehr am Leben zu sein, das heisst alles zu erleben. Ich weiß nicht was ich dann fühle. Ich finde einfach keinen Menschen mit dem ich mich austauschen kann, der mir meine Angst nimmt. Ich kann aber auch das Gefühl nicht richtig beschreiben. Freunde mit denen ich darüber rede, lachen mich aus. Bin doch erst 40, da denke ich doch nicht über den Tod nach. Aber bei mir ist das Alltag und das macht mich krank. |
Alltag ist das? Wie beeinflusst die Angst denn Deinen Alltag?
Hast Du Probleme Menschen anzusprechen? Macht es Dich linkisch in Arbeiten? Bist Du unkonzentriert und kannst nicht beim Thema bleiben?
Erzähle mir ein wenig, was die Angst bewirkt in Deinem Leben, wie lähmt Dich die Panik?
| Zitat: |
| Ihr sprecht von Reinkanation. Klar das beruhigt vielleicht. Aber trotzdem nimmt es mir nicht meine Angst. |
Angst ist selten etwas, das mit Logik zu beheben ist, denn wieso sollte es Dir die Angst nehmen, zu wissen, dass Du mit dem nächsten Leben dasselbe Problem wieder hast: Leben, Sterben, Leben, Sterben.....
Wie lange die Intermezzos auf der anderen Seite sind wissen wir ja nicht, wir wissen nicht mal, ob wir nächstes Mal in der Zukunft oder in der Vergangenheit oder vielleicht in einer völlig anderen Dimension Erfahrungen sammeln, mag sein, dass es auf anderen Himmelskörpern in dieser Dimension nichts Lebendiges gibt, aber vielleicht gibt es andere Dimensionen, in denen andere Lebensformen möglich sind, von denen wir nicht träumen sollen, weil wir uns in dieser Raumzeit befinden.
| Zitat: |
| Bitte helft mir wenn ihr könnt, doch ich denke wer soll meine Gedanken beieinflussen können außer ich selbst? |
Der Einfluss auf Deine Gedanken kommt tatsächlich hauptsächlich aus Dir selbst. Nur ist Angst nicht hauptsächlich eine Angelegenheit der Gedanken, sondern vielmehr der Hormone.
Angst empfindest Du nicht im Kopf, sondern im Bauch, und wenn es anders ist haben wir ein Definitionsproblem.
Also ist es, falls Dich das den ganzen Tag beschäftigt, vor allem die Frage, warum kannst Du Deine Gedanken nicht auf ein Thema lenken, welches Dir weniger Angst macht?
Du denkst dauernd an den Tod, denkst Du ans Sterben oder denkst Du ans Totsein?
Du sagtest hier einmal, vielleicht könntest Du anfangen zu meditieren, hast Du da erste Schritte gemacht? Wie sieht Deine Meditationspraxis aus?
Du könntest auch zu einem Medium gehen und fragen, ob Du Kontakt aufnehmen dürftest zu jenem Freund der sich erschossen hat, vielleicht möchte er Dir noch was sagen.
Du solltest Dich mit dem konfrontieren, was Dir wirklich Angst macht, dazu musst Du erst herausfinden, was das ist. Nach allem was ich von Dir lesen kann, ist es vor allem Dein Anteil an Bewusstseinen anderer, nämlich fürchtest Du vor allem, dass keiner an Dich denkt, wenn Du weg bist, dass man Dich einfach vergisst, nicht einmal ein Geschichtsbuch gibt es das Dich erwähnen müsste, so geht das den meisten Statisten in der Weltbühne, weil die Geschichte nicht genug Gigabits hat, um jede Lebensgeschichte veröffentlichend zu erwähnen.
Hast Du Probleme mit dem Einschlafen?
Geht das gut? Sterben ist wohl etwas ähnliches wie das Einschlafen, mitsamt der Phase der Einschlafträume. Und die anderen? Ob Du sie wieder sehen kannst? Wenn wir in einer anderen Dimension als der Raumzeit weiterleben, werden da alle hin kommen.
Wahrscheinlich ist es wie mit vielen anderen Dingen, die uns Angst machen: Wenns vorbei ist, ist es oft als hätten wir nur eben eine Tür durchlaufen und hinter uns geschlossen.
Manche finden aber Sterben so intensiv und einzigartig als Erlebnis, dass sie allein dazu nochmals auf die Erde zu kommen wünschen, um das Sterben zu erleben. Hab ich mal irgendwo gelesen, frag mich bloß nicht wo.
So einfach von meinem Gefühl her scheint mir folgendes die richtige Antwort für Dich zu sein:
Gib auf!
Höre auf alles kontrollieren zu wollen und im Griff zu haben, vertraue auf das Leben und lasse Dich mit fließen. Zu englisch heißt das : Surrender:
Ergebe Dich der höheren Führung.
Aber nicht denken, das bedeute zügelloses dahinleben.
Sai Baba sagt: Denke gut, fühle gut, handle gut.
Es gibt nichts was Dir widerfährt, das sinnlos wäre, aber den Sinn erfahren wir eben scheinbar oft erst in einer weiteren Phase als der des Lebens.
|
|
|