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Ich bin so überrascht












Zitat:
Hana schrieb:
hallo ceres! du hast geschrieben:Ich bin auch gelassen, denn ich versuche immer zuerst selbst mit allem fertig zu werden, bevor ich mir Hilfe suche.
ich weiß was du meinst und ich würde dich gerne was fragen bzw was sagen wo ich gerne deine meinung hätte! also mein mann will acu immer mit seinen problemen selbst fertig werden und redet echt mit niemanden darüber nichtmal mit seinem besten freund wobei ich weiß dass er auf den wirklich zählen kann und auch mit mir beschbricht er seine probleme nicht. das macht mich oft sehr traudig weil ich auch sehe dass es ihn oft sehr quelt und es sind auch nicht immer nur kleinchkeiten sondern echt häftige probleme so wie das derzeit.
warum meinst du ist das so, dass er meint er müsste immer mit allen allein fertig werden oder warum ist das bei dir so? (weiß natürlich nicht ob es bei dir so stark ist wie bei ihm)!


Hallo Hana. Deine Frage beantworte ich dir sehr gern.
Zuerst: so ausgeprägt, wie bei deinem Mann ist das bei mir ganz bestimmt nicht.
Es dauert allerdings eine Weile, bis ich mit jemandem über meine Probleme spreche. Oftmals tut allein schon das sprechen darüber gut, ist eine Hilfe.
Aber es ist doch so, dass man oftmals viel zu schnell um Hilfe ruft, einfach ohne versucht zu haben, erst einmal selbst mit bestimmten Problemen fertig zu werden.
Ein Beispiel: Ich hatte einen guten Lehrer in der Firma, der mir sehr viel technisches Wissen aus der Praxis beigebracht hat. Ich konnte ihn alles fragen und habe das auch fleißig getan.
Dann bekam ich eine Aufgabe, bei der ich das Gefühl hatte nicht damit fertig zu werden. Meine Reaktion? Den Herrn Lehrer fragen. Seine Antwort? "Ich habe angenommen, dass du schon soviel gelernt hast, um mit der Aufgabe fertig zu werden". Bumm! Anfangs war ich etwas beleidigt, weil er mir seine Hilfe verweigerte, das schlug dann in Trotz um und ich machte mich an die Aufgabe: "Jetzt zeig ich es ihm aber". Und ich habe die Aufgabe allein geschafft.
Diese Erfahrung - ist schon Jahre her - hat sich bei mir tief eingeprägt und ich versuche es meistens zuerst allein, bevor ich mir Hilfe suche. Aber ich scheue mich auch nicht diese Hilfe zu suchen und anzunehmen.

Vielleicht meint dein Mann, sein Selbstwertgefühl würde leiden, wenn er um Hilfe bittet? Das ist doch bei Mannern gerade sehr stark der Fall. Sprichst du mit ihm über Probleme, Schwierigkeiten, die du selbst hast? Ahnst du denn, mit welchen Problemen er sich gerade herumschlägt? Dann könntest du ja einen Ansatzpunkt finden, Frauen haben da doch ein besonderes "Gespür" , einen siebenten Sinn und können helfen, ohne direkte Hilfe anzubieten - die er vielleicht sofort ablehnen würde
Versuche es einfach auf eine indirekte, diplomatische und erfinderische Art....
Zitat:
Vantast schrieb:
Dann versuche ich den zu erklären:

Oftmals haben Freunde (ob man das weiß oder nicht) die Funktion welche Therapeuten haben. Man kann mit ihnen seine Probleme und Problemchen besprechen und vertraut ihnen, dass sie damit einen nicht vor dem Publikum lächerlich machen oder sonst wie Profit aus ihrem Exklusivwissen über unsere Person und Leben machen.


soweit stimme ich dir zu, nur wenn man annimmt, dass jemand aus Exclusivwissen Profit schlagen könnte, dann nenne ich das gewiss nicht Freund.

Zitat:
Wenn jemand keine Freunde (mehr) hat, hat er niemanden, mit dem er über peinliche Sachen reden kann. Klappt es mit dem Partner nicht mehr so recht, zu wem geht man denn dann, wenn nicht zum Freund?
Irgendwann zu einem Berater und vielleicht schickt einen der zum Therapeuten.

Andere gehen auch in den Puff und manche Liebesdiener(innen) fühlen sich mehr als Psychotherapeut denn als Sexualobjekt, als das sie eigentlich zum Verkauf sich bieten.


Ja, man geht zum Freund, das ist auch vollkommen in Ordnung. Wenn man keine - mehr - hat, dann sollte man sich überlegen (z.B. suche nur immer ich Hilfe und bin sozusagen bei einem Hilferuf an mich vom Erdboden verschwunden, usw.) weshalb das so ist. dabei kann ein Therapeut vielleicht helfen, da stimme ich dir zu.
Allerdings würde ich Probleme nicht nur auf die sexuelle Schiene schieben, es gibt viele andere und ob da ein Puff hilft?

Zitat:
Unsere soziale Welt hat eine ganze Reihe von Institutionen für Menschen, welche keine Freunde haben. Dass das so ist, ist ein Hinweis darauf, dass das auch ein Bedürfnis ist, denn sonst würden diese gar nicht aufrecht erhalten, wie die dargebotene Hand, Sorgentelefone, Leserbriefspalten in allen Zeitungen....


Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ein Leserbrief oder Sorgentelefon helfen würde. Vielleicht soweit, dass man mir die Adresse eines Therapeuten geben würde. Wenn ich die Fragen in Leserbriefen lese und die Antworten darauf, dann sind die doch eher allgemein gehalten oder wie siehst du das?


Zitat:
Und es hilft manchen, wenn sie nur einfach jemandem erzählen können. Mir auch, denn wenn ich es aufschreiben muss, dann bekommen viele Fragen bereits eine beantwortbare Form, welche sie zuvor nicht hatten.

Aus diesem Grund ersetzen die Gurus und Therapeuten in ihrer Funktion die Freunde, aber nicht in allen Funktionen natürlich, denn Dein Therapeut kommt kaum mit Dir tanzen, sonst ist das eher verdächtig.


Es ist richtig, dass es oft schon hilfreich ist, wenn man ein Problem ausspricht, denn solange man sich innerlich damit abquält, wird es eher schlimmer, als besser.
Reden, wo auch immer und mit wem.
Weshalb macht sich ein Therapeut verdächtig, wenn er mit mir tanzen gehen würde? Was ist dabei? Hauptsache ist doch, dass - ob - es hilft oder?


Zitat:
Nun, warum vom einen zum nächsten?
Wenn die Aufforderung der Freunde und Therapeuten immer dieselbe ist, so bald man über den Smalltalk raus ist, dann fühlt man sich angegriffen und unverstanden. Wenn z.B. alle sagen: DU MUSST DICH endlich ANPASSEN, dann empfindest Du die ganze Welt gegen Dich: Keiner lässt Dich wie Du bist!


Anpassen muss sich bis zu einem gewissen Grad jeder, denn wir leben nun einmal zusammen auf dieser Welt und müssen auf einen Gegenüber - mag es der Partner, die Partnerin sein ganz sicher Rücksicht nehmen, Gefühle beachten. Da muss man einfach Kompromisse schließen, sonst sollte man jegliche Freundschaft, Partnerschaft sein lassen.
Ist es nicht so, dass man diese Anpassung vom Partner erwartet? Dass dieser sich anpassen soll? Findest du das in Ordnung? Ich nicht, auf gar keinen Fall.

Zitat:
Kein Chef mag es, wenn Du alle zwei Tage zu spät und völlig verschlafen zur Arbeit erscheinst.

RICHTIG

Zitat:
Kein Freund mag es, wenn er bei eder Abmachung 40 Minuten auf Dich warten muss


RICHTIG

Zitat:
Kein Freund mag es, wenn Du andauernd Geld von ihm verlangst und was Du bereits bekommen hast nicht zurückzahlst.


RICHTIG


Zitat:
Also müssen eben neue Freunde her, dem einen fällt das leicht, dem anderen nicht.

Aber wenn man seine Probleme allein wälzen will, bis man entweder eine druckreife Bearbeitung vorlegen kann oder in der Klapsmühle landet, dann geht man mit seinen Freunden um wie mit Fremden.


Neue Freunde müssen her? Weil die "alten" die oben genannten Eigenschaften nicht akzeptieren? Eigenartige Ansicht.
Da braucht man kaum Therapeut zu sein, um zu sagen: trenne dich von diesen Eigenschaften, dann musst du auch nicht immer neue Freunde suchen.
danke für deine antwort! ich denke einfach er will der starke sein und will keine schwäche zeigen! leider ist es sehr schwer an ihn ran zu kommen!
im moment hat er sich von mir ganz zurück gezogen weil ich das problem bin! ich wollt erreichen dass er mit einem freund mal darüber spricht aber wie die mir berichten hat er das auch noch nicht getan! mhhhh er ist so stur und stolz nur ich glaub bei dieser sache ist das am falschen platz!
aber danke!
Danke Hana.

Ja, Stolz ist in diesem und in den meisten Fällen vollkommen falsch am Platz und den sieht man wirklch vor allem bei Männern. Aber es ist falscher Stolz und er tut sich selbst damit sicher nichts Gutes.

Ich hoffe und wünsche, dass er es noch lernt, bevor es zu spät ist.


Ich danke dir für die Antwort Hana und wünsche dir das Allerbeste.
Private Nachricht senden Ceres Iron Member
Mitglied seit 7 Tagen Beiträge: 13
Neuer Beitrag Datum: 13.05.07, 10:20 Titel: Re: Ich bin so überrascht

Sorry, das sollte nicht mit drauf

Ceres hat folgendes geschrieben:
VanTast hat folgendes geschrieben:
->Dann versuche ich den zu erklären:

Oftmals haben Freunde (ob man das weiß oder nicht) die Funktion welche Therapeuten haben. Man kann mit ihnen seine Probleme und Problemchen besprechen und vertraut ihnen, dass sie damit einen nicht vor dem Publikum lächerlich machen oder sonst wie Profit aus ihrem Exklusivwissen über unsere Person und Leben machen.



soweit stimme ich dir zu, nur wenn man annimmt, dass jemand aus Exclusivwissen Profit schlagen könnte, dann nenne ich das gewiss nicht Freund.


Ceres hat folgendes geschrieben:
VanTast hat folgendes geschrieben:
->Wenn jemand keine Freunde (mehr) hat, hat er niemanden, mit dem er über peinliche Sachen reden kann. Klappt es mit dem Partner nicht mehr so recht, zu wem geht man denn dann, wenn nicht zum Freund?
Irgendwann zu einem Berater und vielleicht schickt einen der zum Therapeuten.

Andere gehen auch in den Puff und manche Liebesdiener(innen) fühlen sich mehr als Psychotherapeut denn als Sexualobjekt, als das sie eigentlich zum Verkauf sich bieten.



Ja, man geht zum Freund, das ist auch vollkommen in Ordnung. Wenn man keine - mehr - hat, dann sollte man sich überlegen (z.B. suche nur immer ich Hilfe und bin sozusagen bei einem Hilferuf an mich vom Erdboden verschwunden, usw.) weshalb das so ist. dabei kann ein Therapeut vielleicht helfen, da stimme ich dir zu.
Allerdings würde ich Probleme nicht nur auf die sexuelle Schiene schieben, es gibt viele andere und ob da ein Puff hilft?


Hier hast du mich nicht verstanden:
Da übernimmt ein/e Prostituierte/r die Funktion des Therapeuten. Ich habe mal eine Reportage darüber gesehen und da hieß es, dass oft vorkommt, dass ein Freier überhaupt keinen Sex wolle, sondern nur reden, und die müssen sie natürlich dann nach einiger Zeit raus komplimentieren. Bezahlen müssen sie die Zeit genau gleich als wie wenn sie bedient worden wären sexuell.

Ceres hat folgendes geschrieben:
VanTast hat folgendes geschrieben:
->Unsere soziale Welt hat eine ganze Reihe von Institutionen für Menschen, welche keine Freunde haben. Dass das so ist, ist ein Hinweis darauf, dass das auch ein Bedürfnis ist, denn sonst würden diese gar nicht aufrecht erhalten, wie die dargebotene Hand, Sorgentelefone, Leserbriefspalten in allen Zeitungen....

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ein Leserbrief oder Sorgentelefon helfen würde. Vielleicht soweit, dass man mir die Adresse eines Therapeuten geben würde. Wenn ich die Fragen in Leserbriefen lese und die Antworten darauf, dann sind die doch eher allgemein gehalten oder wie siehst du das?


Hier geht es gar nicht um die Antworten, sondern es geht darum, die Probleme erst mal richtig zu formulieren. Die Antworten dieser Institutionen sind nur so weit möglich, als sie überhaupt über die Person des Fragers informiert sind, und wenn man sich lieber ganz annonym hält, dann ist es verständlich, dass die AW auch eher generell ausfällt.

Ceres hat folgendes geschrieben:
VanTast hat folgendes geschrieben:
->Und es hilft manchen, wenn sie nur einfach jemandem erzählen können. Mir auch, denn wenn ich es aufschreiben muss, dann bekommen viele Fragen bereits eine beantwortbare Form, welche sie zuvor nicht hatten.

Aus diesem Grund ersetzen die Gurus und Therapeuten in ihrer Funktion die Freunde, aber nicht in allen Funktionen natürlich, denn Dein Therapeut kommt kaum mit Dir tanzen, sonst ist das eher verdächtig.

Es ist richtig, dass es oft schon hilfreich ist, wenn man ein Problem ausspricht, denn solange man sich innerlich damit abquält, wird es eher schlimmer, als besser.
Reden, wo auch immer und mit wem.
Weshalb macht sich ein Therapeut verdächtig, wenn er mit mir tanzen gehen würde? Was ist dabei? Hauptsache ist doch, dass - ob - es hilft oder?

Nein, das sieht rechtlich schwieriger aus, als Therapeut darf man sich nicht auf eine Beziehung einlassen im Sinne einer Partnerschaft in Bereichen, die über Gespräche hinaus gehen.
Wer sich als Therapeut in eine/n Klient/in verliebt sollte den sofort an einen Kollegen weiterreichen, das ist so üblich unter Therapeuten, es gibt aber viele Zuwiderhandlungen und da wird es dann meistens ziemlich schwierig mit der Zeit.

Ceres hat folgendes geschrieben:
VanTast hat folgendes geschrieben:
->Nun, warum vom einen zum nächsten?
Wenn die Aufforderung der Freunde und Therapeuten immer dieselbe ist, so bald man über den Smalltalk raus ist, dann fühlt man sich angegriffen und unverstanden. Wenn z.B. alle sagen: DU MUSST DICH endlich ANPASSEN, dann empfindest Du die ganze Welt gegen Dich: Keiner lässt Dich wie Du bist!
Das war als Beispiel gemeint, ich hätte vielleicht besser geschrieben: Du musst dingsbums...


Anpassen muss sich bis zu einem gewissen Grad jeder, denn wir leben nun einmal zusammen auf dieser Welt und müssen auf einen Gegenüber - mag es der Partner, die Partnerin sein ganz sicher Rücksicht nehmen, Gefühle beachten. Da muss man einfach Kompromisse schließen, sonst sollte man jegliche Freundschaft, Partnerschaft sein lassen.
Ist es nicht so, dass man diese Anpassung vom Partner erwartet? Dass dieser sich anpassen soll? Findest du das in Ordnung? Ich nicht, auf gar keinen Fall.
Also es geht mir nicht um die Anpassung, sondern darum, dass alle dasselbe sagen, jeder Berater kommt mit demselben und man erlebt alles gegen sich, alle Freunde kommen auch noch mit demselben.
Also ist man aller Welt am Ende feindlich eingestellt und sucht NEUE FREUNDE, welche NICHT dasselbe sagen, bis sie wieder dasselbe sagen, dann braucht man wieder neue Freunde.

So gehen manche Menschen Jahrzehnte von Therapeut zu Therapeut,von Freund zu Freund, von Guru zu Guru und kommen doch in ihrem Problem nur in unterschiedliche Farbtöne aber keinen Schritt weiter

Aber wenn man seine Probleme allein wälzen will, bis man entweder eine druckreife Bearbeitung vorlegen kann oder in der Klapsmühle landet, dann geht man mit seinen Freunden um wie mit Fremden.


Ceres hat folgendes geschrieben:
Neue Freunde müssen her? Weil die "alten" die oben genannten Eigenschaften nicht akzeptieren? Eigenartige Ansicht.
Da braucht man kaum Therapeut zu sein, um zu sagen: trenne dich von diesen Eigenschaften, dann musst du auch nicht immer neue Freunde suchen.

Ja gell das sagt sich so locker, nichtwahr?
We oft hast Du Dich schon von Eigenschaften getrennt, die Dir zu Gewohnheit oder gar zur Sucht wurden?
Das ist dann eben diese grosse Hilfe, die jene erleben wenn sie vom einen zum nächsten rennen, alle wissen was sie tun sollten und niemand kann sagen wie!

Da verstehe ich, dass manche lieber dann ihre Probleme für sich behalten.
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