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Hallo brematz,
Meine Mutter starb vor 3 Jahren in schon höherem Alter.
Sie war aber längere Zeit schwer krank und ich erlebte ihren langsamen, aber stetigen Abbau mit, da ich in dieser Zeit bei ihr wohnte. Obwohl ich wußte, daß ihr Tod nur noch eine Frage der Zeit war, konnte und wollte ich mir nicht vorstellen, ohne sie zu leben. Sie starb dann doch und unmittelbar danach stellte sich bei mir auch eine unerwartete Ruhe ein, trotzdem mein Herz tieftraurig war. Und in der Folgezeit bis heute bekam ich Kräfte, mein Leben zu meistern. Ich hielt dies nicht für möglich, weil ich selbst schon länger gesundheitlich schwächle und meine Nerven keine Drahtseile sind. Ich bin zwar ein gläubiger, aber kein frommer Mensch.
Doch kann ich mir gut vorstellen, daß Gott den Menschen in Grenzsituationen besonders nahe ist, wenn der Mensch eben in sich eine Hoffnung trägt, man kann es auch Urvertrauen in das Göttliche nennen.
Jene, die einen lebendigen Glauben haben, dürften Schicksalsschläge der herberen Art noch weniger zusetzen. So meine ich.
Gruß Kai
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